Deutscher Käsekuchen ohne Backen Recipe
Käsekuchen ist ein deutscher Käsekuchen, der normalerweise gebacken wird, aber die Kühlschrank‑Variante ist schneller und perfekt für warme Tage. Er schmeckt wie eine Mischung aus leichtem Käsekuchen und Joghurtdessert auf einem knusprigen Butterkeksboden. In Deutschland tauchen solche Kuchen oft zur Nachmittagskaffeezeit auf, beim sogenannten Kaffee und Kuchen.
Käsekuchen ist ein Klassiker der deutschen Konditoreien, der traditionell gebacken und nachmittags zur Kaffeestunde serviert wird. Kühlschranktorten und kalte Varianten wurden beliebt, als in den Haushalten Kühlschränke Einzug hielten und man nach Desserts suchte, für die man den Backofen nicht einschalten muss.
Dieser deutsche Käsekuchen aus dem Kühlschrank verbindet eine zarte Quark‑Joghurt‑Creme mit zitroniger Frische und ist dadurch deutlich leichter als ein typischer, gebackener Käsekuchen. Der knusprige Boden aus Butterkeksen erinnert an klassische deutsche Kuchen, die zum Nachmittagskaffee serviert werden – ganz im Stil von Kaffee und Kuchen. Das Dessert schmeckt wie eine Mischung aus Käsekuchen, Joghurt und einer leichten Mousse und ist ideal, wenn man keine Lust auf schwere Backwerke hat.
Warum diese Version funktioniert
- Die Kombination aus Quark und Joghurt sorgt für einen leichten, aber dennoch deutlich käsekuchenartigen Geschmack.
- Das sorgfältige Andrücken der Keksbrösel ergibt einen Boden, der beim Anschneiden nicht zerbröselt.
- Das Angleichen der Gelatine mit einem Teil der Creme verhindert Klümpchen und lässt den Kuchen gleichmäßig fest werden.
Tipps vom Koch
Den Quark vor der Zubereitung der Creme durch ein Sieb streichen oder kurz pürieren, damit die Masse wirklich glatt und ohne Klümpchen wird. Den Keksboden sehr fest mit einem Löffel oder dem Boden eines Glases andrücken, sonst bricht er nach dem Kühlen beim Schneiden leicht auseinander. Gönne dem Kuchen unbedingt mindestens 4 Stunden im Kühlschrank (besser über Nacht) – wenn du ihn zu früh anschneidest, läuft die Masse auseinander und die Stücke verlieren ihre schöne Form.
Serviervorschläge
Am besten gut gekühlt mit einer Tasse kräftigem Kaffee oder Cappuccino servieren – ganz wie beim deutschen Kaffee‑und‑Kuchen‑Ritual. Er passt auch hervorragend zu schwarzem Tee mit Zitrone oder hausgemachter Limonade, besonders an heißen Tagen auf dem Balkon oder im Garten. Obenauf kannst du frische Saisonfrüchte wie Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren verteilen – sie bringen Farbe und noch mehr Frische.
Worauf man achten sollte
- Die Gelatine nicht zum Kochen bringen, sonst verliert sie ihre Gelierfähigkeit.
- Zu flüssiger Quark aus dem Becher verflüssigt die Masse – deshalb einen festen Quark wählen oder etwas mehr Gelatine verwenden.
- Ein zu kurz gekühlter Kuchen schmiert beim Schneiden am Messer und verliert seine Form.
Ersatzzutaten
- Naturjoghurt kann durch cremigen griechischen Joghurt ersetzt werden, dann wird die Masse noch sahniger.
- Pfirsiche aus der Dose lassen sich durch gut abgetropfte Aprikosen oder Mandarinen aus der Dose ersetzen.
- Einen Teil des Zuckers kannst du durch Honig oder Agavendicksaft ersetzen, wenn du eine mildere Süße bevorzugst.
