Deutscher Lebkuchen vom Blech Recipe

Lebkuchen sind weiche, aromatische Pfefferkuchen, die in Deutschland schon im Herbst in den Läden auftauchen und die ganze Adventszeit begleiten. Die Blechvariante ist einfacher als ausgestochene Plätzchen – sie wird nach dem Backen wie ein Kuchen geschnitten. Im Geschmack erinnert sie an eine Mischung aus Honigkuchen und würzigem Pfefferkuchen mit deutlicher Zitrusnote.

Lebkuchen sind eine Spezialität aus Bayern und Nürnberg und werden auf Weihnachtsmärkten sowohl als einzelne Lebkuchen als auch als Kuchen verkauft. Die Blechvariante ist eine vereinfachte Hausversion, die den typischen Geschmack bewahrt, aber viel weniger Arbeit macht.

Lebkuchen vom Blech ist die clever vereinfachte Version deutscher Lebkuchen – der ganze Duft eines Weihnachtsmarktes in einem weichen Kuchen. Die Kombination aus Honig, Nüssen, Gewürzen und kandierter Zitrusschale sorgt für einen intensiven, wärmenden Geschmack, der mit jedem Tag der Lagerung noch runder wird. Das Schneiden in kleine Quadrate statt Ausstechen spart Zeit, der Effekt bleibt aber genauso festlich.

Warum diese Version funktioniert

  • Das Erwärmen von Honig, Zucker und Butter ergibt eine glatte, homogene Basis, in die sich die Eier leicht einarbeiten lassen, ohne dass sie stocken.
  • Gemahlene Nüsse ersetzen einen Teil des Mehls, sodass das Innere lange saftig und weich bleibt – selbst nach einer Reifezeit in der Dose.
  • Das Backen auf einem Blech spart das Ausrollen und Ausstechen; der gesamte Ablauf ist schneller, und die Textur erinnert an den weichen Lebkuchen vom Weihnachtsmarkt.
  • Der Zitronenguss wird auf den noch warmen Kuchen gegeben und zieht leicht ein. So entsteht eine dünne, glänzende Schicht statt einer dicken, harten Zuckerdecke.
Deutscher Lebkuchen vom Blech

Tipps vom Koch

Achte darauf, dass die Mischung aus Honig, Zucker und Butter nur warm und nicht heiß ist, bevor du die Eier zugibst – sonst stocken sie und der Teig gerinnt. Die Konsistenz vor dem Backen sollte zäh, aber noch fließend sein; ist er zu dick, gib einen Esslöffel Milch dazu, damit er sich besser auf dem Blech verteilen lässt. Den Guss auf den noch warmen Kuchen geben, dann verbindet er sich schön mit der Oberfläche und bildet eine gleichmäßige, glänzende Schicht.

Serviervorschläge

Diese Lebkuchen schmecken am besten zu einer Tasse heißem Tee mit Zitrone oder zu Glühwein an einem Dezemberabend mit Film oder Buch. In einer Metalldose verpackt sind sie ein schönes essbares Geschenk zum Nikolaus oder für die Weihnachtsfeier im Büro. Auf dem Festtagstisch kannst du sie in sehr kleine Würfel schneiden und auf einer Platte neben Mohnkuchen und Käsekuchen servieren.

Worauf man achten sollte

  • Die Eier nicht in eine zu heiße Honigmasse geben – wenn es beim Hineinhalten des Fingers brennt, noch ein paar Minuten abkühlen lassen.
  • Nicht so lange backen, bis die Ränder stark nachdunkeln – das ist ein Zeichen, dass die Mitte trocken wird und in der Dose lange nicht weich zieht.
  • Den Guss nur auf den leicht abgekühlten Kuchen geben; auf sehr heißem Lebkuchen läuft er herunter, auf völlig kaltem haftet er schlecht an der Oberfläche.
Vorbereitungszeit
30 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
20

Zutaten

  • Honig flüssig - 150 g
  • Zucker - 80 g
  • Butter - 80 g
  • Weizenmehl - 250 g
  • gemahlene Haselnüsse - 80 g
  • Ei - 2 Stück
  • Backpulver - 1 Teelöffel
  • Lebkuchengewürz - 2 Teelöffel
  • kandierte Orangenschale fein gehackt - 40 g
  • Zitronensaft für den Guss - 1 Esslöffel
  • Puderzucker für den Guss - 120 g
  • Salz Prise - 1
Hauptzutat: Honig

