Okonomiyaki mit Kohl und Speck Recipe

Okonomiyaki ist ein japanischer „Pfannkuchen“ mit Kohl, in der Pfanne gebraten und mit einer charakteristischen Sauce sowie Mayonnaise serviert. In Japan wird er oft gemeinsam am Tisch auf einer kleinen Grillplatte zubereitet – ein bisschen wie unsere gemütlichen Pfannkuchenabende. Es ist ein tolles Gericht für ein lockeres Treffen mit Freunden – jeder bekommt seinen eigenen Fladen und kann ihn nach Lust und Laune dekorieren.

Okonomiyaki stammt aus Osaka und Hiroshima, wo es in Bars und Foodtrucks auf großen Teppan‑Platten zubereitet wird. Der Name bedeutet in etwa „braten, was du magst“, weil die Einlagen je nach Saison und Kühlschrankinhalt variieren.

Okonomiyaki verbindet den vertrauten Pfannkuchen mit japanischen Aromen und viel Gemüse. Es ist gesellig, wandelbar und lässt sich direkt am Tisch zubereiten – perfekt, wenn alle mitkochen und ihre eigenen Toppings wählen sollen.

Warum diese Version funktioniert

  • Sehr fein geschnittener Kohl wird schnell weich und verbindet sich gut mit dem Teig, sodass die Mitte weder roh noch wässrig bleibt.
  • Der auf der Oberseite gebratene Bacon bildet eine goldbraune, salzige Schicht, die den Teig gleichzeitig von oben mitgart.
  • Die selbstgemachte Sauce aus Ketchup und Worcestershire-Sauce imitiert den Geschmack einer fertigen Okonomiyaki-Sauce, ohne dass man Spezialzutaten kaufen muss.
  • Braten bei mittlerer statt sehr hoher Hitze sorgt dafür, dass die Mitte gar wird, ohne dass die Außenseite verbrennt.
Okonomiyaki mit Kohl und Speck

Tipps vom Koch

Schneide den Kohl wirklich fein, dann wird der Fladen gleichmäßig und fällt nicht auseinander. Brate lieber etwas länger bei mittlerer Hitze, damit der Okonomiyaki innen gar wird, ohne außen zu verbrennen.

Serviervorschläge

Richte jeden Fladen auf einem eigenen Teller an und stelle zusätzliche Sauce, Mayonnaise und eventuell Noristreifen oder Bonitoflocken auf den Tisch. Dazu passen grüner Tee, Bier oder eine leichte Limonade.

Worauf man achten sollte

  • Ist der Teig zu dünn, sackt der Kohl zusammen und der Fladen zerläuft zu einer dünnen Schicht, die sich nur schwer wenden lässt.
  • Zu grob geschnittener Kohl kann in der Mitte des Fladens hart und faserig bleiben – je feiner du schneidest, desto besser.
  • Ist die Hitze zu hoch, brennt der Boden schnell an, während das Innere roh bleibt – achte auf die Farbe, sie soll goldgelb sein, nicht dunkelbraun.

Ersatzzutaten

  • Bacon kannst du durch dünn geschnittenen rohen Räucherspeck oder Parmaschinken ersetzen; wichtig ist, dass die Scheiben sehr dünn sind.
  • Worcestershire-Sauce lässt sich durch Tonkatsu-Sauce oder fertige Okonomiyaki-Sauce ersetzen, dann die Ketchup-Menge etwas reduzieren.
  • Bis zu 1/3 des Weißkohls kannst du durch Chinakohl ersetzen – das ergibt eine zartere, saftigere Mitte.
  • Einen Teil des Wassers im Teig kannst du durch leichte Dashi-Brühe ersetzen, um den Umami-Geschmack zu verstärken.
Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
3

Zutaten

  • Weißkohl fein gehackt - 300 g
  • Weizenmehl - 120 g
  • Wasser kalt - 120 ml
  • Ei - 2 Stück
  • Bacon in Scheiben dünne Scheiben - 100 g
  • Frühlingszwiebel gehackt - 2 Stück
  • Pflanzenöl zum Braten - 2 Esslöffel
  • Ketchup für die Sauce - 2 Esslöffel
  • Worcestershire-Sauce für die Sauce - 2 Esslöffel
  • Mayonnaise zum Servieren - 3 Esslöffel
  • Salz - 0.5 Teelöffel
Hauptzutat: Kohl

