Süße Kluski z makiem (Nudeln mit Mohn) Recipe

Kluski z makiem sind ein traditionelles Weihnachtsgericht, das von polnischen Festtagstafeln bekannt ist, besonders am Heiligabend. Sie duften nach Honig und Trockenfrüchten und erinnern ein wenig an italienische Dessertnudeln, nur in einer sehr polnischen, mohnreichen Version. Man kann sie auch außerhalb der Feiertage als süßes Abendessen oder Dessert für die ganze Familie servieren.

Dies ist eines der symbolträchtigsten Weihnachtsgerichte im Süden und in der Mitte Polens und steht an Heiligabend oft neben Kutja auf dem Tisch – oder ersetzt sie ganz. Außerhalb der Feiertage wird es manchmal als schneller, sättigender Nachtisch aus übrig gebliebener Mohnmasse vom Mohnkuchen serviert.

Kluski z makiem gehören zu den Gerichten, die nur einmal im Jahr auf den Tisch kommen und an die man sich doch die ganze Saison über erinnert – intensiv mohnig, honigsüß und voller Trockenfrüchte und Nüsse. Sie verbinden die polnische Weihnachtstradition mit der Stimmung süßer Nudelgerichte aus Südeuropa, allerdings in einer deutlich sättigenderen, hausgemachten Version. Warmer Mohn mit Milch umhüllt die Nudeln wie eine süße Sauce und schafft etwas zwischen Dessert und Abendessen.

Warum diese Version funktioniert

  • Gemahlener Mohn verkürzt die Arbeitszeit und erspart das mühsame, mehrfache Mahlen.
  • Das Kochen des Mohns in Milch mit Butter ergibt eine cremige Masse, die die Nudeln rundum umhüllt.
  • Überbrühte und gut abgetropfte Trockenfrüchte verwässern die Mohnmasse nicht.
  • Al dente gekochte Nudeln zerfallen nicht, wenn sie mit dem heißen Mohn vermischt werden.
Süße Kluski z makiem (Nudeln mit Mohn)

Tipps vom Koch

Den Mohn am besten eine Weile in Milch mit Butter kochen, bis er eindickt und nussig duftet – dann nimmt er Honig und Aromen der Trockenfrüchte besonders gut auf. Die Nudeln nur al dente kochen, da sie beim Mischen mit dem warmen Mohn noch etwas nachgaren; sehr gründlich abgießen, damit das Dessert nicht wässrig wird. Die Trockenfrüchte vorher mit heißem Wasser überbrühen und abtropfen lassen, größere Stücke klein schneiden, damit sie sich besser in der Mohnmasse verteilen.

Serviervorschläge

Kluski z makiem am besten heiß in kleinen Schüsseln servieren, da sie sehr sättigend sind – besonders nach dem Heiligabendessen, wenn bereits zwölf Gerichte auf dem Tisch stehen. Dazu passt am besten Kompott aus Trockenfrüchten oder heißer Tee mit Zitrone, der die Süße des Honigs ausgleicht. Außerhalb der Feiertage sind sie ein wunderbares süßes Abendessen an einem Winterabend, wenn du statt Kuchen lieber etwas Warmes löffeln möchtest.

Worauf man achten sollte

  • Mohn setzt sich leicht am Topfboden an; häufig umrühren, besonders gegen Ende der Kochzeit.
  • Nicht zu viel Milch zugießen – die Masse soll dick und klebrig sein, nicht flüssig.
  • Die Nudeln nicht zerkochen; zu weiche Nudeln zerfallen beim Mischen mit dem Mohn.

