Bulgur-Auflauf mit Hähnchen und Gemüse Recipe

Dieser Auflauf ist eine polnische Antwort auf nahöstliche Gerichte mit Bulgur – aber aus dem Ofen, so wie wir es mögen. Hähnchen, buntes Gemüse und Bulgur ergeben eine vollständige Mahlzeit in einer Form, die sich am nächsten Tag leicht mit zur Arbeit nehmen lässt. Der Geschmack erinnert ein wenig an Letscho, nur dass es statt Brot Bulgur gibt, der mit Käse überbacken wird.

Bulgur ist in der türkischen und nahöstlichen Küche sehr beliebt und wird dort häufig mit Tomaten und Paprika kombiniert. Hier erscheint er in einer typisch polnischen Auflaufform mit Käse, was den Zugang zu dieser bei uns weniger bekannten Getreidesorte erleichtert.

Dieses Gericht verbindet die in der polnischen Küche bekannte Auflauf-Form mit dem eher nahöstlichen Charakter von Bulgur und Paprikagewürzen. Es schmeckt wie ein herzhaftes Letscho, aber statt einer Brotscheibe bekommst du eine vollwertige Mahlzeit in einer Form – mit Fleisch, Gemüse und Getreide. Durch das Überbacken mit Käse bekommt alles einen angenehm gemütlichen, „hausgemachten“ Charakter, den man nur in der Pfanne kaum erreicht.

Warum diese Version funktioniert

  • Al dente gegarter Bulgur zerkocht beim Überbacken nicht und bleibt angenehm körnig.
  • Kräftiges Anbraten des Hähnchens vor dem Schmoren verleiht dem Gericht einen intensiveren, „fleischigen“ Geschmack.
  • Die Sauce wird vor dem Mischen mit dem Bulgur einreduziert, sodass der Auflauf nicht in einer wässrigen Flüssigkeit schwimmt.
  • Der Käse auf der Oberfläche schließt die Feuchtigkeit im Inneren ein, sodass das Innere auch nach dem Aufwärmen saftig bleibt.
Bulgur-Auflauf mit Hähnchen und Gemüse

Tipps vom Koch

Achte darauf, dass der Bulgur nur al dente gekocht ist – beim Überbacken wird er noch etwas weicher, also koche ihn nicht zu lange, damit er nicht matschig wird. Brate das Hähnchen in der Pfanne gut an, bis sich goldene Ränder bilden – das bringt viel Geschmack in den ganzen Auflauf, besonders wenn du ihn am nächsten Tag wieder aufwärmen möchtest. Wenn dir die Tomatensauce zu flüssig vorkommt, lass sie 2–3 Minuten länger einkochen, sonst kann sich am Boden der Form überschüssige Flüssigkeit sammeln.

Serviervorschläge

Mit einem einfachen Gurkensalat mit Joghurt oder einem klassischen Krautsalat servieren, um dem wärmenden Auflauf etwas Frische zu geben. Dazu passt ein leicht trockener Rotwein oder einfach ein Glas hausgemachter Kompott, wenn du das Gericht für die ganze Familie servierst. Es ist ein sehr praktisches Essen für Tage, an denen du weißt, dass du spät von der Arbeit nach Hause kommst – du kannst alles vorbereiten und dann nur noch in den Ofen schieben, während du die Einkäufe auspackst.

Worauf man achten sollte

  • Koche den Bulgur nicht zu lange wie Pasta – er zerfällt und wird nach dem Überbacken breiig.
  • Wenn die Tomaten sehr wässrig sind, lass die Sauce länger einkochen, bis sie eindickt, sonst sammelt sich Flüssigkeit am Boden der Form.
  • Übertreibe es nicht mit scharfem Paprikapulver – beim Überbacken konzentriert sich der Geschmack und die Schärfe nimmt deutlich zu.

Ersatzzutaten

  • Das Hähnchen kannst du durch Pute oder durch Hackfleisch vom Geflügel ersetzen und es ebenfalls kräftig anbraten.
  • Die Zucchini lässt sich durch Aubergine ersetzen, diese solltest du jedoch etwas länger anbraten, bis sie deutlich weich ist.
  • Den gelben Käse kannst du durch Mozzarella oder eine Mischung aus Käse und Feta für eine salzigere, intensivere Kruste austauschen.
  • Bulgur lässt sich durch Perlgraupen ersetzen; verlängere dann die Kochzeit, bis die Graupen vor dem Überbacken vollständig weich sind.
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Bulgur trocken - 200 g
  • Hähnchenbrust ohne Haut - 350 g
  • Zucchini mittelgroß - 1 Stück
  • Paprika rot - 1 Stück
  • Möhre mittelgroß - 1 Stück
  • Zwiebel mittelgroß - 1 Stück
  • Tomaten aus der Dose gehackt - 400 g
  • Hartkäse gerieben - 120 g
  • Öl zum Braten - 2 Esslöffel
  • Paprikapulver edelsüß gemahlen - 1 Teelöffel
  • Paprikapulver scharf gemahlen, optional - 0.5 Teelöffel
  • Thymian getrocknetes Kraut - 1 Teelöffel
  • Salz nach Geschmack
  • Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Bulgur

Zubereitung

  1. Den Bulgur in gesalzenem kochendem Wasser nach Packungsanweisung (meist etwa 10–12 Minuten) garen, bis er weich, aber körnig ist. Falls nötig abgießen und beiseitestellen.
  2. Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform leicht mit Öl einfetten.
  3. Die Hähnchenbrust in kleine Würfel schneiden, mit Salz, Pfeffer und der Hälfte des edelsüßen Paprikapulvers bestreuen.
  4. Die Zwiebel schälen und würfeln. Die Möhre schälen und in dünne Halbringe schneiden. Zucchini und Paprika waschen, das Kerngehäuse der Paprika entfernen und das Gemüse würfeln.
  5. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 3–4 Minuten anschwitzen, bis sie weich wird. Das Hähnchen hinzufügen und 6–8 Minuten braten, bis das Fleisch innen weiß und leicht gebräunt ist.
  6. Möhre, Paprika und Zucchini zugeben. 5–7 Minuten unter Rühren braten, bis das Gemüse leicht weich, aber noch bissfest ist.
  7. Die Dosentomaten, den restlichen edelsüßen Paprika, das scharfe Paprikapulver, Thymian, Salz und Pfeffer hinzufügen. 5–7 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
  8. In einer großen Schüssel den gekochten Bulgur mit der Sauce aus der Pfanne vermischen. Abschmecken und bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
  9. Die Masse in die Auflaufform füllen, die Oberfläche glattstreichen und mit dem geriebenen Käse bestreuen.
  10. 20–25 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist. Vor dem Servieren den Auflauf 5–10 Minuten ruhen lassen, damit er sich beim Schneiden nicht zerfällt.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Am besten im Ofen oder in der Mikrowelle aufwärmen; bei Bedarf einen Esslöffel Wasser hinzufügen, damit der Bulgur nicht austrocknet.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich mache diesen Auflauf meistens am Freitag, damit ich am Samstag nach dem morgendlichen Marktbesuch ein fertiges „Faulenzer“-Mittagessen habe. Oft packe ich mir auch eine Portion in einen Glasbehälter und nehme sie als Lunch mit ins Büro – der Auflauf lässt sich gut in der Mikrowelle aufwärmen.

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