Champignonsuppe mit Nudeln und Dill Recipe
Champignonsuppe ist eine dieser hausgemachten Suppen, die nach Kindheit und einem ruhigen Samstag duften. In vielen polnischen Haushalten kommt sie als schnelles Mittagessen auf den Tisch, wenn Champignons und etwas Pasta im Kühlschrank sind. Sie ist mild, cremig im Geschmack (auch ohne Pürieren) und sehr sättigend. Sie erinnert ein wenig an eine italienische Minestrone, nur in einer stark champignonbetonten Version und mit Dill statt Basilikum.
Diese Champignonsuppe hat etwas von einem Samstagsmittagessen nach dem Wohnungsputz – sie ist einfach, duftet aber, als hätte sie den ganzen Tag auf dem Herd gestanden. Die Kombination aus angebratenen Champignons, Wurzelgemüse und Dill ergibt einen tiefen, buttrig-pilzigen Geschmack, ganz ohne Pürieren. Durch die Nudeln erinnert sie eher an eine Schüssel sättigendes Comfort Food als an eine leichte Vorsuppe.
Tipps vom Koch
Brate die Champignons in gut erhitztem Fett, bis sie Flüssigkeit abgegeben haben und leicht bräunen – dann bekommt die Suppe einen ausgeprägteren, „pilzigen“ Charakter. Das Wurzelgemüse nicht zu Mus verkochen, es soll weich sein, aber seine Form behalten – nach 15–20 Minuten mit einer Gabel prüfen. Den Dill ganz zum Schluss, nach dem Herunternehmen der Suppe vom Herd, hinzufügen, damit er seine Farbe und sein Aroma behält.
Serviervorschläge
Am besten in tiefen Schüsseln mit kräftigem Bauernbrot oder einer Scheibe Roggenbrot servieren, das die cremige Brühe aufsaugt. Dazu passt ein Glas Apfelkompott oder ein leicht trockenes Weißwein, wenn es ein später Samstagsmittag ist. Die Suppe lässt sich gut aufwärmen und eignet sich daher auch als Montags-Lunch im Thermosbehälter.
Zutaten
- Champignons (frisch) - 400 g
- Möhre - 2 Stück
- Petersilienwurzel - 1 Stück
- Knollensellerie (ein kleines Stück) - 0.25 Stück
- Zwiebel (mittelgroß) - 1 Stück
- Knoblauch - 2 Zehen
- Butter (kann halb und halb mit Öl sein) - 2 Esslöffel
- Öl - 1 Esslöffel
- Gemüse- oder Hühnerbrühe (hausgemacht oder aus einem Würfel guter Qualität) - 1.5 l
- Sahne 30 % (18 % Kochsahne ist auch möglich) - 100 ml
- kleine Nudeln (z.B. Fadennudeln, Sternchen) - 120 g
- frischer Dill (gehackt) - 3 Esslöffel
- Salz (zum Abschmecken)
- Pfeffer (zum Abschmecken)
Zubereitung
- Möhre, Petersilienwurzel und Sellerie schälen und in kleine Würfel oder dünne Halbringe schneiden.
- Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken.
- Champignons putzen, die trockenen Stielenden abschneiden. In dünne Scheiben schneiden.
- In einem großen Topf Butter mit Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten unter Rühren anschwitzen, bis sie weich und leicht glasig, aber nicht gebräunt ist.
- Knoblauch hinzufügen und etwa 30 Sekunden mitbraten, bis er intensiv duftet.
- Die geschnittenen Champignons zugeben. 6–8 Minuten bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren braten, bis sie Saft abgeben, ein Teil der Flüssigkeit verdampft und die Pilze an den Rändern leicht bräunen.
- Möhre, Petersilienwurzel und Sellerie hinzufügen. Vermischen und 3–4 Minuten mitbraten, damit das Gemüse etwas Temperatur annimmt und zu weich werden beginnt.
- Brühe angießen, umrühren und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, den Topf abdecken und 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
- In einem separaten kleinen Topf die Nudeln in Salzwasser nach Packungsanweisung kochen, die Garzeit jedoch um 1 Minute verkürzen, damit sie nicht zerkochen. Abgießen.
- Sahne in eine Tasse gießen, einige Löffel heiße Suppe hinzufügen, verrühren und dann alles zurück in den Topf geben. Umrühren und 2–3 Minuten bei kleiner Hitze erwärmen, ohne stark kochen zu lassen.
- Gekochte Nudeln und gehackten Dill hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ist die Suppe zu dick, etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
- Heiß mit einer extra Portion Dill obendrauf servieren.
Aufbewahrung
Die Suppe hält sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter 2–3 Tage. Am besten die Nudeln getrennt aufbewahren oder frisch kochen, damit sie nicht zu weich werden. Vor dem Servieren langsam auf dem Herd erwärmen, ohne stark zu kochen.