Kasutera – japanischer Biskuitkuchen mit Honig Recipe

Kasutera ist ein weicher, saftiger Biskuitkuchen mit Honig, der im 16. Jahrhundert durch portugiesische Händler nach Japan kam. Heute ist er ein beliebtes süßes Mitbringsel und Begleiter zum Tee, besonders in der Region Nagasaki. Im Geschmack erinnert er an eine Mischung aus Biskuit und Rührkuchen, hat aber eine dichtere, elastische Struktur.

Kasutera verbindet europäische Backtradition mit japanischer Präzision. Aus wenigen, einfachen Zutaten entsteht ein besonders feiner, elastischer Biskuitkuchen, der durch das Ruhen über Nacht seine typische Saftigkeit und sein Honigaroma entwickelt.

Kasutera – japanischer Biskuitkuchen mit Honig

Tipps vom Koch

Schlage die Eier wirklich lange genug – das Volumen der Eimasse ist entscheidend für die Textur des Kuchens. Arbeite beim Unterheben des Mehls langsam und vorsichtig, damit die Luft im Teig bleibt. Backpapier sauber und faltenfrei einlegen, damit der Kuchen gleichmäßig hochbackt.

Serviervorschläge

Kasutera in gleichmäßige, rechteckige Scheiben schneiden – so wird er auch in Japan traditionell serviert. Er passt hervorragend zu grünem Tee, Matcha-Latte oder Kaffee. Für ein Dessertteller kannst du ihn mit frischen Beeren, etwas Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis kombinieren.

Vorbereitungszeit
25 Min
Kochzeit
45 Min
Gesamtzeit
70 Min
Portionen
10

Zutaten

  • Eier - 4 Stück
  • Zucker - 160 g
  • Honig - 40 g
  • Milch - 60 ml
  • Weizenmehl - 140 g
  • Öl neutral - 20 ml
  • Salz - 1 Prise
  • Backpapier
Hauptzutat: Ei

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform von etwa 25 cm Länge sorgfältig mit Backpapier auslegen, sodass das Papier etwas über den Rand hinausragt.
  2. Die Milch leicht erwärmen (sie soll lauwarm, nicht heiß sein) und mit Honig und Öl verrühren, bis sich alles verbindet.
  3. Das Mehl in eine Schüssel sieben und eine Prise Salz hinzufügen.
  4. Die Eier in eine große Schüssel geben, Zucker dazugeben. Mit dem Handmixer 8–10 Minuten auf hoher Stufe schlagen, bis die Masse sehr hell, dick und deutlich im Volumen vergrößert ist. Wenn du den Schneebesen anhebst, sollte die Masse in einem breiten Band herabfließen und kurz eine Spur auf der Oberfläche hinterlassen.
  5. Die Mixergeschwindigkeit auf Minimum reduzieren und die Milch-Honig-Mischung in einem dünnen Strahl einlaufen lassen, nur kurz mixen, bis alles verbunden ist.
  6. Den Mixer beiseitestellen. Das Mehl portionsweise zur Eimasse geben und mit einem breiten Teigschaber vorsichtig von unten nach oben unterheben, dabei möglichst wenig Luft herausrühren.
  7. Wenn der Teig homogen ist, in die vorbereitete Form füllen. Die Form ein paarmal leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, um größere Luftblasen zu entfernen.
  8. Die Form in den vorgeheizten Ofen stellen und 40–45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und ein Holzstäbchen, das in die Mitte gestochen wird, sauber herauskommt.
  9. Nach dem Backen die Form aus dem Ofen nehmen und aus einigen Zentimetern Höhe 1–2 Mal vorsichtig auf die Arbeitsfläche fallen lassen – das hilft, eine gleichmäßige Struktur zu erhalten.
  10. Den Kuchen mithilfe des Backpapiers aus der Form heben, auf ein sauberes Brett stürzen (mit der Oberseite nach unten) und unter einem Tuch vollständig auskühlen lassen, damit er nicht austrocknet.
  11. Wenn der Kuchen vollständig abgekühlt ist, ihn fest in Frischhaltefolie wickeln und für einige Stunden oder über Nacht ruhen lassen – danach ist er saftiger und aromatischer.
  12. Vor dem Servieren die Kasutera in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden und die dünnen Ränder abschneiden, falls sie stark gebräunt sind.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 4 Tage
Einfrieren: Ja

Kasutera schmeckt am nächsten Tag oft noch besser. In Frischhaltefolie gewickelt bei Raumtemperatur 2–3 Tage aufbewahren. Für längere Lagerung die Scheiben luftdicht verpackt einfrieren und bei Bedarf bei Raumtemperatur auftauen lassen.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Dieser Kuchen zeigt, wie viel man allein mit Eiern, Zucker, Mehl und etwas Honig erreichen kann. Er ist schlicht, aber sehr elegant – perfekt, wenn du Gäste beeindrucken möchtest, ohne aufwendige Cremes oder Dekorationen.

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