Thailändischer Salat mit gegrillter Aubergine und Kräutern Recipe

Ein aromatischer Salat aus weicher, gegrillter Aubergine, frischen Kräutern und Erdnüssen – leicht, aber geschmacklich intensiv. In Thailand landet Aubergine oft im Curry, doch im Salat mit Limette und Kräutern zeigt sie eine ganz andere Seite: zart, rauchig und gleichzeitig sehr frisch.

In der Region Isaan werden gegrillte oder über offener Flamme geröstete Auberginen häufig in Salaten mit Limette, Chili und frischen Kräutern verwendet, die als Beilage zu Klebreis und gegrilltem Fleisch serviert werden.

Der thailändische Salat mit gegrillter Aubergine zeigt ein Gemüse, das sonst oft in schweren Saucen landet, in einer völlig neuen Rolle – rauchig, saftig und sehr leicht. Der Kontrast zwischen dem weichen, fast cremigen Auberginenfleisch und den knusprigen Erdnüssen, frischen Kräutern sowie dem scharf-säuerlichen Dressing ergibt einen Salat, der wie ein kleines thailändisches Bistro in einer Schüssel schmeckt. Das Gericht bringt den typischen thailändischen Geschmacksbalanc e auf den Punkt: süß, sauer, salzig und scharf in einem Bissen.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Salzen und Ruhenlassen der Auberginen hilft, Bitterstoffe und überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
  • Starkes Anrösten sorgt für ein cremiges Inneres und ein rauchiges Aroma, ohne dass die Aubergine fettig oder schwammig wird.
  • Ein Wasserbad in eiskaltem Wasser erhält die Knackigkeit der Zwiebel, mildert aber ihre Schärfe.
  • Das Dressing ist ausgewogen: säuerlich, salzig, leicht süß und pikant – wie bei typischen thailändischen Salaten.
Thailändischer Salat mit gegrillter Aubergine und Kräutern

Tipps vom Koch

Grille die Aubergine so lange, bis die Schale deutlich schwarz wird und das Innere komplett weich ist – genau diese leicht verkohlte Schale sorgt für das rauchige Aroma, das den ganzen Salat trägt. Nach dem Grillen kurz abkühlen und abtropfen lassen, damit das Dressing nicht verwässert; wenn die Aubergine sehr viel Saft hat, diesen vorsichtig ausdrücken. Die Kräuter erst direkt vor dem Servieren und nicht zu fein gehackt hinzufügen, sonst verlieren sie Aroma und werden zu „Petersilienstaub“ statt zu frischen, deutlichen Blättern.

Serviervorschläge

Diesen Salat leicht warm oder bei Zimmertemperatur servieren, als Vorspeise zu gegrillten Garnelen, Tofu oder Hähnchen im Thai-Stil. Er passt hervorragend zu einer Schale Jasminreis und einem Glas gut gekühltem, trockenem Riesling oder alkoholfreiem Kokoswasser mit Limette. Ideal für sommerliche Grillabende, wenn du etwas Leichteres als klassische Mayonnaise-Salate anbieten möchtest.

Worauf man achten sollte

  • Die Garzeit der Auberginen nicht verkürzen – zu kurz gegarte Auberginen bleiben schwammig statt cremig.
  • Wenn die Auberginen nach dem Garen noch viel Saft abgeben, diesen vorsichtig ausdrücken, damit das Dressing nicht verwässert.
  • Die Kräuter erst zum Schluss hinzufügen und nicht zu fein hacken, sonst verlieren sie ihr Aroma und werden breiig.

Ersatzzutaten

  • Fischsauce kann durch helle Sojasauce ersetzt werden, um eine vegetarische Version zu erhalten.
  • Erdnüsse lassen sich durch geröstete Cashewkerne oder Mandelblättchen ersetzen.
  • Wenn du sehr scharfes Chili nicht magst, verwende eine mildere Chilisorte oder entferne die Kerne.
Vorbereitungszeit
20 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
3

