Reisnudeln mit Rindfleisch im Lanzhou-Stil ohne Suppe Recipe
Die berühmte Rindfleischsuppe aus Lanzhou ist ein Klassiker des nordwestlichen Chinas. Diese Version ist für Hobbyköche einfacher: Statt einer stundenlangen Brühe kochen wir eine schnelle Sauce mit Rindfleisch und Gewürzen und servieren sie mit Reisnudeln. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus polnischem Gulasch und asiatischer Nudelsauce – viel Aroma, zartes Rindfleisch und frische Toppings.
Reisnudeln mit Rindfleisch im Lanzhou-Stil ohne Suppe sind eine schnelle, hausgemachte Interpretation der berühmten chinesischen Rindfleischsuppe – hier jedoch als Nudelsauce. Zarte Rindfleischstücke, geschmort mit Zwiebel, Knoblauch und Gewürzen, erinnern an einen polnischen Gulasch, der auf eine aromatische asiatische Stir-Fry-Sauce trifft. So bekommst du eine Schüssel voll Comfort Food, ohne eine Brühe stundenlang kochen zu müssen.
Tipps vom Koch
Schneide das Rindfleisch in kleinere, gleichmäßige Stücke – so wird es schneller weich und zerfällt angenehm im Mund. Brate es zuerst in einer breiten Pfanne oder im Wok kräftig an, ohne ständig zu rühren, denn genau die Röstaromen sorgen für die Tiefe der Sauce. Reisnudeln unbedingt genau nach Packungsanweisung zubereiten und nach dem Abgießen kurz mit kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht verkleben und die Sauce gut aufnehmen.
Serviervorschläge
Serviere die Nudeln in tiefen Schalen, großzügig mit der Rindfleischsauce übergossen und mit frischem Koriander, Frühlingszwiebeln und – falls du magst – fein gehacktem Chili bestreut. Dazu passen helles Bier, grüner Tee oder Wasser mit Limettenscheiben, das den Gaumen erfrischt. Das Gericht eignet sich hervorragend als kräftiges Mittagessen an kühleren Tagen oder als „Belohnung“ nach einem langen Bürotag, wenn du etwas Deftiges möchtest, aber nicht stundenlang am Herd stehen willst.
Zutaten
- Reisnudeln - 300 g
- Rindergulasch (z.B. Schulter, Wade) - 400 g
- Zwiebel - 1 Stück
- Knoblauch - 4 Zehen
- frischer Ingwer - 15 g
- Doubanjiang-Bohnen-Chili-Paste - 1 Esslöffel
- helle Sojasauce - 2 Esslöffel
- dunkle Sojasauce - 1 Esslöffel
- Sternanis - 2 Stück
- Lorbeerblatt - 1 Stück
- Rinderbrühe oder Wasser - 500 ml
- Öl - 2 Esslöffel
- gemahlener weißer Pfeffer - 0.25 Teelöffel
- frischer Koriander oder Petersilie - 2 Esslöffel
- Radieschen oder Gurke - 50 g
Zubereitung
- Reisnudeln nach Packungsanweisung mit heißem Wasser übergießen (meist 10–15 Minuten), bis sie weich, aber noch elastisch sind. Abgießen und mit kaltem Wasser abspülen, damit sie nicht zusammenkleben.
- In einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne das Öl bei mittelhoher Hitze erhitzen. Das Rindfleisch zugeben und 5–7 Minuten unter Rühren braten, bis die Stücke von allen Seiten leicht gebräunt sind.
- Zwiebel, Knoblauch und Ingwer hinzufügen. 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis die Zwiebel weich und leicht glasig ist.
- Die Doubanjiang-Paste zugeben und 1 Minute unter Rühren anrösten, damit sie ihr Aroma entfaltet.
- Brühe oder Wasser angießen, helle und dunkle Sojasauce, Sternanis und Lorbeerblatt hinzufügen. Zum Kochen bringen, dann die Hitze auf klein reduzieren.
- Mit Deckel etwa 30–35 Minuten köcheln lassen, bis das Rindfleisch weich ist. Wenn die Sauce zu stark einkocht, etwas Wasser nachgießen.
- Sternanis und Lorbeerblatt entfernen. Mit weißem Pfeffer und bei Bedarf mit Salz oder zusätzlicher Sojasauce abschmecken.
- Am Ende sollte die Sauce die Konsistenz eines eher flüssigen Gulaschs haben. Ist sie zu dünn, einige Minuten ohne Deckel einkochen lassen, bis sie leicht eindickt.
- Die Reisnudeln auf Schalen verteilen, das heiße Rindfleisch mit Sauce darübergeben. Mit gehacktem Koriander oder Petersilie bestreuen und mit Radieschen- oder Gurkenscheiben für Frische servieren.
Aufbewahrung
Reste von Fleisch und Sauce im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter 2–3 Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen eventuell etwas Wasser oder Brühe zugeben. Reisnudeln am besten frisch zubereiten, da sie beim Aufbewahren weich und klebrig werden.