Krakauer Käsekuchen mit Gitter Recipe
Der Krakauer Käsekuchen ist ein klassischer polnischer Kuchen mit einer dicken Schicht Quark auf einem Mürbeteigboden, charakteristisch durch das dekorative Teiggitter obenauf. Er steht oft auf dem Festtagstisch, eignet sich aber auch hervorragend als Wochenenddessert zum Kaffee. Er ist ein wenig das polnische Pendant zum New York Cheesecake, nur in einer bodenständigeren Quarkversion.
Der Krakauer Käsekuchen mit Gitter zeichnet sich durch eine dicke, kompakte Quarkschicht auf einem buttrigen Mürbeteigboden und das charakteristische, goldene Teiggitter obenauf aus, das sofort an Krakauer Konditoreien erinnert. Im Gegensatz zu sehr cremigen, westlichen Cheesecakes hat er eine deutlich erkennbare Quarkstruktur, oft mit Rosinen und kandierter Orangenschale, was ihm einen festlichen Charakter verleiht. Es ist ein Kuchen, der auf der Tafel großartig aussieht und am nächsten Tag, wenn sich die Quarkmasse „gesetzt“ hat, noch besser schmeckt.
Tipps vom Koch
Den Quark mindestens zweimal gründlich durch den Fleischwolf drehen oder eine gute, bereits gemahlene Quarkmasse aus dem Eimer verwenden, dabei aber sehr flüssige Produkte vermeiden – zu wässriger Quark lässt den Käsekuchen einfallen und macht ihn schmierig. Alle Zutaten für die Quarkmasse sollten Zimmertemperatur haben, und die Eier werden einzeln nur kurz untergeschlagen, damit die Masse nicht zu stark aufgeschlagen wird – das hilft, eine glatte Oberfläche ohne Risse zu behalten. Nach dem Backen den Käsekuchen im leicht geöffneten Ofen stehen lassen und anschließend vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird, auch wenn die Versuchung groß ist, ihn sofort zu probieren.
Serviervorschläge
Krakauer Käsekuchen serviert man am besten gut gekühlt, in gleichmäßige Rechtecke geschnitten, zu starkem, schwarzem Kaffee oder Tee mit Zitrone – ideal als Dessert nach dem Sonntagsessen. Zu den Feiertagen kannst du ihn leicht mit Puderzucker bestäuben oder mit feinen Streifen kandierter Orangenschale dekorieren, was seine Zitrusnoten unterstreicht. Er lässt sich sehr gut transportieren und ist daher ein perfekter Kuchen „zum Mitbringen“ für Familientreffen außer Haus oder ins Büro zum gemeinsamen Feiern.
Zutaten
- halbfetter, gemahlener Quark am besten zweimal durchgedreht - 1 kg
- Butter weich, zimmerwarm - 250 g
- Mehl für den Mürbeteig - 350 g
- Zucker für den Mürbeteig - 150 g
- Eier 3 für den Teig, 3 für die Quarkmasse - 6 Stück
- Zucker für die Quarkmasse - 200 g
- Vanillinzucker - 1 Packung
- kandierte Orangenschale fein gehackt; kann weggelassen werden - 60 g
- Mehl für die Quarkmasse - 2 Esslöffel
- Rosinen optional, vorher in warmem Wasser eingeweicht - 60 g
- Salz für den Mürbeteig - 1 Prise
- Eigelb zum Bestreichen des Gitters - 1 Stück
Zubereitung
- Den Mürbeteig vorbereiten: Mehl und Puderzucker in eine Schüssel sieben, eine Prise Salz hinzufügen. Weiche Butter in Stücken und 3 Eier dazugeben.
- Den Teig zügig mit der Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine verkneten, bis sich die Zutaten verbinden. Zu einer Kugel formen, in zwei Teile teilen – einen größeren (ca. 2/3 des Teigs) und einen kleineren (1/3 des Teigs). In Folie wickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Eine Backform (ca. 25×35 cm) mit Backpapier auslegen.
- Den größeren Teil des gekühlten Teigs zu einem Rechteck ausrollen und den Boden der Form damit auslegen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Den Boden im auf 190°C vorgeheizten Ofen ca. 10–12 Minuten vorbacken, bis er leicht gebräunt ist. Herausnehmen und abkühlen lassen. Die Ofentemperatur auf 170°C reduzieren.
- Die Quarkmasse vorbereiten: Weiche Butter (den im Rezept vorgesehenen Rest, falls noch etwas übrig ist) mit Zucker und Vanillinzucker ca. 5 Minuten mit dem Mixer hell und cremig aufschlagen.
- Die Eier (3 Stück) nacheinander zugeben und auf mittlerer Stufe weiterschlagen, bis alles gut verbunden ist.
- Gemahlenen Quark und Speisestärke hinzufügen. Kurz mixen oder mit einem Löffel verrühren, nur bis sich die Zutaten verbinden, damit die Masse nicht zu stark aufgeschlagen wird.
- Kandierte Orangenschale und Rosinen zugeben und vorsichtig mit einem Löffel unterheben.
- Die Quarkmasse auf den vorgebackenen Boden geben und glatt streichen.
- Den kleineren Teil des Mürbeteigs ausrollen und in ca. 1,5–2 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen gitterförmig auf der Quarkmasse anordnen.
- Das Eigelb mit 1 Esslöffel Wasser verquirlen und die Teigstreifen auf der Oberfläche damit bestreichen.
- Den Käsekuchen in den auf 170°C vorgeheizten Ofen stellen und ca. 50–60 Minuten backen, bis die Quarkmasse gestockt ist und das Gitter schön goldbraun ist. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, den Kuchen locker mit Alufolie abdecken.
- Nach dem Backen den Ofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und den Käsekuchen etwa 15 Minuten im Ofen stehen lassen, damit er langsam abkühlt. Dann herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.
- Vor dem Anschneiden den Käsekuchen am besten für einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen – dann lässt er sich besser schneiden und entwickelt sein volles Aroma.
Aufbewahrung
Reste des Käsekuchens im Kühlschrank, am besten gut abgedeckt, aufbewahren und innerhalb von 3–4 Tagen aufessen. Stücke lassen sich auch einzeln einfrieren; vor dem Servieren langsam im Kühlschrank auftauen lassen.