Frikadellen mit Zwiebel und Majoran Recipe

Frikadellen sind ein Klassiker des polnischen Mittagessens – weiche, saftige Hackfleischküchlein aus der Pfanne, die viele an das Zuhause der Großmutter erinnern. Mit Kartoffeln und Rote-Bete-Salat serviert sind sie unser Pendant zu den in anderen Ländern bekannten Meatballs. Einfache Zutaten, und das Ergebnis verschwindet trotzdem in wenigen Minuten vom Teller.

Solche Frikadellen mit in Milch eingeweichtem Brötchen und Majoran sind ein typisches Alltagsgericht aus polnischen Haushalten der 80er- und 90er-Jahre, meist serviert mit Kartoffeln und Rote‑Bete‑Salat. In vielen Familien ersetzen sie unter der Woche das Schweineschnitzel, weil sie schneller zubereitet sind und günstigeres Fleisch verwenden.

Frikadellen mit Zwiebel und Majoran sind die Quintessenz des polnischen Pfannen-Mittagessens – außen knusprige Kruste, innen weiche, saftige Füllung, die nach gebratener Zwiebel duftet. Das in Milch eingeweichte Brötchen macht das Fleisch besonders zart, und Majoran verleiht die charakteristische Kräuternote, die man in ausländischen Meatball-Varianten kaum findet. Ein Gericht, das mit einfachen Zutaten auskommt und trotzdem beim ersten Bissen große Zufriedenheit schenkt – besonders, wenn auf dem Teller daneben Kartoffeln mit Dill und Rote Bete liegen.

Warum diese Version funktioniert

  • Eingeweichtes, aber gut ausgedrücktes Brötchen macht das Fleisch zart, ohne die Masse zu verwässern.
  • Längeres Kneten sorgt dafür, dass sich das Eiweiß bindet und die Frikadellen in der Pfanne nicht aufreißen.
  • Ein kleines Probefrikadellchen hilft, die Menge an Salz und Pfeffer anzupassen, bevor die ganze Portion gebraten wird.
  • Braten bei mittlerer Hitze ergibt eine goldbraune Kruste und einen durchgebratenen, saftigen Kern.
Frikadellen mit Zwiebel und Majoran

Tipps vom Koch

Das Brötchen in Milch einweichen, bis es vollständig weich ist, und dann gründlich ausdrücken – zu viel Flüssigkeit lässt die Frikadellen zerfallen. Die Fleischmasse sollte man kurz mit der Hand durchkneten, bis sie leicht klebrig wird; dann bleiben die Frikadellen kompakt und saftig. Bei mittlerer, nicht maximaler Hitze braten – sie brauchen Zeit, um innen durchzugaren, und zu starke Hitze verbrennt die Panade, bevor das Fleisch gar ist.

Serviervorschläge

Am besten schmecken sie mit Kartoffelpüree und warmem Rote-Bete-Gemüse oder mit Gurkensalat an heißen Tagen, wenn du ein klassisches, aber nicht zu schweres Mittagessen möchtest. Für ein sonntägliches Familienessen auf einer großen Platte in die Tischmitte stellen, dazu eine Schüssel mit Gewürzgurken und etwas Bratensauce aus der Pfanne. Dazu passt Rhabarber- oder Johannisbeerkompott, und wenn du für Freunde eine Art „hausgemachte Milchbar“ nach dem Umzug veranstaltest, stelle auch eine Kanne Tee mit Zitrone auf den Tisch.

Worauf man achten sollte

  • Zu nasses Brötchen macht die Masse zu flüssig – so lange ausdrücken, bis keine Milch mehr herausläuft.
  • Die Frikadellen nicht dicker als 2 cm formen, sonst bräunen sie außen, bleiben innen aber roh.
  • Frikadellen nie in kaltes Fett legen – sie saugen sonst das Öl auf, statt zu braten.
  • Frisch gebratene Frikadellen nicht abdecken, sonst wird die Panade durch den Dampf schnell weich.

Ersatzzutaten

  • Einen Teil des Schweinefleischs durch Rindfleisch ersetzen – so wird der Geschmack kräftiger und fleischiger.
  • Das Weißbrötchen kann durch ein Kaiserbrötchen oder ein Grahambrot-Brötchen ersetzt werden, ebenfalls in Milch eingeweicht.
  • Die Milch kann durch Wasser oder Brühe ersetzt werden, wenn du in der Masse auf Milchprodukte verzichten möchtest.
  • Statt Paniermehl fein zerstoßene Cornflakes verwenden – das sorgt für extra Knusprigkeit.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Hackfleisch am besten aus Schweineschulter oder Nacken - 500 g
  • altbackenes Weizenbrötchen klein, z.B. Kaiserbrötchen - 1 Stück
  • Milch zum Einweichen des Brötchens - 150 ml
  • Zwiebel mittelgroß - 1 Stück
  • Ei - 1 Stück
  • getrockneter Majoran - 1 Teelöffel
  • Paniermehl zum Panieren der Frikadellen - 5 Esslöffel
  • Öl zum Braten - 4 Esslöffel
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Hackfleisch

