Deutscher Rinderbraten mit Bratensoße Recipe
Rinderbraten ist ein klassischer deutscher Schmorbraten aus Rindfleisch, der im Ofen mit Gemüse und dunkler Soße gegart wird. In vielen Haushalten steht er sonntags oder zu Festessen auf dem Tisch, wenn sich die ganze Familie versammelt. Er schmeckt ein wenig wie eine Mischung aus polnischem Braten und Gulasch, aber die Soße ist konzentrierter und stark gemüsebetont.
Rinderbraten ist das Herzstück des deutschen Sonntagsessens – ein großer Rinderbraten, der langsam im Ofen mit Gemüse und Wein schmort und eine dichte, kräftig herzhafte Soße bildet. Im Vergleich zu polnischem Braten ist die Soße hier konzentrierter, gemüsiger und seidig, weil sie zusammen mit Möhre, Sellerie und Zwiebel püriert wird. Ein Gericht, das man im ganzen Haus riecht – der Duft von geschmortem Rindfleisch und Kräutern zieht stundenlang durch die Räume und schafft die Atmosphäre eines „großen“ Essens.
Tipps vom Koch
Kürze das scharfe Anbraten des Fleisches nicht ab – eine kräftige, dunkle Bräunung von allen Seiten ist die Grundlage für den Geschmack der Soße, ebenso wie das leichte Anrösten des Gemüses. Achte darauf, dass die Flüssigkeit etwa bis zur Hälfte der Fleischhöhe reicht, und gieße bei Bedarf nach und nach Brühe nach, statt alles auf einmal zu übergießen. Gönne dem Rindfleisch nach dem Schmoren unbedingt 10–15 Minuten Ruhe unter Folie; schneidest du es sofort an, läuft der ganze Saft auf das Brett statt im Fleisch zu bleiben.
Serviervorschläge
Serviere den Braten mit Kartoffelklößen, Knödeln oder Püree und unbedingt mit viel Soße – genau diese Kombination findest du in deutschen Gasthäusern. Zum Trinken passt ein trockener Rotwein, idealerweise derselbe, den du für die Soße verwendet hast, oder einfach ein gut gekühltes alkoholfreies Getränk zum Familienessen. Das Gericht ist wie geschaffen für Feiertage, sonntägliche Familientreffen oder ein festliches Essen, wenn du etwas Beeindruckendes servieren möchtest, ohne in letzter Minute lange am Herd zu stehen.
Zutaten
- Rindfleisch - 1.5 kg
- Möhre - 2 Stück
- Sellerie - 0.25 Stück
- Zwiebel - 2 Stück
- Knoblauch - 3 Zehe
- Öl - 3 Esslöffel
- Brühe - 500 ml
- Rotwein - 150 ml
- Senf - 1.5 Esslöffel
- Lorbeerblatt - 2 Stück
- Thymian - 1 Teelöffel
- Weizenmehl - 1.5 Esslöffel
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Nimm das Rindfleisch 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank, tupfe es mit Küchenpapier trocken und reibe es rundherum mit Salz, Pfeffer und Senf ein.
- Möhre, Sellerie und Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden, den Knoblauch mit dem Messer leicht andrücken.
- Eine große, schwere Pfanne oder einen Bräter mit dickem Boden mit Öl auf starker Hitze erhitzen. Das Fleisch 2–3 Minuten von jeder Seite anbraten, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist und eine braune Kruste entsteht.
- Das Fleisch auf einen Teller legen. Im gleichen Fett Möhre, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch 5–7 Minuten bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren anbraten, bis das Gemüse leicht bräunt.
- Den Wein angießen, aufkochen und 2–3 Minuten köcheln lassen, dabei mit einem Holzlöffel die am Boden haftenden Röststoffe lösen.
- Brühe, Lorbeerblätter und Thymian hinzufügen und das Fleisch wieder in den Topf legen. Die Flüssigkeit sollte ungefähr bis zur Hälfte der Fleischhöhe reichen; bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
- Den Topf mit einem Deckel abdecken und in den auf 160°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen stellen. 2–2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch sehr zart ist – beim Einstechen mit der Gabel sollte sie leicht hineingleiten.
- Das Fleisch alle 40 Minuten mit der Soße aus dem Topf übergießen. Wenn die Soße zu stark einkocht, etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
- Den fertig geschmorten Braten auf ein Brett legen und 10–15 Minuten mit Alufolie abgedeckt ruhen lassen.
- Die Lorbeerblätter entfernen. Gemüse und Soße mit dem Stabmixer fein pürieren oder durch ein Sieb streichen. Ist die Soße zu dünn, Mehl mit 3 Esslöffeln kaltem Wasser verrühren, in die Soße gießen, aufkochen und 3–4 Minuten unter Rühren köcheln lassen, bis sie eindickt.
- Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der heißen Bratensoße übergossen servieren.
Aufbewahrung
Reste vom Rinderbraten lassen sich 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und vorsichtig in der Soße erwärmen. Sie eignen sich auch gut zum Einfrieren; beim Aufwärmen etwas Brühe oder Wasser hinzufügen, falls die Soße zu dick geworden ist.