Türkischer Hähnchen-Gulasch mit Aubergine und Tomaten Recipe
Ein hausgemachter Gulasch aus Hähnchenstücken, die mit Aubergine, Paprika und Tomaten in einer leichten Sauce geschmort werden. In türkischen Haushalten landen solche Eintopfgerichte oft unter der Woche auf dem Tisch, weil man sie aus dem kochen kann, was gerade im Kühlschrank ist. Im Geschmack erinnert er ein wenig an Ratatouille mit Fleisch, hat aber ein würzigeres, kräuteriges Aroma.
Dieser türkische Gulasch ist die Essenz eines „Eintopf“-Mittagessens – saftige Hähnchenstücke, die mit Aubergine, Paprika und Tomaten geschmort werden, ergeben eine aromatische, leicht würzige Sauce. Er erinnert an ein mediterranes Ratatouille, hat aber dank Kreuzkümmel und Paprika einen deutlich orientalischen Charakter. In türkischen Haushalten entsteht dieses Gericht oft aus dem, was gerade da ist, und duftet trotzdem immer so, als wäre es extra für ein Familienessen gekocht worden.
Tipps vom Koch
Es lohnt sich wirklich, die Aubergine zu salzen und abtropfen zu lassen – so wird sie im Gulasch weich und cremig statt schwammig und bitter. Das Hähnchen solltest du vor dem Schmoren kräftig anbraten, denn genau diese Röststellen und der Bratensatz am Pfannenboden sorgen für die Tiefe im Geschmack der Sauce. Die Gewürze nur kurz anrösten, wirklich nur einige Sekunden – sobald sie dunkel werden und rauchen, bekommt der Gulasch eine bittere Note.
Serviervorschläge
Am besten schmeckt er mit türkischem Reis-Pilaw oder einfach mit einer dicken Scheibe Bauernbrot, die man in die Sauce tunken kann. Es ist ein tolles Gericht für kühlere Wochentage, wenn du etwas für zwei Tage kochen möchtest – am nächsten Tag ist der Gulasch sogar noch besser. Dazu passen Ayran oder ein leicht trockenes Rotwein mit kräuterigen Noten.
Zutaten
- Hähnchenschenkel - 600 g
- Aubergine - 1 große Stück
- Paprika - 1 Stück
- Tomaten - 3 Stück
- Zwiebel - 1 große Stück
- Knoblauch - 3 Zehen
- pflanzliches Öl - 3 Esslöffel
- Paprikapulver - 1 Teelöffel
- Paprikapulver - 0.5 Teelöffel
- Kreuzkümmel - 0.5 Teelöffel
- Hühnerbrühe - 200 ml
- Salz - 1 Teelöffel
- schwarzer Pfeffer - 0.25 Teelöffel
- Petersilie - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Die Aubergine in etwa 2 cm große Würfel schneiden, leicht salzen, mischen und 15 Minuten stehen lassen, damit sie Wasser zieht und etwas Bitterkeit verliert. Dann kurz unter fließendem Wasser abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocknen.
- Das Hähnchen in größere Würfel (ca. 3 cm) schneiden. Die Zwiebel in Streifen schneiden, den Knoblauch hacken. Die Paprika entkernen und in Streifen schneiden. Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und in Würfel schneiden (oder gehackte Tomaten aus der Dose verwenden).
- In einer großen Pfanne oder einem breiten Topf 2 Esslöffel Öl bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Hähnchen zugeben, mit einer Prise Salz würzen und 6–8 Minuten braten, bis das Fleisch von allen Seiten leicht gebräunt ist. Auf einen Teller geben.
- In derselben Pfanne 1 Esslöffel Öl zugeben und die Aubergine hineingeben. 6–8 Minuten bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren braten, bis sie weich ist und leicht Farbe bekommt. Zum Hähnchen geben.
- Die Zwiebel in die Pfanne geben und 3–4 Minuten braten, bis sie weich wird und leicht glasig ist. Den Knoblauch zugeben und weitere 30 Sekunden unter Rühren braten.
- Süßes und scharfes Paprikapulver sowie Kreuzkümmel einstreuen, schnell umrühren und etwa 20 Sekunden braten, bis die Gewürze intensiv duften.
- Die in Streifen geschnittene Paprika und die Tomaten zugeben. Die Brühe angießen, Salz und Pfeffer hinzufügen und umrühren. Hähnchen und Aubergine samt ausgetretenem Saft wieder in die Pfanne geben.
- Alles zum Kochen bringen, die Hitze auf klein reduzieren, zudecken und 20–25 Minuten schmoren, bis das Hähnchen zart ist und die Sauce leicht eindickt. Zwischendurch immer wieder umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
- Zum Schluss das Gericht mit gehackter Petersilie bestreuen. Abschmecken und bei Bedarf mit zusätzlichem Salz oder Pfeffer nachwürzen. Heiß servieren.
Aufbewahrung
Reste nach dem Abkühlen luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen langsam in einem Topf bei niedriger Hitze erhitzen, bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe zugeben, damit die Sauce nicht zu dick wird.