Sütlü irmik tatlısı mit Himbeeren – Milchdessert aus Grieß Recipe
Sütlü irmik tatlısı ist ein zartes Milchdessert aus Grieß, das in der Türkei oft nach dem Essen statt schwerer Kuchen serviert wird. Es hat eine Konsistenz zwischen Pudding und Kühlschrank-Käsekuchen und passt hervorragend zu Früchten. In dieser Version kommen Himbeeren dazu, die eine angenehme säuerliche Note einbringen.
Sütlü irmik tatlısı ist die Quintessenz türkischer Hausdesserts: schlicht, milchig, aus Grieß – und doch mit der Konsistenz einer eleganten, seidig-glatten Creme. Durch die Himbeeren bekommt es einen deutlichen, fruchtigen Kontrast – die Süße der Milch wird von der leichten Säure der Sauce durchbrochen. Es ist ein Dessert, das auf dem Tisch eindrucksvoll aussieht, im Inneren aber aus ganz alltäglichen, leicht erhältlichen Zutaten besteht.
Tipps vom Koch
Den Grieß wirklich in einem sehr dünnen Strahl einrieseln lassen und kräftig mit dem Schneebesen rühren, um Klümpchen zu vermeiden – sobald die Masse eindickt, häufiger rühren, besonders am Topfboden. Das Dessert am besten in die Form füllen, solange es noch heiß ist, denn nach kurzer Zeit beginnt es schnell zu gelieren und lässt sich dann schwer glattstreichen. Wenn du tiefgekühlte Himbeeren verwendest, überschüssigen Saft vor dem Kochen der Sauce abgießen, damit sie nicht zu wässrig wird.
Serviervorschläge
Gut gekühlt, direkt aus dem Kühlschrank servieren, mit einer dicken Schicht Himbeeren und etwas Kokosraspeln für mehr Textur. Es eignet sich hervorragend nach einem größeren Familienessen, wenn niemand mehr Lust auf schwere Kuchen hat, aber „etwas Süßes“ trotzdem lockt. Dazu passen türkischer Mokka, Espresso oder Tee mit einem Hauch Zitrone, der den fruchtigen Charakter des Desserts unterstreicht.
Zutaten
- Milch - 1000 ml
- Weichweizengrieß - 120 g
- Zucker - 120 g
- Butter - 30 g
- Vanille - 5 ml
- Himbeeren - 150 g
- Wasser - 30 ml
- Puderzucker - 20 g
- Kokosraspel - 20 g
Zubereitung
- In einem Topf mit dickem Boden Milch und Zucker verrühren. Bei mittlerer Hitze erwärmen und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und die Milch heiß, aber noch nicht kochend ist.
- Den Grieß in einem dünnen Strahl in die Milch einrieseln lassen und dabei kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit keine Klümpchen entstehen.
- Bei niedriger Hitze 8–10 Minuten unter häufigem Rühren kochen, bis die Masse deutlich eindickt und wie ein dicker Pudding zu „blubbern“ beginnt. Zum Ende der Kochzeit Butter und Vanille hinzufügen und glatt rühren.
- Eine rechteckige Form (etwa 20×25 cm) oder kleine Schälchen mit kaltem Wasser ausspülen und nicht abtrocknen – so lässt sich das Dessert später leichter herauslösen. Die heiße Grießmasse einfüllen und die Oberfläche mit einem Löffel glattstreichen.
- Bei Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis das Dessert vollständig fest geworden ist.
- Die Himbeeren (tiefgekühlte vorher auftauen) in einen kleinen Topf geben, Wasser und Puderzucker hinzufügen. 3–5 Minuten bei niedriger Hitze erhitzen, bis die Früchte zerfallen und eine leichte Sauce entsteht. Abkühlen lassen.
- Das fest gewordene Dessert in Quadrate schneiden oder aus den Schälchen lösen, indem du die Ränder vorsichtig mit einem Messer löst. Auf jedes Stück einen Löffel Himbeersauce geben und mit Kokosraspeln bestreuen.
- Gut gekühlt servieren. Nach Wunsch zusätzlich mit frischen Himbeeren garnieren.
Aufbewahrung
Reste abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen verzehren. Die Himbeersauce separat lagern und erst kurz vor dem Servieren auf das Dessert geben, damit die Oberfläche nicht aufweicht.