Chinesische Weizennudeln mit Hähnchen und Erdnüssen Recipe
Diese Nudeln mit Hähnchen und Erdnüssen sind eine einfache, hausgemachte Version beliebter chinesischer Wokgerichte. Ein bisschen wie eine Mischung aus Pfannennudeln und Salat – viele Gemüse, knusprige Erdnüsse und eine aromatische Sauce. Ideal für ein schnelles Abendessen unter der Woche, wenn du Lust auf etwas anderes hast als klassische Pasta mit Tomatensauce.
Dieses Gericht lehnt sich an einfache Pfannengerichte aus Nordchina an, wo Weizennudeln häufig den Reis ersetzen. Geschmacklich erinnert es an den Gong-Bao-Stil, allerdings in einer milderen, weniger öligen Variante.
Chinesische Weizennudeln mit Hähnchen und Erdnüssen sind eine einfache, hausgemachte Version von Wokgerichten, in der sich elastische Nudeln, saftiges Fleisch und knusprige Extras verbinden. Der Geschmack lebt von kräftigem Umami, Knoblauch und einer leichten Schärfe, während die Erdnüsse eine angenehme Textur wie in beliebten Gong-Bao-Gerichten beisteuern. Eine tolle Alternative zu Pasta mit Tomatensauce, wenn du Lust auf etwas Asiatisches hast, aber ohne komplizierte Zutaten auskommen möchtest.
Warum diese Version funktioniert
- Die Nudeln werden leicht untergart und garen im Anschluss in der Sauce fertig, sodass sie elastisch bleiben und nicht weich werden.
- In dünne Streifen geschnittenes Hähnchen bräunt schnell und bleibt innen saftig – auch in einer normalen Pfanne ohne Wok.
- Die Erdnüsse werden separat angeröstet, dadurch behalten sie ihr Aroma und eine ausgeprägte Knusprigkeit.
- Eine Sauce aus wenigen, leicht erhältlichen Zutaten sorgt für deutlich asiatisches Aroma, ohne schwer zu findende Spezialzutaten.
Tipps vom Koch
Koche die Nudeln eine Minute kürzer als auf der Packung angegeben, da sie in der Pfanne mit der Sauce noch nachgaren – so bleiben sie bissfest und werden nicht weich und matschig. Schneide das Hähnchen in dünne Streifen und brate es kurz in gut erhitztem Fett in Portionen, damit es bräunt und nicht im eigenen Saft schmort. Die Erdnüsse am besten kurz vor dem Servieren in einer trockenen Pfanne anrösten – so werden ihr Aroma intensiver und ihre Knusprigkeit deutlicher.
Serviervorschläge
Sofort nach der Zubereitung servieren, großzügig mit geröstetem Sesam, frischem Koriander oder Schnittlauch und für alle, die möchten, mit einer zusätzlichen Handvoll Erdnüssen bestreut. Das Gericht eignet sich hervorragend als schnelles Abendessen unter der Woche oder als „Serienschüssel“ am Freitagabend. Dazu passen ein leichtes Bier, Wasser mit Limette oder ungesüßter Eistee.
Worauf man achten sollte
- Die Pfanne nicht mit Hähnchen überfüllen – wenn die Stücke übereinander liegen, lieber in zwei Durchgängen braten, sonst beginnt das Fleisch zu schmoren.
- Die Nudeln verkochen leicht; nimm sie vom Herd, wenn sie in der Mitte noch leicht fest sind.
- Die Sauce mit Knoblauch und Ingwer nicht auf eine völlig trockene, stark rauchende Pfanne gießen, sonst verbrennt der Knoblauch schnell und wird bitter.
Ersatzzutaten
- Asiatische Weizennudeln kannst du durch dicke Spaghetti ersetzen, die du al dente kochst.
- Hähnchenbrust lässt sich durch entbeinte Hähnchenschenkel ersetzen, in dünne Streifen geschnitten.
- Erdnüsse kannst du durch Cashewkerne oder Mandelstifte austauschen.
- Chinakohl oder Pak Choi lässt sich durch eine Mischung aus Grünkohl und Weißkohl ersetzen, jeweils dünn geschnitten.
