Deutscher Auflauf mit Äpfeln und Nudeln – Apfel-Nudel-Auflauf Recipe

Ein süßer Auflauf aus Nudeln, Äpfeln und Quark, der in Deutschland oft als warmes Dessert oder süßes Mittagessen für Kinder serviert wird. Er ist eine Mischung aus Nudeln mit Quark und Apfelkuchen, alles in einer Form gebacken. Er duftet nach Zimt und Vanille und eignet sich hervorragend, um übrig gebliebene gekochte Nudeln zu verwerten.

Süße Nudelaufläufe mit Quark und Obst sind typisch für die Küche Süddeutschlands und Österreichs und werden dort oft als vollwertiges Mittagessen gegessen. Apfel‑Nudel‑Auflauf ist ein klassisches „Restegericht“, mit dem sich übrig gebliebene Nudeln vom Vortag und schon leicht schrumpelige Äpfel sinnvoll verwerten lassen.

Dieser deutsche Auflauf vereint drei Dinge, die man normalerweise getrennt isst: Nudeln, Quark und Äpfel mit Zimt – dadurch schmeckt er ein wenig wie Apfelkuchen auf Nudeln. In vielen deutschen Haushalten steht er als süßes Mittagessen für Kinder oder als warmes Dessert nach dem Sonntagsessen auf dem Tisch, besonders im Herbst, wenn die Apfelsaison beginnt. Der Zusatz von Rosinen und Vanille verleiht ihm eine leicht „puddingartige“ Note, bleibt dabei aber angenehm bodenständig und unkompliziert.

Warum diese Version funktioniert

  • Al dente gekochte Nudeln behalten beim Überbacken ihre Bissfestigkeit und verwandeln sich nicht in eine einzige klebrige Masse.
  • Eingeweichte und gut abgetropfte Rosinen entziehen dem Quark keine zusätzliche Flüssigkeit, sodass die Füllung cremig bleibt.
  • Sorgfältig zerkleinerter Quark ergibt eine glatte, „käsekuchenartige“ Masse ohne trockene Krümel im fertigen Auflauf.
  • Eine dünne Schicht Semmelbrösel in Butter verhindert das Ankleben und sorgt für leicht knusprige Ränder.
Deutscher Auflauf mit Äpfeln und Nudeln – Apfel-Nudel-Auflauf

Tipps vom Koch

Koche die Nudeln wirklich al dente – sind sie von Anfang an weich, werden sie nach dem Backen matschig und der Auflauf verliert seine Struktur. In dünne Scheiben geschnittene Äpfel werden schneller weich und karamellisieren leicht; wenn du deutlich spürbare Stücke magst, schneide sie in größere Würfel. Achte vor dem Backen darauf, dass die Quarkmasse gut verrührt ist und keine trockenen Quarkklümpchen mehr enthält – sonst bleiben innen „trockene Inseln“ zurück.

Serviervorschläge

Am besten leicht abgekühlt servieren, wenn die Masse bereits gestockt ist, das Innere aber noch warm ist – dann passt ein Klecks dicker Sahne oder Naturjoghurt besonders gut dazu. Zum Trinken eignen sich ein Glas kalte Milch, Kakao oder eine Tasse Tee mit Zitrone, wie bei einem Nachmittagskaffee nach einem Herbstspaziergang. Das Gericht eignet sich auch hervorragend als süße Mahlzeit im Homeoffice – ein Stück lässt sich in Ofen oder Mikrowelle schnell wieder aufwärmen, wenn du kurz zwischen zwei Online-Meetings Pause hast.

Worauf man achten sollte

  • Die Nudeln nicht zu lange mit kaltem Wasser abschrecken – sonst verlieren sie zu viel Stärke und die Masse haftet schlechter daran.
  • Zu dicke Apfelstücke können im Auflauf hart bleiben; Scheiben von ca. 3 mm Dicke werden gleichmäßig weich.
  • Den Auflauf nicht direkt nach dem Backen aus der Form heben – im heißen Zustand zerfällt er leicht beim Anschneiden.
  • Wenn die Mitte beim Bewegen der Form noch stark „schwappt“, den Auflauf einige Minuten länger backen, am besten mit Folie abgedeckt.

