Türkischer Bulgur-Pilaw mit Aubergine und Kichererbsen Recipe
Ein sättigender Pilaw aus Bulgur mit Aubergine, Kichererbsen und Tomaten, der problemlos ein Hauptgericht ersetzen kann. In türkischen Haushalten stehen solche Eintopfgerichte unter der Woche oft auf dem Tisch, wenn die ganze Familie mit etwas Einfachem, aber Kräftigem satt werden soll. Der Geschmack ist leicht tomatig, kräuterig und angenehm nussig durch den Bulgur.
Dieser Pilaw mit Bulgur, Aubergine und Kichererbsen ist die Essenz der türkischen Hausmannskost – ein Eintopf aus einem Topf, kräftig und sättigend, aber mit einem klaren, kräuterig-tomatigen Charakter. Die Kombination aus leicht rauchiger Aubergine, nussigem Bulgur und cremigen Kichererbsen ergibt ein Gericht, das Fleisch auf dem Teller mühelos ersetzt. Kreuzkümmel und Paprika sorgen für die typische Geschmacksfülle anatolischer Gerichte, und nach einer kurzen Ruhezeit unter dem Deckel schmeckt alles noch besser.
Tipps vom Koch
Es lohnt sich wirklich, die Aubergine zu salzen und abtropfen zu lassen – so saugt sie beim Braten nicht das ganze Öl auf und wird nicht schwammig. Achte auf das Verhältnis von Flüssigkeit zu Bulgur: Feiner Bulgur kann etwas weniger Brühe aufnehmen als grober, deshalb gegen Ende der Garzeit kontrollieren, ob der Pilaw nicht zu trocken wird. Nach dem Herunternehmen vom Herd den Deckel nicht sofort abnehmen – diese 5 Minuten Ruhe sorgen dafür, dass die Körner locker werden und nicht zusammenkleben.
Serviervorschläge
Serviere den Pilaw mit einem einfachen Salat aus Tomaten, Gurken und roter Zwiebel sowie einem Klecks dickem Naturjoghurt – das kommt dem sehr nahe, was du in türkischen Haushalten bekommst. Er passt gut zu starkem, schwarzem Tee aus der Kanne oder einem leichten, trockenen Wein. Bei mir steht er oft montags auf dem Tisch, wenn vom Wochenende noch eine angebrochene Dose Tomaten und ein halbes Glas Kichererbsen übrig sind.
Zutaten
- Bulgur - 250 g
- Aubergine - 1 Stück
- Kichererbsen (gekocht oder aus der Dose) - 200 g
- Tomaten aus der Dose - 400 g
- Zwiebel - 1 Stück
- Paprika - 1 Stück
- Knoblauch - 3 Zehen
- Gemüsebrühe - 400 ml
- Pflanzenöl - 3 Esslöffel
- Kreuzkümmel (Kumin), gemahlen - 0.5 Teelöffel
- Paprikapulver, edelsüß - 1 Teelöffel
- Petersilie, glatt, gehackt - 2 Esslöffel
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Aubergine in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden, salzen, mischen und 10–15 Minuten stehen lassen, damit sie Wasser zieht. Anschließend abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
- Die Zwiebel fein würfeln, die Paprika in Streifen schneiden, den Knoblauch hacken. Kichererbsen, falls aus der Dose, abgießen und abspülen.
- In einer großen, tiefen Pfanne oder einem breiten Topf 2 Esslöffel Öl erhitzen. Die Aubergine zugeben und 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich ist und leicht bräunt. Herausnehmen und auf einen Teller geben.
- In dasselbe Gefäß 1 Esslöffel Öl geben, die Zwiebel hinzufügen und 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich und leicht glasig ist. Die Paprika zugeben und weitere 3 Minuten braten.
- Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapulver hinzufügen und unter Rühren etwa 30 Sekunden anrösten, bis die Gewürze intensiv duften.
- Den Bulgur einstreuen, mit dem Gemüse vermischen und 1–2 Minuten mitrösten, damit die Körner leicht anrösten.
- Tomaten aus der Dose, Brühe, die gebratene Aubergine und die Kichererbsen hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen, umrühren und zum Kochen bringen.
- Die Hitze auf klein reduzieren, zudecken und 15–18 Minuten garen, bis der Bulgur den Großteil der Flüssigkeit aufgenommen hat und weich ist. Falls der Pilaw zwischendurch zu trocken wirkt, etwas Wasser nachgießen.
- Vom Herd nehmen und 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit der Bulgur „nachzieht“. Mit gehackter Petersilie bestreuen und mit einer Gabel vorsichtig auflockern. Warm servieren.
Aufbewahrung
Reste im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter 2–3 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen in der Pfanne oder Mikrowelle eventuell einen Schluck Wasser oder Brühe zugeben, damit der Bulgur nicht zu trocken wird. Eingefrorene Portionen am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und dann gründlich erhitzen.