Dillsuppe mit Kartoffeln aus leichter Brühe Recipe
Die zarte Dillsuppe mit Kartoffeln ist eines dieser Gerichte, das in polnischen Haushalten unter der Woche oft auf den Tisch kommt – schnell, günstig und sehr hausgemacht. Sie duftet nach frischem Dill und leichter Brühe und ist dank der Kartoffeln überraschend sättigend. Sie erinnert ein wenig an skandinavische Kräutersuppen, hat aber einen typisch polnischen Charakter.
Dies ist eine typische „zweite Suppe aus der Sonntagsbrühe“, die in vielen Haushalten montags gekocht wird, um die Brühe vom Wochenende zu verwerten. Im Frühling und Sommer gibt man oft extra viel Dill dazu, was ihr einen leichten, saisonalen Charakter verleiht.
Dillsuppe mit Kartoffeln ist die Quintessenz des einfachen, hausgemachten Alltagskochens in Polen – leicht wie eine Brühe und gleichzeitig sättigend genug, um ein zweites Gericht zu ersetzen. Frischer Dill verleiht ihr einen frühlingshaft-sommerlichen Charakter, und die milde Sahne rundet den Geschmack der Brühe ab und macht die Suppe cremig, ohne sie schwer zu machen. Ein Gericht, das die Schlichtheit der Zutaten mit einem überraschend intensiven, kräuterigen Aroma verbindet.
Warum diese Version funktioniert
- Sie nutzt bereits gekochte Brühe, verkürzt so die Kochzeit, ohne auf tiefen Geschmack zu verzichten.
- Eine helle Mehlschwitze bindet die Suppe sanft, ohne sie in eine schwere Cremesuppe zu verwandeln.
- Der Dill wird erst zum Schluss zugegeben, damit seine Farbe und das frische Aroma erhalten bleiben.
- Etwas größer gewürfelte Kartoffeln zerfallen nicht so leicht und die Suppe bleibt klar.
Tipps vom Koch
Den Dill erst ganz zum Schluss, nach dem Ausschalten der Herdplatte, hinzufügen – so behält er seine Farbe und den frischen Duft. Die Kartoffeln nicht zerkochen, sie sollten weich sein, aber ihre Form behalten; meist reichen dafür einige Minuten nach dem Aufkochen. Wenn du Sahne verwendest, diese zuerst in einem separaten Gefäß mit etwas heißer Suppe angleichen, damit sie beim Eingießen in den Topf nicht gerinnt.
Serviervorschläge
Serviere die Suppe mit einer Scheibe frischem Sauerteigbrot oder einem einfachen Knoblauchbrot – unter der Woche kann sie problemlos ein komplettes Mittagessen ersetzen. Sie schmeckt gut zu einem Glas Rhabarberkompott oder einer Tasse Tee mit Zitrone, besonders nach der Rückkehr von der Arbeit oder Schule. Eine ideale Suppe für den Wochenanfang, wenn von der Sonntagsbrühe noch Brühe übrig ist und man schnell etwas Kräftiges für zwei Tage kochen möchte.
Worauf man achten sollte
- Die Suppe nach Zugabe der Sahne nicht auf hoher Hitze kochen, da sie sonst ausflocken kann.
- Zu fein gewürfelte Kartoffeln verkochen schnell und machen die Suppe trüb.
Ersatzzutaten
- Die 18%ige Sahne kannst du durch Kondensmilch oder dichten Joghurt ersetzen und diese nach kurzem Abkühlen der Suppe einrühren.
- Die Butter für die Mehlschwitze lässt sich durch Rapsöl ersetzen, wenn du Milchprodukte vermeiden möchtest.
- Einen Teil des Dills kannst du mit glatter Petersilie mischen, wenn du davon zu viel im Kühlschrank hast.
Zutaten
- Geflügel- oder Gemüsebrühe kann aus Brühwürfeln sein, hausgemacht ist aber aromatischer - 1.5 l
- Kartoffeln geschält, in Würfel geschnitten - 500 g
- Möhre auf der groben Reibe gerieben oder in kleine Würfel geschnitten - 1 Stück
- Kochsahne 18 % für Suppen kann durch Milch oder Naturjoghurt ersetzt werden - 150 ml
- frischer Dill fein gehackt, Stiele entfernen oder für die Brühe verwenden - 1 Bund
- Butter für den Geschmack, kann weggelassen werden - 1 Esslöffel
- Mehl zum leichten Andicken, kann weggelassen werden - 1 Esslöffel
- Salz zum Abschmecken
- Pfeffer zum Abschmecken
Zubereitung
- Die Brühe in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen.
- Die Kartoffeln schälen und in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Die Möhre schälen und grob raspeln oder in kleine Würfel schneiden.
- Kartoffeln und Möhre in die kochende Brühe geben. Bei mittlerer Hitze 15–18 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. Mit einer Gabel prüfen – sie sollte leicht in die Kartoffel gleiten.
- In einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen, das Mehl einstreuen und 1–2 Minuten kräftig rühren, bis eine glatte, klümpchenfreie Paste entsteht. Nicht bräunen lassen, sie soll hell bleiben.
- 2–3 Kellen heiße Suppe zur Butter-Mehl-Paste geben und dabei ständig rühren, bis die Mischung dünnflüssig und glatt ist. Zurück in den Suppentopf gießen, umrühren und aufkochen. Die Suppe dickt leicht ein.
- Die Sahne in einen Becher gießen, 2 Esslöffel heiße Suppe hinzufügen, verrühren und dann in den Topf geben. So gerinnt die Sahne nicht.
- Den gehackten Dill hinzufügen (1–2 Esslöffel zum Bestreuen auf dem Teller zurückbehalten), mit Salz und Pfeffer abschmecken. Noch 2–3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
- Die heiße Suppe servieren und mit zusätzlichem Dill bestreuen. Für eine gehaltvollere Variante kannst du etwas gekochtes Hühnerfleisch aus der Brühe hinzufügen.
Aufbewahrung
Die Suppe ohne Sahne abkühlen lassen und im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen gut durchkochen und die Sahne erst kurz vor dem Servieren zugeben. Reste lassen sich auch einfrieren, am besten ebenfalls ohne Sahne.
Ich koche diese Suppe am häufigsten montags, wenn noch ein Topf Brühe vom Wochenende im Kühlschrank steht und ich sie kreativ verwerten möchte. Meist mache ich gleich eine größere Portion, denn am zweiten Tag, wenn der Dill die Suppe noch intensiver durchzieht, schmeckt sie mir sogar noch besser als frisch gekocht.