Zutaten

  • mittelgroße Auberginen - 2 Stücke
  • rote Zwiebel dünn geschnitten - 1 Stück
  • Kirschtomaten halbiert - 150 g
  • frischer Koriander gehackt - 3 Esslöffel
  • frische Minze gehackt - 2 Esslöffel
  • geröstete, ungesalzene Erdnüsse grob gehackt - 3 Esslöffel
  • Limettensaft frisch gepresst - 3 Esslöffel
  • Fischsauce Veganer können Sojasauce verwenden - 2 Esslöffel
  • brauner Zucker oder weißer - 1 Esslöffel
  • rote Chilischote fein gehackt, ohne Kerne - 1 Stück
  • Öl zum Bestreichen der Aubergine - 1 Esslöffel
  • Salz zum Bestreuen der Aubergine
Hauptzutat: Aubergine

Zubereitung

  1. Die Auberginen waschen und trocknen. Der Länge nach halbieren. Das Fruchtfleisch kreuzweise einschneiden, dabei darauf achten, die Schale nicht zu durchtrennen. Leicht mit Salz bestreuen und 10 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Tropfen Saft bilden.
  2. Die Auberginen mit Küchenpapier trocken tupfen und dabei den ausgetretenen Saft aufnehmen. Die Schnittfläche dünn mit Öl bestreichen, nur so viel, dass sie leicht glänzt und nicht im Fett schwimmt.
  3. Grill, Grillpfanne oder Backofen mit Grillfunktion stark vorheizen. Die Auberginen mit der Schnittfläche nach unten auflegen und 8–10 Minuten grillen, bis deutliche dunkle Grillstreifen sichtbar sind und die Ränder leicht gebräunt sind.
  4. Die Auberginen wenden und mit der Schale nach unten weitere 10–15 Minuten grillen, bis das Fruchtfleisch sehr weich ist, eine Gabel ohne Widerstand hineingleitet und die Mitte leicht einsinkt. Im Backofen die Hälften mit der Schale nach unten bei 200 °C etwa 25–30 Minuten backen, bis die Schale schrumpelig und dunkler geworden ist.
  5. Die gebackenen Auberginen 5–10 Minuten ruhen lassen, damit sie etwas abkühlen und ausdampfen können. Dann das weiche Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen, dabei möglichst keine harte Schale mitnehmen, und in unregelmäßige, größere Stücke schneiden – es soll cremig sein, aber nicht völlig zerfallen.
  6. Die Zwiebel in feine Streifen schneiden, 5 Minuten in sehr kaltem Wasser einlegen, dann gründlich abgießen und trocken tupfen; sie soll knackig bleiben, aber milder im Geschmack sein. Kirschtomaten halbieren oder vierteln, damit sie die übrigen Zutaten nicht größenmäßig dominieren.
  7. In einer kleinen Schüssel Limettensaft, Fischsauce, Zucker und die fein gehackte Chilischote verrühren. So lange rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Sauce klar und leicht klebrig wirkt.
  8. In einer großen Schüssel das Auberginenfruchtfleisch mit der gut abgetropften Zwiebel, den Tomaten sowie grob gehacktem Koriander und Minze mischen. Mit der Sauce übergießen und sehr behutsam von unten nach oben vermengen, damit die Auberginen in spürbaren Stücken bleiben und nicht zu einer Paste zerdrückt werden.
  9. Den Salat kurz vor dem Servieren mit grob gehackten, gerösteten Erdnüssen bestreuen. Abschmecken und bei Bedarf mit etwas Salz oder zusätzlicher Fischsauce nachwürzen; der Geschmack soll deutlich säuerlich, salzig, leicht süß und pikant sein.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 1 Tage
Einfrieren: Nein

Den fertigen Salat am besten innerhalb von 24 Stunden aufessen, da die Kräuter mit der Zeit welken. Reste im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren kurz abschmecken, eventuell mit etwas frischem Limettensaft auffrischen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich habe diesen Salat zum ersten Mal bei einem Balkon-Grillabend gemacht, als ich nur eine kleine gusseiserne Grillpfanne und eine einsame Aubergine im Kühlschrank hatte – mit etwas Limette und Kräutern sah er plötzlich aus wie ein Gericht aus einem angesagten Restaurant. Seitdem lege ich beim Auberginengrillen immer mindestens eine zur Seite „für Thai-Salat“ am nächsten Tag im Lunchbox.

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