Deutsche Kartoffelklöße – Kartoffelklöße aus gekochten Kartoffeln Recipe

Kartoffelklöße sind weiche, große Kartoffelklöße, die in Deutschland oft zu Braten und Saucen serviert werden. In vielen Regionen sind sie eine Pflichtbeilage zum Sonntagsbraten oder zur festlichen Ente. Im Geschmack erinnern sie etwas an polnische schlesische Klöße, sind aber meist größer und luftiger.

Kartoffelklöße sind typisch für Süddeutschland, besonders für Bayern und Franken, wo sie klassisch zu Braten und Rotkohl serviert werden. In vielen Haushalten sind sie eine unverzichtbare Beilage zum festlichen Braten mit viel Soße.

Kartoffelklöße sind die Quintessenz des deutschen Sonntagsessens – große, fluffige Klöße, die Sauce wie ein Schwamm aufsaugen. Im Vergleich zu polnischen schlesischen Klößen sind sie zarter, weicher und verbergen oft eine kleine Überraschung im Inneren in Form von buttrigem Paniermehl. Ihr neutraler, leicht muskatiger Geschmack hebt jedes Stück Braten oder Gulasch auf ein höheres Niveau.

Warum diese Version funktioniert

  • Die „Viertel-Kartoffel-Methode“ passt die Mehlmenge automatisch an die jeweilige Kartoffelcharge an.
  • Sorgfältiges Abdampfen und vollständiges Auskühlen der Kartoffeln sorgt für leichte statt gummiartige Klöße.
  • Sanft siedendes, nur leicht zitterndes Wasser schützt die Klöße vor dem Aufplatzen und verhindert, dass die Füllung austritt.
  • Die buttrige Semmelbrösel-Füllung gibt zusätzlichen Geschmack und verhindert trockene Kloßmitten.
Deutsche Kartoffelklöße – Kartoffelklöße aus gekochten Kartoffeln

Tipps vom Koch

Das Wichtigste ist, die Kartoffeln gründlich ausdampfen zu lassen und vollständig abkühlen zu lassen – sind sie zu feucht oder noch warm, werden die Klöße gummiartig und schwer. Beim Formen der Kugeln die Hände mit kaltem Wasser anfeuchten, dann klebt der Teig weniger und die Oberfläche der Klöße wird glatt. Das Kochwasser sollte nur leicht „zittern“ und nicht heftig kochen, sonst können die Klöße zerfallen oder aufreißen.

Serviervorschläge

Am besten schmecken sie mit dunkler Bratensauce, Rindergulasch oder Bratenente – ein ideales Gericht für ein ruhiges, ausgedehntes Wochenendessen. Serviere dazu warmes Rotkraut oder einen einfachen Weißkohlsalat, um die Weichheit des Gerichts zu durchbrechen. Dazu passen ein Rotwein mit milden Tanninen oder einfach selbstgemachter Apfel-Pflaumen-Kompott.

Worauf man achten sollte

  • Streue nicht reflexartig mehr Mehl dazu – harte, gummiartige Klöße sind ein Zeichen für zu viel Mehl.
  • Wenn das Wasser zu stark kocht, können die Klöße aufplatzen und die Füllung verlieren.
  • Risse in den rohen Klößen sorgfältig mit nassen Händen glattstreichen, sonst zerfallen sie im Wasser.
Vorbereitungszeit
35 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
6

Zutaten

  • Kartoffeln - 1.2 kg
  • Kartoffelstärke - 120 g
  • Eier - 2 Stück
  • Salz - 1.5 Teelöffel
  • Muskatnuss frisch gerieben - 0.25 Teelöffel
  • Paniermehl - 3 Esslöffel
  • Butter - 20 g
Hauptzutat: Kartoffeln

Zubereitung

  1. Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden, in einen großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken, 1 Teelöffel Salz zugeben und ab dem Aufkochen 20–25 Minuten kochen, bis sie sehr weich sind.
  2. Die gekochten Kartoffeln abgießen und 5 Minuten ohne Deckel stehen lassen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampfen kann. Anschließend die noch heißen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder sehr gründlich mit einem Stampfer zerdrücken, sodass keine Klümpchen bleiben.
  3. Die gepressten Kartoffeln in eine große Schüssel geben, die Oberfläche mit einem Löffel glattstreichen und vollständig auskühlen lassen. Das ist wichtig, denn heiße Kartoffeln nehmen zu viel Stärke auf.
  4. Wenn die Kartoffeln kalt sind, die Masse in der Schüssel gedanklich in vier gleiche Teile teilen. Einen Teil mit einem Löffel herausnehmen und beiseitelegen. In die entstandene Lücke die Kartoffelstärke geben und die beiseitegelegten Kartoffeln wieder hinzufügen.
  5. Eier, 0,5 Teelöffel Salz und Muskatnuss zugeben. Mit den Händen zügig einen weichen, homogenen Teig kneten. Wenn der Teig sehr an den Händen klebt, noch 1–2 Esslöffel Kartoffelstärke zugeben, aber nicht übertreiben, damit die Klöße nicht hart werden.
  6. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen, Paniermehl zugeben und bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten unter Rühren rösten, bis es goldbraun und knusprig ist. Etwas abkühlen lassen.
  7. Aus dem Teig mit angefeuchteten Händen Kugeln in der Größe einer kleinen Mandarine formen. In die Mitte jeder Kugel nach Wunsch je einen halben Teelöffel des gerösteten Paniermehls geben und die Kugel sorgfältig verschließen, sodass die Füllung vollständig umschlossen ist.
  8. In einem großen Topf reichlich Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur leicht „zittert“ und nicht stark sprudelnd kocht.
  9. Die Klöße portionsweise vorsichtig ins Wasser geben. Nachdem alle im Topf sind, sehr behutsam mit einem Löffel umrühren, damit sie nicht am Boden festkleben.
  10. Die Klöße 10–12 Minuten ab dem Zeitpunkt garen, an dem sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und sofort servieren, am besten mit Bratensauce oder Gulasch.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Ja

Gekochte Kartoffelklöße schmecken frisch am besten, lassen sich aber im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren. Am nächsten Tag kannst du sie in Scheiben schneiden und in Butter goldbraun anbraten oder vorsichtig in heißem, nicht kochendem Wasser erwärmen.

Autor Marek Krokosiński

Ich mache sie meistens, wenn ein „großes“ Sonntagsessen geplant ist und ich weiß, dass ich am nächsten Tag die Reste mit Sauce als schnelles Montagsmittagessen aufwärmen kann. Manchmal esse ich einen Kloß einfach pur, nur mit etwas Butter aus der Pfanne und Salz – wie ein kleines Kartoffelbrötchen.

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