Suppe aus eingelegtem Chinakohl Suan Cai mit Schweinefleisch Recipe
Suan cai ist chinesischer eingelegter Kohl, eine Verwandte unserer Gewürzgurke und des Sauerkrauts. In Nordchina ist eine solche Suppe ein typisches Wintergericht: Sie wärmt, ist leicht säuerlich und sehr sättigend. In dieser Version verwenden wir zu Hause fermentierten Chinakohl oder gewöhnliches polnisches Sauerkraut – das Ergebnis ist überraschend ähnlich, und der Geschmack verbindet vertraute Noten mit etwas ganz Neuem.
Diese Suppe aus eingelegtem Kohl Suan Cai mit Schweinefleisch verbindet die nordchinesische Tradition der Winterfermente mit dem den Polen vertrauten Geschmack von Sauerkraut. Die leicht säuerliche, wärmende Brühe mit zartem Schweinefleisch erinnert ein wenig an Bigos in Suppenform, allerdings mit deutlicher Note von Ingwer, Knoblauch und asiatischen Gewürzen. Ein Gericht, das exotisch schmeckt und gleichzeitig überraschend heimisch wirkt.
Tipps vom Koch
Probiere den Kohl unbedingt vor dem Kochen – wenn er sehr sauer ist, spüle ihn kurz unter fließendem Wasser ab, damit er den Geschmack nicht dominiert. Brate das Schweinefleisch bei hoher Hitze an, bis es leicht gebräunt ist – das gibt der Brühe Tiefe und verhindert, dass die Suppe flach schmeckt. Nach Zugabe des Kohls bei niedriger Hitze köcheln, bis das Fleisch zart ist, aber das Gemüse nicht zerkocht – die Suppe sollte noch Struktur haben.
Serviervorschläge
Sehr heiß servieren, mit frischem Koriander oder Schnittlauch und, falls du magst, etwas Chiliöl obenauf. Dazu passt eine Schale gedämpfter Reis oder eine Scheibe Vollkornbrot, wenn du den polnischen Akzent beibehalten möchtest. Diese Suppe ist wie gemacht für eiskalte Abende, nach einem Skitag oder einem langen Spaziergang mit dem Hund, wenn du dich richtig aufwärmen möchtest.
Zutaten
- eingelegter Kohl (z. B. Sauerkraut oder eingelegter Chinakohl) leicht ausgedrückt - 300 g
- Schweineschulter oder Schweinenacken in dünne Streifen geschnitten - 300 g
- Hühner- oder Gemüsebrühe hausgemacht oder aus einem hochwertigen Brühwürfel - 1.2 l
- frischer Ingwer in dünne Scheiben geschnitten - 15 g
- Knoblauch leicht angedrückt - 3 Zehen
- Sojasauce - 1.5 Esslöffel
- Öl z. B. Rapsöl - 1 Esslöffel
- Zucker gleicht die Säure aus - 0.5 Teelöffel
- gemahlener weißer Pfeffer optional - 0.25 Teelöffel
- Naturtofu in Würfel geschnitten; optional - 150 g
- Schnittlauch gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Den eingelegten Kohl leicht ausdrücken, um überschüssige Lake zu entfernen, und in kleinere Stücke schneiden, damit er sich leichter essen lässt.
- Das Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Ingwerscheiben und angedrückte Knoblauchzehen zugeben. 1–2 Minuten unter Rühren braten, bis sie intensiv duften, aber nicht bräunen.
- Die Schweinefleischstreifen hinzufügen. 4–5 Minuten unter Rühren braten, bis das Fleisch außen nicht mehr rosa ist.
- Den gehackten eingelegten Kohl zugeben, umrühren und weitere 3–4 Minuten braten, damit er sich leicht erwärmt und mit dem Fleisch verbindet.
- Die Brühe angießen, Sojasauce und Zucker hinzufügen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe mit Deckel etwa 20 Minuten leise köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist.
- Wenn du Tofu verwendest, ihn in den letzten 5 Minuten der Garzeit in die Suppe geben, damit er heiß wird, aber nicht zerfällt.
- Zum Schluss die Suppe mit weißem Pfeffer und bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken (denk daran, dass Kohl und Sojasauce salzig sind).
- Sehr heiß servieren, mit gehacktem Schnittlauch bestreut. Die Suppe sollte leicht säuerlich, wärmend und sehr aromatisch sein.
Aufbewahrung
Die Suppe vollständig abkühlen lassen, dann im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahren oder portionsweise einfrieren. Beim Aufwärmen gut umrühren und nach Bedarf etwas Wasser oder Brühe hinzufügen. Tofu am besten frisch zugeben, wenn die Suppe bereits aufgewärmt ist.