Fasolakia ladera – griechische geschmorte grüne Bohnen in Tomaten Recipe
Fasolakia ladera sind zarte grüne Bohnen, die langsam in Tomaten mit viel Olivenöl und Kräutern geschmort werden. In Griechenland nennt man solche Gemüsegerichte in Olivenöl „ladera“, und sie werden an heißen Tagen oft als leichtes, aber sättigendes Mittagessen gegessen. Es schmeckt wie ein sommerlicher Gemüseeintopf, den man am liebsten mit Brot aus dem Teller löffelt und die Soße auftunkt.
Fasolakia ladera gehört zur Familie der griechischen Gerichte „in Olivenöl“, die man traditionell an heißen Tagen statt schwerer Fleischgerichte isst – viel Gemüse, Tomaten und reichlich gutes Olivenöl ergeben ein sättigendes, aber überraschend leichtes Essen. Durch das langsame Schmoren von Bohnen, Kartoffeln und Möhre in Tomaten werden die Gemüse sehr weich, fast cremig, und die Soße wird dick und intensiv gemüse-kräuterig. Es ist wie ein sommerlicher Gemüsegulasch, der förmlich nach einem Stück Brot schreit, um die Soße vom Teller aufzutunken.
Tipps vom Koch
Lass dir beim Schmoren Zeit – die Bohnen sollten wirklich weich, fast „zerfallend“ sein, sonst schmeckt das Gericht wie eine normale Pfannengemüsemischung. Wenn du frische Tomaten verwendest, nimm möglichst reife Exemplare; außerhalb der Saison greif lieber zu guten Dosentomaten, statt dich mit harten Wintertomaten herumzuärgern. Achte auch auf die Flüssigkeitsmenge – gegen Ende der Garzeit den Topf offen lassen, damit die Soße einkocht und eindickt, statt wässrig zu bleiben.
Serviervorschläge
Am besten servierst du Fasolakia lauwarm mit einer großen Portion knusprigem Brot – bei mir ist es der Hit bei sommerlichen Mittagessen im Garten, wenn alle hungrig von der Gartenarbeit zurückkommen. Dazu passt ein Stück Feta, mit Olivenöl beträufelt und mit Oregano bestreut, sowie ein Glas gekühlter, trockener Weißwein oder Wasser mit Zitrone. Du kannst es als eigenständiges vegetarisches Gericht servieren oder als Beilage zu gegrilltem Fisch oder Hähnchen.
Zutaten
- grüne Bohnen (Buschbohnen) - 700 g
- Tomaten - 500 g
- Zwiebel - 1 große Stück
- Kartoffeln - 300 g
- Möhre - 1 Stück
- Knoblauch - 2 Zehen
- Olivenöl - 80 ml
- Wasser - 200 ml
- Dill - 2 Esslöffel
- Lorbeerblatt - 2 Stück
- Salz
- Pfeffer
- Zucker - 0.5 Teelöffel
Zubereitung
- Die Bohnen waschen, Enden abschneiden und längere Schoten bei Bedarf halbieren. Kartoffeln und Möhre schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.
- Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken.
- Wenn du frische Tomaten verwendest, diese kreuzweise einritzen, 1–2 Minuten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und in Würfel schneiden. Tomaten aus der Dose einfach vom überschüssigen Saft abtropfen lassen.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne das Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel zugeben und 5–7 Minuten unter häufigem Rühren anschwitzen, bis sie weich und leicht goldgelb ist.
- Knoblauch hinzufügen und etwa 1 Minute mitbraten, bis er intensiv duftet, aber nicht bräunt.
- Möhre und Kartoffeln in den Topf geben, umrühren und 3–4 Minuten anbraten, damit sie leicht mit Öl überzogen sind.
- Grüne Bohnen, Tomaten, Lorbeerblätter, Zucker, Wasser sowie 1 Teelöffel Salz und etwas Pfeffer hinzufügen. Alles gründlich vermischen.
- Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, den Topf abdecken und etwa 30–35 Minuten sanft schmoren, bis Bohnen und Kartoffeln sehr weich sind. Zwischendurch immer wieder umrühren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
- Zum Schluss den Deckel abnehmen und weitere 5 Minuten köcheln lassen, damit die Soße leicht eindickt. Abschmecken und nach Belieben mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
- Vor dem Servieren mit gehacktem Dill bestreuen. Warm oder bei Zimmertemperatur mit einem Stück Brot servieren.
Aufbewahrung
Reste im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter 2–3 Tage aufbewahren. Langsam in Topf oder Pfanne aufwärmen; das Gericht schmeckt oft am nächsten Tag noch besser, wenn die Aromen gut durchgezogen sind. Bei Bedarf etwas Wasser oder Olivenöl hinzufügen.