Türkische Putenbällchen in Joghurt-Dill-Sauce Recipe
Zarte Bällchen aus gemahlenem Putenfleisch, in einer leichten Sauce auf Joghurt- und Dillbasis geschmort, sind eine türkische, hausgemachte Version von „Comfort Food“. In türkischen Familien werden ähnliche Gerichte oft Kindern und älteren Menschen serviert, weil sie mild, weich und leicht zu essen sind. Im Geschmack erinnern sie etwas an unsere Hackbällchen in Dillsauce, aber der Joghurt verleiht der Sauce eine angenehme Säure.
Diese türkischen Putenbällchen sind eine hausgemachte Version von Köfte in einer besonders milden Joghurt-Dill-Variante, die in der Türkei oft Kindern und Menschen nach einer Krankheit serviert wird. Der Joghurt in der Sauce sorgt für eine leichte Säure und cremige Konsistenz, und der Reis in den Bällchen macht sie extra weich und zart – ein bisschen wie eine Mischung aus unseren Hackbällchen und klassischen Fleischklößchen in Dillsauce. Dieses Gericht verbindet vertraute „deutsche“ Hausmannskost-Aromen mit einer nahöstlichen Art, warmen Joghurt in herzhaften Gerichten zu verwenden.
Tipps vom Koch
Achte darauf, dass die Masse für die Bällchen gut durchgeknetet und leicht klebrig ist – dann zerfallen sie in der Brühe nicht; wirkt sie zu weich, gib einen Esslöffel Semmelbrösel dazu. Der wichtigste Moment ist das Verbinden der Joghurtsauce mit der heißen Brühe: den Joghurt mit ein paar Löffeln Flüssigkeit aus dem Topf angleichen und nicht stark aufkochen lassen, sonst kann die Sauce gerinnen. Die Bällchen nur so lange anbraten, bis die Oberfläche gestockt ist, ohne starkes Bräunen – so bleiben sie sehr weich und saftig.
Serviervorschläge
Am besten mit weißem Reis oder Kartoffelpüree und einem einfachen Salat aus Gurke, Tomate und roter Zwiebel mit etwas Zitrone servieren. Dazu passen Ayran, Kefir oder leicht sprudelndes Wasser mit Zitrone – etwas, das die Frische der Sauce unterstreicht. Das Gericht eignet sich gut als warmes, beruhigendes Abendessen unter der Woche, aber auch als sanfte Option für ein Familienessen am Sonntag, wenn kleine Kinder mit am Tisch sitzen.
Zutaten
- gemahlenes Putenfleisch - 500 g
- Reis - 40 g
- Ei - 1 Stück
- Zwiebel - 0.5 Stück
- Joghurt - 300 g
- Hühnerbrühe - 500 ml
- Weizenmehl - 1.5 Esslöffel
- Dill - 3 Esslöffel
- Öl - 1 Esslöffel
- Butter - 15 g
- Zitronensaft - 1 Esslöffel
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Den Reis in einem Sieb abspülen und in leicht gesalzenem Wasser 8–10 Minuten kochen, bis er halbgar ist (er muss nicht vollständig durchgegart sein). Abgießen und abkühlen lassen.
- Das Hackfleisch, den gekochten Reis, das Ei, die auf der feinen Reibe geriebene Zwiebel (überschüssigen Saft ausdrücken), eine Prise Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben. Mit der Hand gründlich verkneten, bis die Masse klebrig wird.
- Aus der Masse kleine Bällchen in Walnussgröße formen, dabei die Hände leicht mit Wasser anfeuchten, damit nichts kleben bleibt. Auf einen Teller legen.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne Öl und Butter bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Bällchen in einer Lage hineinlegen und 3–4 Minuten vorsichtig anbraten, dabei wenden, bis sie außen leicht fest werden (sie müssen nicht gebräunt sein).
- Die Brühe angießen, sodass die Bällchen fast bedeckt sind. Zum leichten Kochen bringen, die Hitze reduzieren, zudecken und 15 Minuten garen, bis das Fleisch weich ist.
- In einer Schüssel Joghurt mit Mehl, Zitronensaft, einer Prise Salz und ein paar Esslöffeln heißer Brühe aus dem Topf verrühren, kräftig mischen, damit keine Klümpchen entstehen.
- Den Topf vom Herd nehmen. Die Joghurtmischung langsam in den Topf gießen und dabei vorsichtig rühren, damit die Sauce nicht gerinnt. Den Topf wieder auf sehr niedrige Hitze stellen und 3–4 Minuten unter Rühren erwärmen, ohne stark aufkochen zu lassen.
- Gehackten frischen Dill hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort servieren, am besten mit Reis oder Kartoffeln.
Aufbewahrung
Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen aufessen. Am besten bei sehr niedriger Hitze vorsichtig erwärmen, ohne die Sauce stark kochen zu lassen, damit der Joghurt nicht gerinnt.