Zutaten
- asiatische Weizennudeln z. B. Ramen- oder chinesische Nudeln; kann durch Spaghetti ersetzt werden - 200 g
- Hähnchenbrust ohne Knochen und Haut - 250 g
- Paprika mittelgroß - 1 Stück
- Möhre mittelgroß - 1 Stück
- Kohl gehackt - 120 g
- ungesalzene Erdnüsse leicht gehackt - 40 g
- Sojasauce - 3 Esslöffel
- Reisessig oder Apfelessig - 1 Esslöffel
- Pflanzenöl zum Braten - 2 Esslöffel
- Sesamöl für das Aroma - 1 Teelöffel
- Knoblauch fein gehackt - 2 Zehe
- frischer Ingwer Stück ca. 2 cm, gerieben - 10 g
- Chilipaste oder Chiliflocken oder weniger, nach Geschmack - 0.5 Teelöffel
- Zucker - 1 Teelöffel
- Wasser für die Sauce - 3 Esslöffel
Zubereitung
- Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, die Garzeit aber um ca. 1 Minute verkürzen, bis sie in der Mitte noch leicht elastisch sind. Abgießen, kurz mit kaltem Wasser abspülen und mit etwas Öl vermengen, damit die Stränge glatt sind und nicht zusammenkleben.
- Hähnchenbrust von Häutchen befreien und in dünne, etwa 1 cm breite Streifen schneiden, damit sie schnell garen. Paprika in dünne Streifen schneiden, Möhre in Stifte oder sehr dünne Halb- bzw. Scheiben, den Kohl in feine Streifen – die Stücke sollten ähnlich dick sein, damit sie gleichmäßig weich werden.
- Erdnüsse in einer trockenen Pfanne 2–3 Minuten bei mittlerer Hitze rösten, bis sie leicht goldbraun sind und intensiv duften; sofort in eine Schüssel geben, damit sie nicht zu dunkel werden. Knoblauch und Ingwer fein hacken oder auf einer feinen Reibe reiben.
- In einer kleinen Schüssel Sojasauce, Reisessig, Sesamöl, Zucker, Wasser, Chili (Paste oder Flocken), Knoblauch und Ingwer verrühren. Rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und eine einheitliche, glänzende Sauce entsteht, die deutlich salzig-süß-säuerlich mit einer leichten Schärfe schmeckt.
- In einer großen, breiten Pfanne 1 EL Öl bei starker Hitze erhitzen, bis es leicht zu „wellen“ beginnt. Das Hähnchen in einer Lage zugeben und 4–5 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis die Stücke innen nicht mehr rosa sind und stellenweise gebräunt; falls sie übereinander liegen, in zwei Durchgängen braten.
- Das gebratene Hähnchen auf einen Teller geben. In derselben Pfanne den zweiten Esslöffel Öl erhitzen, Möhre und Paprika zugeben und 3–4 Minuten bei recht hoher Hitze braten, bis sie weich werden, aber beim Hineinbeißen noch leicht knackig und vom Fett glänzend sind, ohne dunkle Brandstellen.
- Den Kohl zugeben und 1–2 Minuten braten, bis die Blätter deutlich zusammenfallen und die hellen Teile halbtransparent und leicht glasig werden. Beginnt das Gemüse zu stark trocken anzubraten, 1–2 EL Wasser zugeben – es soll nur kurz zischend verdampfen.
- Nudeln und Hähnchen zum Gemüse geben. Die vorbereitete Sauce angießen, die Hitze hochstellen und 2–3 Minuten unter häufigem Wenden (z.B. mit Zange) braten, bis die Nudeln gleichmäßig gefärbt und schön glatt sind und fast keine helle, wässrige Flüssigkeit mehr auf dem Pfannenboden steht.
- Zum Schluss den Großteil der Erdnüsse einstreuen und kurz untermischen. Sofort servieren und auf den Tellern mit den restlichen Erdnüssen sowie – falls gewünscht – frischem Koriander oder Schnittlauch bestreuen; das Gericht soll intensiv nach Knoblauch, Ingwer und gerösteten Nüssen duften.
Aufbewahrung
Reste nach dem Abkühlen luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1–2 Tagen verzehren. Zum Aufwärmen am besten in einer Pfanne mit einem Schluck Wasser oder Öl kurz anbraten, damit die Nudeln wieder weich und aromatisch werden.
Diese Nudeln mache ich meist an Tagen, an denen der Kalender voll mit Terminen ist und ich buchstäblich 20 Minuten zwischen Laptop zuklappen und dem Aufbruch, um das Kind vom Kurs abzuholen, habe. Ich lege mir immer eine Portion in eine Box zurück – am nächsten Tag, in der Pfanne aufgewärmt, schmeckt sie fast noch besser, weil die Sauce dann richtig in die Nudeln eingezogen ist.