Bruschetta mit Creme aus weißen Bohnen und Rosmarin Recipe
Eine italienische Vorspeise im Stil „etwas Kleines zum Wein“: knusprige Brotscheiben, bestrichen mit einer glatten Creme aus weißen Bohnen, Knoblauch und Rosmarin. In der Toskana ersetzen solche Pasten oft die Butter – sie sind sättigend, einfach und perfekt für Partys statt der klassischen Käseplatte.
In der Toskana werden Cannellini-Bohnen häufig statt Butter auf geröstetes Brot gestrichen – als günstige, sättigende Beilage zum Wein. Diese Version vereinfacht die klassischen Crostini, indem sie leicht erhältliche Bohnen aus der Dose verwendet.
Diese Bruschetta knüpft an die toskanische Tradition an, Brot mit Bohnencremes statt mit Butter zu bestreichen – sie ist sättigend und gleichzeitig sehr pflanzlich und leicht. Die Kombination aus glatter Creme aus weißen Bohnen, Knoblauch und frischem Rosmarin ergibt einen tiefen, kräuterigen Geschmack, der hervorragend zu Wein und italienischen Antipasti passt.
Warum diese Version funktioniert
- Gründliches Spülen der Bohnen entfernt den Geschmack der Lake und sorgt für ein klares, nussiges Aroma.
- Nur die heißen Brotscheiben zu reiben bringt ein feines Knoblaucharoma ohne rohe Schärfe.
- Kaltes Wasser statt zu viel Olivenöl macht die Creme leichter und frischer.
- Zitrone und frischer Rosmarin nehmen der Bohne die Schwere, sodass die Bruschetta nicht sättigend-mastig wirkt.
Tipps vom Koch
Die Bohnen gründlich abtropfen lassen und abspülen, sonst bekommt die Creme einen „Dosen“-Beigeschmack – du kannst auch einen Esslöffel vom Mixwasser zugeben, wenn die Masse zu dick wird. Röste das Brot, bis die Ränder deutlich knusprig sind, achte aber darauf, dass die Mitte leicht elastisch bleibt, damit es beim Bestreichen nicht zerbricht. Gib den Knoblauch nach und nach dazu und probiere die Paste unbedingt vor dem Salzen, denn Rosmarin und Olivenöl verstärken den Geschmack stark.
Serviervorschläge
Serviere diese Bruschetta zu einem Glas Chianti, Montepulciano d’Abruzzo oder einfach zu gut gekühltem Weißwein, wenn Freunde „auf ein Glas“ vorbeikommen. Stelle außerdem eine Schale Oliven, ein paar Scheiben Prosciutto und eine Handvoll Rucola mit Zitrone auf den Tisch – in fünf Minuten hast du ein kleines italienisches Abendessen. Ein großartiger Starter für Geburtstage zu Hause oder Spieleabende, weil man die Scheiben auf einem großen Brett servieren kann und sich jeder selbst bedient.
Worauf man achten sollte
- Die Creme nicht zu lange auf höchster Stufe mixen, sonst kann sie klebrig werden.
- Das Brot nicht zu stark austrocknen – sehr dunkle Scheiben werden nach dem Bestreichen schnell hart.
Ersatzzutaten
- Rosmarin kannst du durch frischen Thymian ersetzen, wenn du mildere Kräuter bevorzugst.
- Bohnen aus der Dose lassen sich durch gekochte, getrocknete Bohnen ersetzen – sie werden noch cremiger.
- Statt Bauernbrot kannst du Ciabatta oder Baguette mit dichter, nicht zu luftiger Krume verwenden.
Zutaten
- Weiße Bohnen aus der Dose Abtropfgewicht - 400 g
- Scheiben Bauernbrot am besten leicht altbacken - 10 Stück
- Knoblauchzehen 1 für die Paste, 1 zum Einreiben des Brotes - 2 Stück
- Frischer Rosmarin - 1 Zweig
- Olivenöl plus etwas zum Beträufeln - 4 Esslöffel
- Zitronensaft - 1.5 Esslöffel
- Salz nach Geschmack
- Frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
- Kirschtomaten optional, zur Dekoration - 8 Stück
Zubereitung
- Die Bohnen in ein Sieb geben und unter kaltem Wasser sehr gründlich abspülen, bis kein Schaum mehr entsteht. Einige Minuten abtropfen lassen, bis die Bohnen matt wirken und keine Wassertropfen mehr zu sehen sind.
- Eine Grillpfanne oder normale Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Brotscheiben hineinlegen und 2–3 Minuten pro Seite rösten, bis die Ränder deutlich gebräunt sind, die Mitte aber noch federnd, nicht hart ist.
- Eine Knoblauchzehe halbieren. Die heißen Brotscheiben mit der Schnittfläche je 1–2‑mal zügig einreiben – das Brot soll nur dezent nach Knoblauch duften, ohne scharfen, beißenden Geruch.
- Die zweite Knoblauchzehe fein hacken. Die Rosmarinnadeln vom Zweig zupfen und sehr fein hacken, damit sich später keine harten Nadeln in der Creme finden; er sollte fast wie ein grüner „Staub“ aussehen.
- Die Bohnen, den gehackten Knoblauch, den Rosmarin, den Zitronensaft, 3 EL Olivenöl sowie eine Prise Salz und Pfeffer in ein hohes Gefäß geben. Die Zutaten sollten gleichmäßig vom Öl umhüllt sein.
- Mit dem Stabmixer zu einer glatten Creme pürieren. Wirkt die Paste zu dick oder trocken und leicht „grau“, 1–2 EL kaltes Wasser hinzufügen und kurz erneut mixen, bis sie cremig ist und sich leicht streichen lässt.
- Die Creme probieren und mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zitronensaft abschmecken. Der Geschmack soll deutlich kräuterig, leicht zitronig sein – ohne mehliges Bohnenaroma oder dominanten Knoblauch.
- Auf jede Brotscheibe 1–2 EL Creme geben und bis zum Rand zu einer gleichmäßigen Schicht verstreichen. Mit dem restlichen Olivenöl beträufeln, sodass die Oberfläche leicht glänzt und die Ränder knusprig bleiben.
- Kirschtomaten halbieren und leicht salzen. Auf jede Bruschetta 1–2 Hälften legen und sanft andrücken, damit sie nicht herunterrutschen. Sofort servieren, solange das Brot noch deutlich knusprig ist.
Aufbewahrung
Die Bohnencreme in einem verschlossenen Glas oder Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen. Vor dem Servieren kurz umrühren und ggf. mit etwas Olivenöl oder Wasser cremiger machen.
Ich mache diese Bohnencreme meistens am Freitagabend, wenn ich keine Energie mehr habe, lange zu kochen, aber etwas Besseres als Chips zum Film möchte. Ich stelle mir immer ein kleines Glas in den Kühlschrank – am nächsten Tag landet sie als Butterersatz auf dem Brot.