Ersatzzutaten

  • Statt halbfettem Quark kannst du auch speisefertigen „Kuchenquark“ aus dem Becher verwenden und die Milchmenge um ca. 2 Esslöffel reduzieren.
  • Rosinen lassen sich durch getrocknete Cranberrys oder fein gehackte getrocknete Aprikosen ersetzen.
  • Röhrennudeln oder Fusilli können durch Bandnudeln oder Lasagne‑Fleckerl ersetzt werden; wichtig ist, dass die Nudeln kurz und nicht zu dünn sind.
  • Vanillinzucker kannst du durch echten Vanillezucker oder ein paar Tropfen Vanilleextrakt ersetzen.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Nudeln - 250 g
  • Äpfel - 3 Stück
  • Quark - 250 g
  • Eier - 2 Stück
  • Milch - 150 ml
  • Zucker - 3 Esslöffel
  • Vanillinzucker - 1 Teelöffel
  • Zimt - 0.5 Teelöffel
  • Rosinen - 40 g
  • Butter - 20 g
  • Paniermehl - 2 Esslöffel
Hauptzutat: Nudeln

Zubereitung

  1. Die Nudeln in reichlich leicht gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung kochen, die Garzeit jedoch um 1–2 Minuten verkürzen, damit sie noch leicht bissfest sind. Abgießen, kurz mit kaltem Wasser abspülen und mit 1 EL Milch mischen, damit sie nicht zusammenkleben.
  2. Rosinen mit heißem Wasser übergießen und 5 Minuten quellen lassen, bis sie aufgehen und weich werden. Gründlich abgießen und auf Küchenpapier trocken tupfen – sie sollen feucht sein, aber ohne Wassertropfen.
  3. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben oder kleine Würfel von ca. 3 mm Dicke schneiden. Sehr saftige Äpfel leicht mit Küchenpapier abtupfen; sehr saure Äpfel kannst du mit 1 EL Zucker bestreuen.
  4. Quark in eine Schüssel geben und mit einer Gabel gründlich zerdrücken oder kurz mit dem Pürierstab mixen, bis er glatt ist. Eier, Milch, Zucker und Vanillinzucker dazugeben und zu einer gleichmäßigen, eher flüssigen Masse ohne Klümpchen verrühren.
  5. Die Konsistenz der Masse prüfen: Sie sollte leicht vom Löffel fließen und nur einen dünnen Film hinterlassen, ohne an eine dicke Paste zu erinnern. Falls nötig 1–2 EL Milch zugeben oder etwas Quark unterrühren.
  6. Die abgekühlten Nudeln, die Rosinen und die Hälfte des Zimts zur Quarkmasse geben. Vorsichtig, aber gründlich mischen – jedes Nudelstück soll von der Masse umhüllt sein, ohne trockene, zusammengeklebte Klumpen.
  7. Eine Auflaufform (ca. 20×25 cm) sorgfältig mit Butter ausstreichen, auch die Seiten. Mit Semmelbröseln ausstreuen und die Form drehen, bis überall eine dünne, gleichmäßige Schicht entstanden ist; überschüssige Brösel wieder in eine Schüssel zurückgeben.
  8. Die Hälfte der Äpfel gleichmäßig auf dem Boden der Form verteilen, ohne große Lücken. Die gesamte Nudel‑Quark‑Masse daraufgeben, die Oberfläche mit einem Löffel glattstreichen und leicht andrücken, damit keine großen Hohlräume bleiben.
  9. Die restlichen Äpfel dachziegelartig überlappend auf der Oberfläche verteilen und mit dem übrigen Zimt bestreuen. Wer eine stärker karamellisierte Oberfläche mag, bestäubt alles zusätzlich dünn mit 1 EL Zucker.
  10. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form auf die mittlere Schiene stellen und 30–35 Minuten backen, bis die Ränder deutlich gebräunt sind und die Mitte beim Bewegen der Form nur noch leicht zittert, aber nicht mehr flüssig ist.
  11. Den Auflauf aus dem Ofen nehmen und 10–15 Minuten abkühlen lassen, damit er leicht fest wird – die Oberfläche kann dabei etwas einsacken. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben oder mit einem Löffel griechischem Joghurt oder Schlagsahne reichen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen im Backofen oder in der Mikrowelle erhitzen; bei Bedarf mit etwas Milch beträufeln, damit der Auflauf nicht zu trocken wird.

Autor Marek Krokosiński

Ich mache diesen Auflauf meistens dann, wenn nach der Sonntagsbrühe noch eine Handvoll Nudeln übrig ist und in der Obstschale zwei, drei leicht schrumpelige Äpfel liegen. Es braucht buchstäblich 10 Minuten Arbeit, und schon duftet das ganze Haus wie die kleine Konditorei am Bahnhof in München, in die ich zwischen zwei Umstiegen immer kurz hineinschaue.

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