Pasta alla boscaiola mit Champignons und Speck Recipe

Pasta alla boscaiola ist ein klassisches italienisches „Waldgericht“ – voll mit Pilzen, Speck und cremiger Sauce. In Italien ist es ein typisches, sättigendes Mittag- oder Abendessen für kühlere Tage, eine Mischung aus Pasta und Pilzragout. Perfekt, wenn du schnell etwas „Restaurantmäßiges“ aus einfachen Zutaten aus dem Kühlschrank zaubern möchtest.

Boscaiola ist eine Sauce, die man mit Trattorien in Umbrien und der Toskana verbindet, wo eine Mischung aus Waldpilzen und Wurstwaren verwendet wird. Hausrezepte greifen oft zu Champignons, um den „Waldgeschmack“ auch außerhalb der Pilzsaison nachzubilden.

Pasta alla boscaiola verbindet eine cremige Sahnesauce mit dem intensiven Aroma von Champignons und geräuchertem Speck und wirkt wie eine Mischung aus Pasta und Pilzragout. Es ist ein „Waldgericht“, das dich in wenigen Minuten auf einen herbstlichen Spaziergang in einem italienischen Park versetzt, obwohl es aus ganz gewöhnlichen Kühlschrankzutaten entsteht. Kräuter und angeschwitzte Zwiebeln bauen einen tiefen, herzhaften Geschmack auf, der lange in Erinnerung bleibt.

Warum diese Version funktioniert

  • Champignons sind das ganze Jahr über erhältlich und liefern einen konstanten Geschmack, sodass das Rezept nicht von der Pilzsaison abhängt.
  • Kräftiges Anbraten der Pilze vor der Zugabe der Sahne baut ein tiefes Aroma auf und verhindert eine wässrige Sauce.
  • Das Nudelkochwasser emulgiert das Fett von Speck und Sahne, wodurch die Sauce glatt und cremig wird, ohne dass viel Sahne nötig ist.
Pasta alla boscaiola mit Champignons und Speck

Tipps vom Koch

Brate die Champignons bei recht hoher Hitze, bis sie zu bräunen beginnen und ihre Flüssigkeit verdampft ist – sonst wird die Sauce wässrig und weniger aromatisch. Gib den Speck in eine kalte Pfanne und lass das Fett langsam auslassen – so wird er knusprig und verbrennt außen nicht. Die Sahne erst zum Schluss bei reduzierter Hitze zugeben und nicht zu lange kochen, damit die Sauce seidig bleibt und nicht gerinnt.

Serviervorschläge

Serviere das Gericht mit einem Glas trockenen Rotweins, z. B. Chianti oder Montepulciano, die die Rauchigkeit des Specks und den Pilzgeschmack unterstreichen. Sehr gut passt ein einfacher Rucolasalat mit Zitronen-Vinaigrette, der das Ganze auffrischt. Dieses Gericht eignet sich ideal für einen kühlen, hektischen Feierabend, wenn du etwas Anspruchsvolleres als Pasta mit Fertigsauce essen möchtest.

Worauf man achten sollte

  • Die Sahne nicht bei sehr starker Hitze zugeben, da sie ausflocken kann – die Hitze reduzieren, sobald die Pfanne stark zischt.
  • Die Sauce nicht salzen, bevor die Flüssigkeit der Champignons vollständig verdampft ist und der Parmesan dazugekommen ist, da Speck und Käse bereits salzig sind.
  • Die Pasta nicht zu weich kochen – zu weich wird sie in der Sauce breiig und verliert ihre Struktur.

