Kartoffelklöße mit Quark und Zwiebeln Recipe

Kartoffelklöße mit Quark und Zwiebeln sind ein einfaches, sättigendes Gericht, das ein bisschen an eine Mischung aus russischen Piroggen und Schupfnudeln erinnert – nur in der Version „ohne Füllen und Formen“. Ideal, wenn du noch gekochte Kartoffeln vom Vortag übrig hast und daraus etwas Leckeres machen möchtest.

Ein einfaches, hausgemachtes Gericht aus der Tradition der ostpolnischen Küche, inspiriert von der Füllung für russische Piroggen, aber in Form schneller Klöße serviert. Es passt perfekt zur polnischen Gewohnheit, gekochte Kartoffeln vom Vortag in ein neues Gericht zu verwandeln.

Kartoffelklöße mit Quark und Zwiebeln erinnern geschmacklich an russische Piroggen, kommen aber ohne das zeitaufwendige Füllen und Formen aus – dadurch sind sie ein besonders praktisches Gericht aus der Kategorie „Zero Waste“. Die Kombination aus weichen Klößen, cremigem Quark und goldbraun geschmorten Zwiebeln ergibt eine kräftige, wärmende Mahlzeit im Stil polnischen Comfort Foods. Eine großartige Möglichkeit, übrig gebliebene Kartoffeln vom Vortag zu verwerten.

Warum diese Version funktioniert

  • Verwendet kalte, gut ausgedampfte Kartoffeln, sodass der Teig nicht zu viel Mehl aufnimmt und die Klöße weich bleiben.
  • Das Mehl wird nach und nach zugegeben, sodass die Menge an die Feuchtigkeit der Kartoffeln angepasst wird statt einem starren Rezept zu folgen.
  • Langsames Braten der Zwiebeln bei mittlerer Hitze sorgt für einen süßen, tiefen Geschmack statt für bitteres Anbrennen.
  • Einfache Zutaten ergeben ein Aroma, das russischen Piroggen sehr ähnlich ist – nur ohne langwieriges Füllen und Formen.
Kartoffelklöße mit Quark und Zwiebeln

Tipps vom Koch

Die Kartoffeln sollten gut ausgekühlt und eher mehligkochend sein – daraus werden die Klöße elastisch statt gummiartig. Gib das Mehl nach und nach dazu, nur so viel, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt; zu viel Mehl macht die Klöße hart. Die Zwiebeln zum Servieren langsam bei niedriger Hitze braten, bis sie goldgelb und leicht süßlich sind – nimm dir Zeit, denn angebrannte Zwiebeln werden bitter.

Serviervorschläge

Am besten schmecken die Klöße mit Butter-Zwiebel-Schmelze oder mit knusprigen Speckwürfeln, dazu ein Klecks Joghurt oder Sauerrahm. Ein kräftiges Gericht für kühlere Tage, ideal für ein spätes Samstagsmittagessen nach einem langen Spaziergang oder nach der Rückkehr von einem herbstlichen Pilzesammeln. Reste kannst du am nächsten Tag in der Pfanne anbraten – dann werden sie schön gebräunt und noch verführerischer.

Worauf man achten sollte

  • Keine warmen Kartoffeln verwenden – sie nehmen zu viel Mehl auf und die Klöße werden schwer und gummiartig.
  • Kein Mehl „auf Vorrat“ einarbeiten; der Teig soll weich und leicht federnd sein, nicht völlig trocken und gar nicht klebrig.
  • Beim Braten der Zwiebeln die Hitze reduzieren, sobald die Ränder zu bräunen beginnen, sonst werden sie schnell zu dunkel und bitter.
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4

Zutaten

  • gekochte Kartoffeln abgekühlt, am besten vom Vortag - 700 g
  • Mehl plus etwas zum Bestäuben - 150 g
  • Ei - 1 Stück
  • halbfetter Quark zerkrümelt - 200 g
  • Zwiebel mittelgroß - 2 Stück
  • Butter zum Anbraten der Zwiebeln - 3 Esslöffel
  • Salz für Teig und Kochwasser
  • Pfeffer zum Bestreuen
Hauptzutat: Kartoffeln

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln durch eine Presse drücken oder mit einem Stampfer sehr fein zerdrücken, sodass keine Stückchen mehr bleiben. Beiseitestellen und vollständig auskühlen lassen, falls sie noch warm sind.
  2. Zu den Kartoffeln das Ei und das Mehl geben. Zuerst 130 g Mehl hinzufügen und den Teig mit der Hand verkneten. Wenn er sehr klebrig ist, den Rest des Mehls zugeben. Der Teig soll weich sein, sich aber gut formen lassen.
  3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 3–4 Portionen teilen. Aus jeder Portion mit den Händen eine etwa 2 cm dicke Rolle formen.
  4. Die Rollen mit einem Messer in etwa 2 cm lange Stücke schneiden, sodass kleine Klöße entstehen.
  5. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Klöße portionsweise in das kochende Wasser geben und vorsichtig umrühren, damit sie nicht am Boden festkleben.
  6. Die Klöße ab dem Moment, in dem sie an die Oberfläche steigen, noch 2–3 Minuten kochen, bis sie weich, aber elastisch sind. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einen Teller oder in eine Schüssel geben.
  7. Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
  8. In einer Pfanne die geklärte Butter oder das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel zugeben und 8–10 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis sie weich ist und eine goldene Farbe annimmt. Achte darauf, dass sie nicht verbrennt – sie soll goldgelb, nicht braun werden.
  9. Die Klöße auf Tellern anrichten. Mit zerkrümeltem Quark bestreuen und anschließend mit den heißen, goldbraun gebratenen Zwiebeln samt Fett übergießen.
  10. Zum Schluss die Klöße mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Sofort heiß servieren.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 2 Tage
Einfrieren: Ja

Gekochte und abgekühlte Klöße im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter 2–3 Tage aufbewahren. Vor dem Servieren in kochendem Wasser kurz erwärmen oder in der Pfanne mit etwas Butter oder Öl goldbraun anbraten.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich mache diese Klöße meistens, wenn nach dem Freitagsessen noch ein großer Topf Kartoffeln übrig ist – am Samstag müssen sie dann nur noch zu Teig verarbeitet werden, und das Mittagessen ist fertig. Ich lege mir immer ein paar gekochte Klöße extra zur Seite, um sie am nächsten Tag in reichlich Butter in einer sehr heißen Pfanne anzubraten.

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