Ersatzzutaten

  • Statt Łazanki kannst du auch normale Röhrennudeln oder Fusilli verwenden, Hauptsache, sie sind relativ breit.
  • Einen Teil des Honigs kannst du durch Rohrzucker oder Ahornsirup ersetzen und so die Süße anpassen.
  • Walnüsse lassen sich durch Haselnüsse oder Mandeln in ähnlicher Menge ersetzen.
  • Kandierte Orangenschale kannst du durch abgeriebene Schale einer ungewachsten Orange ersetzen.
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4

Zutaten

  • gemahlener Mohn - 200 g
  • Nudeln (Breitnudeln, z.B. Łazanki, oder andere breite Nudeln) es kann auch hausgemachte Pasta verwendet werden - 300 g
  • Milch - 300 ml
  • Honig - 4 Esslöffel
  • Butter - 50 g
  • Rosinen - 60 g
  • Walnüsse - 50 g
  • kandierte Orangenschale - 30 g
  • Vanillinzucker - 1 Teelöffel
  • Salz - 0.25 Teelöffel
Hauptzutat: Mohnsamen

Zubereitung

  1. Die Rosinen mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten quellen lassen, bis sie weich und leicht aufgequollen sind. In einem Sieb sehr gründlich abtropfen lassen, bis kein Wasser mehr abtropft, damit sie keine zusätzliche Flüssigkeit in die Mohnmasse bringen.
  2. Walnüsse grob hacken, größere Stücke der kandierten Orangenschale ebenfalls kleiner schneiden. Honig und Butter abmessen und alle Zutaten griffbereit vorbereiten, damit du sie später schnell zur heißen Mohnmasse geben kannst.
  3. Den Mohn in einen Topf mit dickem Boden geben und so viel Milch zugießen, dass er bedeckt ist (ca. 300 ml). Bei mittlerer Hitze 10–12 Minuten ab dem leichten Aufkochen unter häufigem Rühren kochen, bis die Masse eindickt, den Großteil der Milch aufgenommen hat und feucht, aber nicht flüssig ist – wenn du mit dem Löffel durchziehst, sollte der Boden kurz sichtbar werden.
  4. Zur heißen Mohnmasse Butter, Honig, Vanillinzucker, die gut abgetropften Rosinen, die gehackten Nüsse und die Orangenschale geben. Rühren, bis die Butter geschmolzen ist und die Masse klebrig, glänzend wird und beginnt, sich zu weichen Klümpchen zu verbinden.
  5. Die Mohnmasse probieren und bei Bedarf noch etwas Honig zugeben, um die Süße anzupassen. Wirkt sie trocken und krümelig, 1–2 EL Milch einrühren und nochmals gut vermischen. 5–10 Minuten stehen lassen, damit sich die Aromen verbinden und die Masse leicht andickt.
  6. In einem großen Topf reichlich Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Die Nudeln zugeben und nach Packungsanweisung al dente kochen – sie sollen weich, aber elastisch sein und beim Reinbeißen noch leichten Widerstand bieten. In einem Sieb sehr gründlich abgießen und gut abschütteln.
  7. Die gekochten Nudeln zurück in den Topf oder in eine große Schüssel geben. Die warme Mohnmasse hinzugeben, am besten in 2–3 Portionen, damit sie sich leichter gleichmäßig verteilen lässt.
  8. Vorsichtig, aber gründlich mischen und die Nudeln mit dem Löffel vom Boden her anheben, bis jedes Stück gleichmäßig mit Mohn und Trockenfrüchten überzogen ist, ohne weiße Stellen. Wenn die Masse sehr dick ist, 1 EL Milch zugeben.
  9. Sofort heiß in kleinen Portionen servieren. Wenn die Nudeln mit Mohn zwischenzeitlich zu stark eindicken oder leicht austrocknen, kurz bei niedriger Hitze mit 1 EL Milch oder etwas Butter erwärmen und rühren, bis sie wieder cremig sind und sich leicht portionieren lassen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 3 Tage
Einfrieren: Ja

Reste können im Kühlschrank aufbewahrt und portionsweise in der Pfanne mit etwas Butter oder in der Mikrowelle erwärmt werden. Zum Einfrieren gut abkühlen lassen, luftdicht verpacken und bei Bedarf schonend auftauen und wieder erwärmen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich mache Kluski z makiem meistens ein paar Tage nach Heiligabend, wenn noch angebrochener Mohn im Kühlschrank und eine Dose Trockenfrüchte im Schrank stehen. Ich bereite immer gleich eine Portion „für morgen“ zu, denn am nächsten Tag, in Butter in der Pfanne aufgewärmt, schmecken sie mir fast noch besser.

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