Zutaten
- Butterkekse buttrig - 200 g
- Butter geschmolzen - 80 g
- gemahlener Quark für Käsekuchen, glatt - 500 g
- Naturjoghurt cremig - 200 g
- Zucker - 120 g
- Vanillinzucker - 1 Päckchen
- Zitronensaft frisch gepresst - 2 Esslöffel
- Gelatinepulver oder 6 Blätter - 12 g
- Wasser zum Auflösen der Gelatine - 60 ml
- Pfirsiche aus der Dose abgetropft, in Scheiben geschnitten - 300 g
Zubereitung
- Eine Springform mit etwa 24 cm Durchmesser am Boden mit Backpapier auslegen. Die Butterkekse sehr fein zerbröseln – dazu in einen Beutel geben und mit einem Nudelholz zerkleinern oder in der Küchenmaschine mixen.
- Die Butter schmelzen und leicht abkühlen lassen. Sorgfältig mit den Keksbröseln vermischen, bis alles gleichmäßig feucht ist und die Masse in der Hand zusammengedrückt zu einem Klumpen hält, statt zu zerfallen.
- Die Keksmasse in die Springform geben, zu einer gleichmäßigen Schicht verteilen und mit einem Löffel oder dem Boden eines Glases fest andrücken, besonders am Rand. Der Boden soll kompakt und glatt sein. Bis zur Zubereitung der Käsemasse in den Kühlschrank stellen.
- Die Gelatine in einen kleinen Topf oder eine Schüssel geben, mit 60 ml kaltem Wasser übergießen, umrühren und 5–10 Minuten quellen lassen, bis sie das Wasser vollständig aufgenommen hat und ein dichter Gel entsteht, ohne trockene Körnchen.
- In einer großen Schüssel Quark, Joghurt, Zucker, Vanillinzucker und Zitronensaft verrühren, bis eine glatte, homogene Masse entsteht. Falls noch Quarkklümpchen sichtbar sind, die Masse kurz mit dem Stabmixer pürieren, bis sie ganz cremig ist.
- Die gequollene Gelatine sehr behutsam erhitzen (auf kleinster Stufe oder im Wasserbad) und dabei rühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat – die Flüssigkeit soll klar sein, darf aber nicht kochen. 2–3 Minuten beiseitestellen und leicht abkühlen lassen.
- 2–3 Esslöffel der Käsemasse zur warmen Gelatine geben und zügig verrühren, um sie anzugleichen. Diese Mischung unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zur restlichen Käsemasse gießen, bis die Konsistenz ganz gleichmäßig ist, ohne Klümpchen oder Streifen.
- Die Springform aus dem Kühlschrank nehmen. Die Käsemasse auf den gekühlten Boden gießen und die Oberfläche mit einer Palette oder einem Spatel glatt streichen. Die Pfirsiche sehr gut vom Sirup abtropfen lassen, mit Küchenpapier trocken tupfen, in Scheiben schneiden und oben auflegen, dabei leicht in die Masse drücken.
- Den Käsekuchen mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen, bis die Masse sich auf Fingerdruck federnd anfühlt und ein Messer glatt hindurchgleitet, ohne zu schmieren. Zum Schneiden das Messer in heißes Wasser tauchen und nach jedem Stück abwischen.
Aufbewahrung
Reste im Kühlschrank in einem geschlossenen Behälter oder gut abgedeckt in der Form aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Zum Einfrieren ist der Kuchen wegen der Gelatine und des Joghurts weniger geeignet – die Textur kann nach dem Auftauen wässrig und bröckelig werden.
Ich mache diesen Käsekuchen meistens, wenn eine Hitzewelle angekündigt ist und niemand im Haus auch nur an einen eingeschalteten Backofen denken möchte – dann rettet mir dieses Dessert regelmäßig die Situation bei unangekündigten Gästen. Manchmal bereite ich ihn auch abends vor einer längeren Reise zu, damit nach der Rückkehr ein fertiges, perfekt durchgekühltes Stück Süßes im Kühlschrank auf mich wartet.