Zubereitung

  1. Den Kohl sehr fein hacken, fast wie für einen Krautsalat – sehr feine Streifen sorgen dafür, dass er beim Braten weich wird und in der Mitte nicht hart bleibt. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und die grünen Teile für das Bestreuen am Ende beiseitelegen.
  2. In einer Schüssel Mehl, Wasser, Eier und Salz verrühren, bis ein glatter, dickflüssiger, aber gießbarer Teig entsteht, etwas dicker als Pfannkuchenteig. Wenn du den Löffel anhebst, sollte die Masse in einem breiten Band langsam abfließen, ohne Mehlklümpchen.
  3. Den gehackten Kohl und den Großteil der Frühlingszwiebel (etwas von den grünen Ringen zum Bestreuen zurückbehalten) zum Teig geben. Gründlich vermengen, damit jeder Kohlstreifen mit Teig überzogen ist und die Masse kompakt, aber noch mit dem Löffel in der Pfanne verteilbar ist.
  4. In einer kleinen Schüssel Ketchup mit Worcestershire-Sauce verrühren, bis eine dicke, glänzende Sauce mit deutlich süß-säuerlichem, intensivem Geschmack entsteht. Beiseitestellen – nach kurzer Zeit dickt sie noch etwas ein.
  5. In einer großen, idealerweise beschichteten Pfanne 1 Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Etwa ein Drittel der Masse hineingeben und zu einem Fladen von ca. 1,5–2 cm Dicke und 12–15 cm Durchmesser formen, mit dem Löffel leicht andrücken, damit die Ränder gleichmäßig werden, aber nicht zu einem dünnen Pfannkuchen plattdrücken.
  6. Auf den Fladen einige Scheiben Bacon in einem oder zwei „Streifen“ legen und leicht in die Masse drücken, damit sie am Teig haften. 4–5 Minuten braten, bis die Unterseite tief goldgelb, die Ränder leicht knusprig und die Oberfläche nur noch leicht feucht, aber nicht mehr flüssig ist.
  7. Den Fladen vorsichtig mit zwei Pfannenwendern wenden, sodass der Bacon nach unten kommt. Weitere 4–5 Minuten braten, bis der Bacon gut gebräunt und die Mitte bei leichtem Druck mit dem Pfannenwender federnd ist – sie soll nicht feucht aussehen oder hin‑ und herschwappen.
  8. Den fertigen Fladen auf einen Teller legen und warmhalten, z. B. im auf 80–100 °C vorgeheizten Ofen. Bei Bedarf etwas Öl in die Pfanne geben und mit der restlichen Masse ebenso verfahren, weitere Fladen formen und braten.
  9. Jeden heißen Fladen mit einer dünnen, gleichmäßigen Schicht der Ketchup‑Worcestershire‑Sauce bestreichen, Mayonnaise in Zickzacklinien darüber geben und mit der restlichen Frühlingszwiebel bestreuen. Sofort servieren und die Fladen wie eine Pizza in Viertel schneiden – die Mitte soll weich und saftig sein, die Ränder angenehm knusprig.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Ja

Gebackene Okonomiyaki ohne Sauce und Mayonnaise abkühlen lassen, luftdicht verpacken und im Kühlschrank 1–2 Tage oder im Gefrierfach bis zu einigen Wochen aufbewahren. Zum Aufwärmen in der Pfanne oder im Ofen erhitzen, dann erst mit Sauce und Mayonnaise garnieren.

Autor Marek Krokosiński

Okonomiyaki ist für mich das ideale „Resteküche“-Gericht: Ein bisschen Kohl, etwas Bacon und ein paar Standardzutaten aus dem Vorrat – schon hat man ein Essen, das nach viel mehr aussieht, als es an Aufwand kostet.

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