Chinesische Pfannküchlein aus Jasminreis mit Gemüse Recipe

Pfannküchlein aus Jasminreis mit Gemüse sind eine clevere Art, übrig gebliebenen Reis vom Vortag zu verwerten. In China wird nichts verschwendet – aus gekochtem Reis entstehen Snacks, die man mit zur Arbeit oder in die Schule nehmen kann. Diese kleinen Küchlein sind außen knusprig, innen weich und voller bunter Gemüse. Sie schmecken großartig mit Sojasauce oder einem süß-scharfen Dip.

In vielen asiatischen Haushalten wird überschüssiger Reis zu kleinen Pfannkuchen oder Küchlein verarbeitet, statt ihn wegzuwerfen – eine häusliche, informelle Art zu kochen, die man auf Restaurantkarten eher selten findet.

Diese Pfannküchlein zeigen den asiatischen „Zero-Waste“-Ansatz – aus Reis vom Vortag entsteht ein vollwertiger Snack, der frisch gekochten Gerichten in nichts nachsteht. Jasminreis wird beim Anbraten außen knusprig, innen weich und leicht klebrig, und das bunte Gemüse bringt Süße und Struktur hinein. Es ist etwas zwischen einem Reisküchlein und einem kleinen Gemüsebratling in asiatischer Interpretation.

Warum diese Version funktioniert

  • Die Verwendung von kaltem Reis vom Vortag sorgt dafür, dass die Küchlein kompakt bleiben und in der Pfanne nicht zerfallen.
  • Kartoffel- oder Maisstärke wirkt wie ein Kleber, der Reis und Gemüse verbindet, ohne eine schwere, mehlige Struktur zu erzeugen.
  • Ein kurzes Ruhenlassen der Masse gibt Stärke und Ei Zeit, den Reis zu binden, sodass sich die Küchlein leichter formen und wenden lassen.
  • Braten bei mittlerer statt hoher Hitze sorgt für eine gleichmäßige goldene Farbe und Knusprigkeit, ohne dass die Oberfläche verbrennt.
Chinesische Pfannküchlein aus Jasminreis mit Gemüse

Tipps vom Koch

Verwende gut ausgekühlten, am besten vom Vortag stammenden Reis – frischer Reis ist zu feucht und die Küchlein würden zerfallen oder zu viel Fett aufsaugen. Die Masse am besten kurz ruhen lassen, damit sich der Reis mit dem Ei verbindet; ist sie zu krümelig, etwas Kartoffel- oder Weizenmehl hinzufügen. Bei mittlerer Hitze und mit Geduld braten – zu hohe Temperatur bräunt sie außen zu schnell, während das Innere kalt bleibt.

Serviervorschläge

Serviere die Pfannküchlein warm mit einem Schälchen Sojasauce, süß-scharfer Sauce oder einem einfachen Dip aus Mayonnaise und Chili – perfekt als Snack zum „Nebenher-Naschen“ beim Brettspielabend. Du kannst sie auch in eine Lunchbox packen und als Alternative zu klassischen Sandwiches mit in die Uni oder ins Büro nehmen. Sie schmecken gut mit einem leichten Gurkensalat oder einem einfachen Blattsalat mit Sesam-Dressing.

Worauf man achten sollte

  • Frisch gekochter, noch warmer Reis ist zu feucht – die Küchlein werden zerfallen und sehr viel Fett aufsaugen.
  • Wenn du den Fladen zu früh wenden willst, reißt er und fällt auseinander – warte, bis die Unterseite deutlich gebräunt ist.

Ersatzzutaten

  • Jasminreis kannst du durch anderen Langkornreis ersetzen, solange er gut ausgekühlt und trocken ist.
  • Tiefgekühlte Erbsen lassen sich durch fein gewürfelte Paprika oder gut abgetropften Mais aus der Dose ersetzen.
  • Kartoffelstärke kann in gleicher Menge durch Mais- oder Tapiokastärke ersetzt werden.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
35 Min
Portionen
4

Zutaten

  • gekochter Jasminreis (am besten vom Vortag) - 350 g
  • Eier - 2 Stücke
  • Möhre (fein gerieben) - 1 Stück
  • tiefgekühlte grüne Erbsen (ca. 1/2 Tasse, aufgetaut) - 60 g
  • Zwiebel (fein gehackt) - 2 Stücke
  • Sojasauce - 1.5 Esslöffel
  • Kartoffel- oder Maisstärke (hilft, die Küchlein zu binden) - 2 Esslöffel
  • Öl - 3 Esslöffel
  • Pfeffer - 0.25 Teelöffel
  • Salz (nach Geschmack, vorsichtig dosieren, da Sojasauce salzig ist)
Hauptzutat: Jasminreis

Zubereitung

  1. Wenn der Reis sehr fest zusammenklebt, mit einer Gabel auflockern, damit sich die Körner trennen. Du kannst ihn kurz in der Mikrowelle erwärmen, dann lässt er sich leichter mischen.
  2. Die Möhre fein reiben. Die Zwiebel fein hacken. Die Erbsen auftauen und gut abtropfen lassen.
  3. In einer großen Schüssel Reis, Möhre, Erbsen, Zwiebel, Sojasauce, Pfeffer und Stärke vermengen.
  4. Eier hinzufügen und alles mit der Hand oder einem Löffel gründlich vermischen, bis eine dicke, klebrige Masse entsteht. Ist die Masse zu flüssig, noch 1 Esslöffel Stärke zugeben; ist sie zu trocken und klebt nicht, 1 Esslöffel Wasser hinzufügen.
  5. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze eine dünne Schicht Öl erhitzen. Die Masse mit einem Löffel portionsweise in die Pfanne geben und kleine Küchlein formen, leicht flach drücken.
  6. Die Pfannküchlein 3–4 Minuten pro Seite braten, bis sie goldbraun und an den Rändern knusprig sind. Nicht zu früh wenden, damit sie nicht zerfallen.
  7. Die fertigen Küchlein auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen, damit überschüssiges Fett aufgesaugt wird.
  8. Warm mit Sojasauce oder deinem Lieblings-Dip, z.B. einer süß-scharfen Sauce, servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Ja

Die ausgekühlten Pfannküchlein im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 2–3 Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen im Ofen oder in der Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, bis sie wieder knusprig sind. Zum Einfrieren die Küchlein nebeneinander vorfrieren und dann in einen Beutel oder Behälter geben, damit sie nicht zusammenkleben.

Autor Marek Krokosiński

Ich brate diese Pfannküchlein meistens am Sonntagabend, wenn im Topf noch Reis vom „chinesischen“ Samstagessen übrig ist und niemand Lust auf eine weitere Portion Aufgewärmtes hat. Einen Teil essen wir sofort, den Rest packe ich den Kindern für Montag in die Lunchbox.

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