Ersatzzutaten

  • Anstelle von Bauchspeck kannst du geräucherte Pancetta oder einen guten geräucherten Schinken in Würfeln verwenden.
  • Parmesan lässt sich durch Grana Padano oder einen anderen gereiften Hartkäse mit ähnlicher Salzigkeit ersetzen.
  • Sahne mit 30 % Fett kann durch 18-%-Sahne ersetzt werden; dann die Sauce etwas länger einkochen lassen, bis sie eindickt.
Vorbereitungszeit
15 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
35 Min
Portionen
4

Zutaten

  • Pasta kann auch Fusilli sein - 350 g
  • geräucherter Speck in Scheiben oder Würfeln kann Pancetta sein - 120 g
  • Champignons oder andere Pilze, z. B. Austernpilze - 300 g
  • Sahne 30 % - 200 ml
  • Zwiebel mittelgroß - 1 Stück
  • Knoblauchzehen - 2 Stück
  • geriebener Parmesan oder Grana Padano plus zum Servieren - 40 g
  • frische Petersilie gehackt - 2 Esslöffel
  • Olivenöl - 1 Esslöffel
  • Salz nach Geschmack
  • frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
Hauptzutat: Nudeln

Zubereitung

  1. Einen großen Topf Wasser mit 1 Esslöffel Salz zum Kochen bringen. Die Pasta hineingeben und al dente kochen – beim Biss soll der Kern noch leichten Widerstand haben. Etwa 1 Tasse Kochwasser abnehmen, den Rest abgießen.
  2. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, den Knoblauch fein hacken. Die Champignons putzen, trocken tupfen und in dünne Scheiben schneiden, größere Hüte halbieren, damit die Stücke ähnlich groß sind und gleichmäßig braten.
  3. Den Speck in einer großen, breiten Pfanne auslegen, Olivenöl zugeben und bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten braten, bis Fett austritt und der Speck goldbraun und an den Rändern leicht knusprig ist. Das Fett soll klar sein, nicht verbrannt.
  4. Die Zwiebel zum Speck geben und 3–4 Minuten braten, bis sie weich und glasig ist, aber keine braunen Ränder bekommt. Den Knoblauch zufügen und etwa 30 Sekunden braten, nur bis er intensiv duftet – sobald er dunkler wird, sofort die Hitze reduzieren.
  5. Die Champignons einstreuen. 7–8 Minuten bei mittlerer bis stärkerer Hitze unter häufigem Rühren braten, bis sie Flüssigkeit abgeben, diese vollständig verdampft ist und die Pilze deutlich geschrumpft sind und an den Rändern zu bräunen beginnen. Der Pfannenboden soll fast trocken sein, ohne Pfützen.
  6. Die Hitze auf mittel reduzieren. Die Sahne angießen und gründlich mit dem Pfanneninhalt verrühren, dabei die Röststoffe vom Boden lösen. 2–3 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt und gleichmäßig cremig ist, ohne dass sich Fett absetzt.
  7. Den Parmesan zugeben, umrühren, mit frisch gemahlenem Pfeffer und bei Bedarf Salz abschmecken. Die Sauce sollte Pilze und Speck sanft umhüllen; ist sie sehr dick und kompakt, 2–3 Esslöffel heißes Nudelkochwasser zugeben und erneut verrühren.
  8. Die gekochte Pasta in die Pfanne geben. 1–2 Minuten kräftig mischen und dabei portionsweise je 1–2 Esslöffel Kochwasser zugeben, bis die Sauce seidig-cremig ist, jedes Stück Pasta deutlich überzieht und nicht wie Suppe auf den Pfannenboden zurückläuft.
  9. Wenn die Konsistenz sämig, aber noch fließend ist und die Pasta „glänzt“, die Pfanne vom Herd nehmen. Gehackte Petersilie einstreuen, durchmischen und sofort servieren, mit extra Parmesan und frisch gemahlenem Pfeffer auf den Tellern bestreut.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Nein

Reste in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen aufessen. Beim Aufwärmen nach Bedarf etwas Milch, Wasser oder Nudelkochwasser hinzufügen, damit die Sauce wieder cremig wird.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich koche diese Pasta am häufigsten am Freitagabend, wenn ich auf dem Heimweg nur schnell Speck und Sahne kaufe und den Rest aus dem Kühlschrank nehme. Das ist mein schneller „Comfort Food“-Klassiker zum Wochenausklang, wenn mir die Energie für aufwendiges Kochen fehlt, ich aber trotzdem etwas Restaurantähnliches essen möchte.

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