Tavuklu pilav – türkischer Reis mit Hähnchen und Kichererbsen Recipe
Tavuklu pilav ist zarter Reis, in Hühnerbrühe gegart und mit Stücken von weichem Geflügel und Kichererbsen serviert. In der Türkei kann man ihn sogar an Straßenständen kaufen, wo Verkäufer den Reis aus großen Töpfen schöpfen und Hähnchenstücke darauf anrichten. Die Aromen sind mild und heimelig, ein bisschen wie eine Mischung aus Risotto und Hühnersuppe, aber ohne cremige Konsistenz.
Tavuklu pilav ist die Essenz türkischen Comfort Foods – einfacher Reis, in Brühe gegart, mit zartem Hähnchen und Kichererbsen, der wie eine Schüssel hausgemachter Wärme schmeckt. Durch das Anrösten des Reises in Butter bleiben die Körner locker und bekommen gleichzeitig ein buttriges, leicht nussiges Aroma. Dieses Gericht bekommst du in der Türkei sowohl spätabends am Straßenstand als auch als schnellen, sättigenden Mittagstisch an einem hektischen Tag.
Tipps vom Koch
Gründliches Waschen und kurzes Einweichen des Reises sind die Grundlage, wenn du lockere, nicht klebende Körner möchtest – diesen Schritt solltest du auch in Eile nicht auslassen. Nach dem Angießen der Brühe den Reis während des Garens nicht umrühren, da sonst Stärke freigesetzt wird und die Konsistenz breiig wird; zu Beginn reicht ein vorsichtiges Glattstreichen der Oberfläche. Das Hähnchen kräftig goldbraun anbraten, aber nicht austrocknen – es ist ideal, das Fleisch kurz vor dem vollständigen Durchgaren aus der Pfanne zu nehmen, da es auf dem heißen Reis im Dampf noch nachgart.
Serviervorschläge
Serviere Tavuklu pilav mit einem einfachen Salat aus Tomaten, Gurke und roter Zwiebel, mit Zitronensaft beträufelt – die Frische des Gemüses durchbricht die Buttrigkeit des Reises perfekt. Bei mir zu Hause ist es ein Hit nach der Arbeit, wenn alle zu unterschiedlichen Zeiten hungrig nach Hause kommen: Der Topf Pilav steht warm bereit und jeder nimmt sich eine Portion, wenn er ankommt. Dazu passen Ayran, Kefir oder einfach ein Glas kräftiger türkischer Tee.
Zutaten
- Langkornreis am besten Basmati - 250 g
- Hähnchenschenkel ohne Knochen in kleinere Stücke geschnitten - 500 g
- Kichererbsen aus der Dose abgegossen und abgespült - 200 g
- geklärte Butter oder Butter - 40 g
- Pflanzenöl zum Anbraten des Hähnchens - 1 Esslöffel
- Hühnerbrühe warm - 450 ml
- Salz oder nach Geschmack - 1 Teelöffel
- schwarzer Pfeffer - 0.25 Teelöffel
- Lorbeerblatt - 1 Stück
- Petersilie gehackt, zum Bestreuen - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Den Reis in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken, mit der Hand umrühren und das trübe Wasser abgießen. Das Spülen 2–3 Mal wiederholen, bis das Wasser fast klar ist. Zum Schluss den Reis mit frischem Wasser bedecken, 15 Minuten einweichen und dann in einem Sieb abtropfen lassen.
- In einer großen Pfanne oder einem breiten Topf das Öl erhitzen. Die Hähnchenstücke zugeben, leicht salzen und 6–8 Minuten anbraten, bis sie von allen Seiten gebräunt sind und innen nicht mehr roh sind.
- Das gebratene Hähnchen auf einen Teller geben und in derselben Pfanne die Butter schmelzen.
- Den abgetropften Reis hinzufügen und bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten unter häufigem Rühren anrösten, bis die Körner leicht glasig werden und nussig duften.
- Die warme Brühe angießen, das Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer hinzufügen. Vorsichtig umrühren, mit einem Deckel abdecken und bei niedriger Hitze 12–15 Minuten garen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat.
- Wenn an der Oberfläche des Reises keine Flüssigkeit mehr sichtbar ist, die Hitze ausschalten. Die gebratenen Hähnchenstücke und die abgetropften Kichererbsen oben auf den Reis legen, wieder abdecken und 10 Minuten ruhen lassen, damit der Reis im Dampf fertig gart.
- Anschließend den Reis mit Hähnchen und Kichererbsen vorsichtig mit einer Gabel auflockern, damit die Körner nicht zerbrechen.
- Vor dem Servieren das Gericht mit gehackter Petersilie bestreuen.
Aufbewahrung
Reste nach dem Abkühlen luftdicht verpacken und im Kühlschrank aufbewahren, am besten innerhalb von 2 Tagen aufessen. Zum Aufwärmen etwas Wasser oder Brühe zugeben und schonend in der Pfanne oder Mikrowelle erhitzen, damit der Reis nicht austrocknet.