Deutsche Suppe mit Leberknödeln (Leberknödelsuppe) Recipe
Leberknödelsuppe ist eine sättigende Suppe aus Süddeutschland, in der zarte Leberknödel schwimmen. In Bayern und der Pfalz wird sie oft als wärmende Vorspeise an kalten Tagen oder bei Familienessen serviert. Sie schmeckt ein bisschen wie eine Mischung aus klarer Brühe und hausgemachter Pastete – aber in einer leichten, löffelbaren Version.
Leberknödelsuppe ist die Essenz Süddeutschlands – eine klare Brühe mit Gemüse und weichen Leberknödeln, die wie eine leichte Pastete in Löffelform schmecken. Durch Muskatnuss und gedünstete Zwiebeln bekommen die Knödel ein tiefes, würziges Aroma und bleiben gleichzeitig zart und fluffig – ganz anders als typische polnische Innereien-Suppen.
Tipps vom Koch
Die Brühe sollte nur sanft simmern – zu starkes Kochen lässt die Knödel zerfallen und macht die Suppe trüb. Die Masse für die Knödel unbedingt volle 15 Minuten im Kühlschrank kühlen und mit angefeuchteten Händen formen, dann werden die Kugeln glatt und kleben nicht. Wenn du unsicher bist, ob die Konsistenz stimmt, koche zuerst einen Probeknödel: Zerfällt er, gib noch etwas mehr Semmelbrösel dazu.
Serviervorschläge
Diese Suppe ist eine ideale Vorspeise für das Sonntagsessen, besonders im Herbst oder Winter, wenn man von einem langen Spaziergang oder vom Weihnachtsmarkt nach Hause kommt. Serviere sie mit einer Scheibe Roggenbrot mit Butter oder einem einfachen Gurkensalat – mehr Beilagen braucht es nicht, denn die Suppe ist an sich schon sehr sättigend. Dazu passt ein leichtes Weißwein wie ein halbtrockener Riesling oder einfach heißer Tee, wenn du sie als spätes Abendessen unter der Woche servierst.
Zutaten
- Geflügelleber - 250 g
- Weizenbrötchen - 2 Stück
- Milch - 150 ml
- Ei - 1 Stück
- Zwiebel - 1 Stück
- Butter - 20 g
- Petersilie, gehackt - 2 Esslöffel
- Semmelbrösel - 3 Esslöffel
- Geflügelbrühe - 1.5 l
- Möhre - 2 Stück
- Knollensellerie - 80 g
- Salz
- Schwarzer Pfeffer
- Muskatnuss, gemahlen - 0.25 Teelöffel
Zubereitung
- Brötchen in Würfel schneiden, in eine Schüssel geben und mit warmer Milch übergießen. 10 Minuten stehen lassen, bis sie vollständig weich sind.
- Die Leber von Häutchen und Adern befreien, unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. In kleinere Stücke schneiden.
- Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten dünsten, bis sie weich und leicht glasig ist, aber nicht bräunt. Zum Abkühlen beiseitestellen.
- Die Leber im Mixer oder Fleischwolf zu einer glatten Masse pürieren. Die gut ausgedrückten Brötchen, die gedünstete Zwiebel, das Ei, die gehackte Petersilie, Muskatnuss, Salz und Pfeffer hinzufügen.
- Alles gründlich vermischen. Die Semmelbrösel zugeben, beginnend mit 2 Esslöffeln, und wieder gut vermengen. Die Masse soll dick, aber noch leicht klebrig sein. Ist sie zu weich, noch 1 Esslöffel Semmelbrösel hinzufügen. Die Masse 15 Minuten im Kühlschrank kalt stellen, damit sie fester wird.
- In einem großen Topf die Brühe zum Kochen bringen. Möhre und Sellerie schälen, in kleine Würfel schneiden und in die Brühe geben. Bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist.
- Aus der Lebermasse mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln in Walnussgröße formen. Vorsichtig in die leicht siedende Brühe geben – die Flüssigkeit soll nur sanft „simmern“ und nicht stark kochen.
- Die Leberknödel 12–15 Minuten bei kleiner Hitze gar ziehen lassen. Nach einigen Minuten steigen sie an die Oberfläche – dann die Hitze noch etwas reduzieren, damit sie nicht zerfallen.
- Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Heiß servieren und mit zusätzlicher gehackter Petersilie bestreuen.
Aufbewahrung
Die Suppe im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter 2–3 Tage aufbewahren und bei niedriger Hitze langsam in der Brühe erwärmen, damit die Leberknödel nicht zerfallen. Zum Einfrieren die Knödel am besten separat garen und portionsweise einfrieren; beim Aufwärmen in heißer Brühe ziehen lassen.