Eieraufstrich mit Radieschen und Schnittlauch Recipe

Eieraufstrich mit Radieschen und Schnittlauch ist ein Klassiker polnischer Frühstücksbrote. Einfach, cremig, mit knackigen Radieschenstückchen – ideal für ein Wochenendfrühstück oder Abendbrot, wenn Sie schnell etwas Hausgemachtes statt fertiger Wurst auf den Tisch bringen möchten.

Dieser Eieraufstrich ist die Quintessenz eines polnischen Frühstücks: cremige Basis aus Eiern, knackige Radieschenstückchen und frischer Schnittlauch, dessen Duft die ganze Küche erfüllt. Durch die Kombination aus Mayonnaise und Joghurt ist er leichter, bleibt aber angenehm sättigend und schmeckt hervorragend auf einfachem Weizen-Roggen-Brot. Einer dieser Rezepte, die in wenigen Minuten ein schlichtes Brot in etwas verwandeln, auf das man sich wirklich freut.

Warum diese Version funktioniert

  • Naturjoghurt entlastet die Mayonnaise und sorgt für eine cremige, aber nicht schwere Konsistenz.
  • In sehr kleine Würfel geschnittene Radieschen geben Biss, ohne zu viel Saft abzugeben.
  • Das nach und nach zugegebene Mayo sorgt dafür, dass sich die ideale Pasten-Konsistenz leicht treffen lässt.
  • Kurzes Durchkühlen im Kühlschrank verbindet die Paste und verstärkt das Aroma des Schnittlauchs.
Eieraufstrich mit Radieschen und Schnittlauch

Tipps vom Koch

Die Eier hart, aber nicht zu lange kochen – das Eigelb sollte gleichmäßig gelb sein, ohne grauen Rand; das entspricht in der Regel etwa 9–10 Minuten ab dem Siedepunkt. Die Radieschen klein schneiden, aber nicht raspeln, da sie sonst zu viel Saft abgeben und der Aufstrich wässrig wird; überschüssige Flüssigkeit können Sie mit Küchenpapier abtupfen. Zum Schluss erst nach Zugabe von Mayonnaise und Joghurt salzen, da man den Aufstrich sonst leicht übersalzt, besonders bei kräftiger Mayonnaise.

Serviervorschläge

Am besten auf frischem Brot servieren – zum Beispiel auf Scheiben Sauerteigbrot oder auf leicht aufgebackenen Brötchen, die etwas knuspern. Dazu passen eine Tasse schwarzer Kaffee oder Tee mit Zitrone und im Sommer ein Glas gekühlte Buttermilch. Der Aufstrich eignet sich auch für ein Buffet – machen Sie Mini-Schnittchen auf Crackern oder kleinen Baguettescheiben.

Worauf man achten sollte

  • Schnittlauch nicht auf einem nassen Brett schneiden – das Wasser verwässert die Paste schnell.
  • Die Masse nicht komplett pürieren, sonst wird der Aufstrich breiig und wässrig.
  • Die gesamte Mayonnaise nicht auf einmal zugeben – man überdosiert schnell und verdünnt die Masse.

Ersatzzutaten

  • Dicken Joghurt kannst du durch saure Sahne mit 12–18 % Fett ersetzen, der Aufstrich wird dann etwas gehaltvoller.
  • Sarepta-Senf kannst du durch Dijon-Senf ersetzen, wenn du einen schärferen, kräftigeren Geschmack magst.
  • Einen Teil der Mayonnaise kannst du durch Quark ersetzen, so wird die Paste „käseartiger“.
  • Den Schnittlauch kannst du mit gehackter Petersilie ergänzen, wenn du davon gerade viel zu Hause hast.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
10 Min
Gesamtzeit
25 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Eier - 5 Stück
  • Radieschen mittelgroß - 6 Stück
  • Schnittlauch gehackt - 2 Esslöffel
  • Mayonnaise kann durch Naturjoghurt ersetzt oder halb-halb gemischt werden - 2 Esslöffel
  • Joghurt optional, für eine leichtere Version - 1 Esslöffel
  • Senf z.B. Sarepta- oder Delikatesssenf - 0.5 Teelöffel
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Eier

Zubereitung

  1. Die Eier in einen Topf legen und mit kaltem Wasser bedecken, sodass sie vollständig unter Wasser sind. Zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und 8–9 Minuten ab Siedepunkt kochen – das Eiweiß soll elastisch sein, das Eigelb vollständig gestockt, ohne grünlichen Rand.
  2. Die gekochten Eier sofort mit sehr kaltem Wasser abschrecken und etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sie sich ganz kühl anfühlen. So lassen sie sich leichter schälen und die Eigelbe bleiben gelb und saftig. Anschließend die Eier schälen.
  3. Die Radieschen gründlich waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und die Enden abschneiden. In sehr kleine Würfel von ca. 2–3 mm schneiden – die Stücke sollen spürbar und knackig sein, aber nicht so groß, dass sie viel Saft abgeben.
  4. Den Schnittlauch abspülen, gründlich trocknen (feuchter Schnittlauch verwässert die Paste) und fein hacken. Er sollte kleine grüne „Punkte“ in der Paste bilden und keine langen Fäden, die beim Streichen ziehen.
  5. Die geschälten Eier mit einem Messer fein hacken oder in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, bis kleine Stückchen ohne große Klumpen entstehen. Die Masse soll locker sein, aber ohne ganze Eiweißhälften – beim Zusammendrücken mit dem Löffel sollte sie leicht zusammenhalten.
  6. Zu den Eiern die gewürfelten Radieschen, den Schnittlauch, Mayonnaise, Joghurt und Senf geben. Zunächst nur 1 EL Mayonnaise statt zwei verwenden, um die Konsistenz besser steuern zu können; den zweiten Esslöffel nur bei Bedarf hinzufügen.
  7. Alles mit einem Löffel vermischen, bis die Zutaten gleichmäßig verteilt sind und man in der Paste deutlich Ei- und Radieschenstücke erkennt. Abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen; wenn Schärfe fehlt, etwas mehr Senf hinzufügen.
  8. Ist die Paste zu dick und lässt sich schwer streichen, 1 TL Joghurt oder etwas Mayonnaise zugeben und nochmals verrühren, bis sie an einen weichen Streichkäse erinnert. Ist sie zu flüssig und zerläuft auf dem Löffel, ein fein gehacktes Ei oder 1 EL Quark untermischen.
  9. Die Schüssel mit der Paste abdecken und mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Nach dem Kühlen wird die Masse etwas fester und die Aromen verbinden sich – die fertige Paste soll sich leicht verstreichen lassen, ohne Flüssigkeit an den Broträndern abzugeben.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Nein

Reste des Aufstrichs im Kühlschrank in einem geschlossenen Behälter aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verbrauchen. Vor dem erneuten Servieren kurz umrühren; wenn er etwas Flüssigkeit gezogen hat, kann man ein zusätzliches gehacktes Ei unterheben.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich bereite diesen Aufstrich meist am Samstagmorgen zu und verdopple die Menge gleich, weil ich weiß, dass abends noch jemand für „das letzte Brot“ in den Kühlschrank schaut. Oft packe ich ihn auch in eine Dose und nehme ihn mit in den Zug auf längeren Strecken – viel besser als belegte Brötchen vom Bahnhof.

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