Zubereitung

  1. Das Brötchen in Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und mit Milch übergießen. Gut nach unten drücken, sodass es vollständig bedeckt ist. 5–10 Minuten stehen lassen, bis es gleichmäßig weich ist und keine harten, trockenen Stellen mehr hat.
  2. Die Zwiebel schälen und sehr fein hacken oder auf einer feinen Reibe reiben, wenn sie weniger spürbar sein soll. Die Stückchen sollten möglichst gleich groß sein, damit sie in der Frikadelle gleichmäßig weich werden.
  3. Das eingeweichte Brötchen mit den Händen gründlich ausdrücken, bis keine Milch mehr heraustropft. Es soll feucht, aber nicht nass sein – beim Zusammendrücken darf kein Strahl Flüssigkeit austreten.
  4. Hackfleisch, ausgedrücktes Brötchen, Zwiebel, Ei, Majoran, Salz und Pfeffer in eine große Schüssel geben. Die Masse 3–4 Minuten mit der Hand kneten, bis sie homogen, glatt und leicht klebrig wird – das ist ein Zeichen, dass sich das Eiweiß gut gebunden hat.
  5. Ein kleines Stück von der Masse abnehmen und in einer kleinen Pfanne als Probefrikadelle anbraten. Abschmecken und bei Bedarf Salz oder Pfeffer ergänzen, dann die gesamte Masse kurz erneut durchkneten, damit sich die Gewürze gleichmäßig verteilen.
  6. Die Hände mit kaltem Wasser anfeuchten. Frikadellen in Handflächengröße formen, leicht flach drücken, etwa 1,5–2 cm dick. Jede Frikadelle sorgfältig in Paniermehl wenden und die Panade andrücken, damit sie eine dünne, gleichmäßige Schicht ohne freie Stellen bildet.
  7. Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Es ist heiß genug, wenn eine Prise Paniermehl sofort leicht zu brutzeln beginnt, aber nicht in wenigen Sekunden dunkelbraun wird.
  8. Die Frikadellen mit etwas Abstand in die Pfanne legen, nicht zusammendrängen. 5–6 Minuten auf der ersten Seite braten, bis die Unterseite gleichmäßig goldbraun und knusprig ist und sich die Frikadelle beim Anheben leicht vom Pfannenboden löst.
  9. Die Frikadellen vorsichtig wenden und weitere 5–6 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Wenn die Panade schnell dunkel wird, die Hitze reduzieren und etwas länger braten – beim Eindrücken sollen die Frikadellen elastisch „zurückfedern“ und sich nicht weich wie rohes Fleisch anfühlen.
  10. Die fertig gebratenen Frikadellen auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen, damit überschüssiges Fett aufgesaugt wird. 2–3 Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft im Inneren setzt, dann heiß mit den Lieblingsbeilagen servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Übrig gebliebene Frikadellen nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen in der Pfanne mit etwas Butter oder im Ofen erhitzen. Zum Einfrieren vollständig auskühlen lassen, portionsweise verpacken und bis zu 3 Monate lagern.

Autor Marek Krokosiński

Als ich meine Einweihungsparty in der neuen Wohnung organisiert habe, habe ich statt Pizza zu bestellen eine riesige Portion Frikadellen gebraten – sie waren schneller weg als die gekauften Snacks. Bis heute habe ich für spontanen Besuch meist ein paar fertige Frikadellen im Gefrierfach, die ich nur kurz mit etwas Butter in der Pfanne aufwärme.

Veröffentlicht: Aktualisiert:

Oceń przepis

Durchschnitt: (0 Bewertungen)

Komentarze

0
Chronione przez reCAPTCHA
Ładowanie komentarzy...

Podobne przepisy

Party-Auflauf mit Tortilla, Hackfleisch und Käse
Party-Auflauf mit Tortilla, Hackfleisch und Käse
Deutsche Gemüsesuppe mit Klößchen
Deutsche Gemüsesuppe mit Klößchen
Spanische Fleischbällchen in Tomaten-Trauben-Sauce
Spanische Fleischbällchen in Tomaten-Trauben-Sauce
Moussaka – Kartoffel-Auberginen-Auflauf mit Fleisch auf griechische Art
Moussaka – Kartoffel-Auberginen-Auflauf mit Fleisch auf griechische Art