Zubereitung

  1. Honig, Zucker und Butter in einen kleinen Topf geben. Bei niedriger Hitze unter Rühren erwärmen, bis die Masse einheitlich und flüssig ist und der Zucker fast vollständig gelöst ist. Die Oberfläche soll glatt sein, ohne aufsteigende Kochbläschen.
  2. Den Topf vom Herd nehmen und 10–15 Minuten stehen lassen. Die Masse soll warm, aber nicht heiß sein – beim Eintauchen eines sauberen Fingers spürst du deutliche Wärme, aber kein Brennen, und kannst ihn ohne Probleme darin halten.
  3. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech von ca. 20×30 cm mit Backpapier auslegen und dieses in den Ecken gut andrücken, damit es dicht anliegt – die Oberfläche soll glatt sein, ohne Falten, die sich im Teig abzeichnen würden.
  4. In einer Schüssel Mehl, gemahlene Nüsse, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz verrühren, bis die Mischung gleichmäßig beige ist, ohne dunklere Gewürzstreifen oder Klümpchen vom Backpulver.
  5. Die abgekühlte Honigmasse mit den Eiern zügig mit einem Schneebesen verrühren, bis sie glatt, homogen und an der Oberfläche leicht schaumig ist. Nach und nach die trockenen Zutaten einstreuen und mit einem Teigschaber verrühren, bis ein dicker, aber noch fließender Teig ohne Klümpchen entsteht.
  6. Die fein gehackte kandierte Orangenschale hinzufügen und gründlich unterrühren, damit die Stückchen gleichmäßig verteilt sind. Den Teig auf das Blech gießen und die Oberfläche mit einem angefeuchteten Löffel glattstreichen – sie soll eben sein, ohne Vertiefungen.
  7. 18–20 Minuten backen, bis die Oberfläche sich bei leichtem Druck mit dem Finger federnd anfühlt und die Ränder nur ganz leicht gebräunt sind. Ein Holzstäbchen in der Mitte soll sauber oder mit wenigen feuchten Krümeln, aber ohne rohe Teigspuren herauskommen.
  8. Das Blech auf ein Kuchengitter stellen. Wenn der Lebkuchen leicht abgekühlt ist (nach ca. 5 Minuten), den Guss zubereiten: Puderzucker mit Zitronensaft und 1 EL heißem Wasser verrühren und bei Bedarf tropfenweise mehr Wasser zugeben, bis ein glatter, dicker Guss entsteht, der in breiten Bändern vom Löffel fließt und nach wenigen Sekunden wieder „verschwindet“.
  9. Den warmen, aber nicht mehr heißen Lebkuchen (5–10 Minuten nach dem Herausnehmen) mit dem Guss überziehen und mit einem Spatel dünn über die gesamte Oberfläche verstreichen. Der Guss soll eine gleichmäßige Schicht bilden, ohne blanke Stellen und ohne dicke Pfützen an den Rändern.
  10. Abkühlen lassen, bis der Lebkuchen vollständig kalt ist und der Guss matt geworden und an der Oberfläche trocken, nicht mehr klebrig ist. Mit einem scharfen Messer in kleine Würfel schneiden und die Klinge nach jedem Schnitt abwischen, damit die Linien sauber bleiben und der Guss nicht Fäden zieht.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank: 7 Tage
Einfrieren: Ja

Die Lebkuchenstücke in einer gut schließenden Blechdose oder einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur aufbewahren. Sie halten sich mehrere Tage bis zu zwei Wochen und werden mit der Zeit meist noch aromatischer und weicher.

Rezept eingereicht von Marek, Seitenbetreiber

Ich backe dieses Blech Lebkuchen meistens am letzten Novemberwochenende, wenn die ersten Weihnachts-Playlists laufen und ich Geschenke plane. Nach ein paar Tagen in der Dose schmecken sie noch besser, deshalb verstecke ich einen Teil absichtlich weit hinten im Schrank, damit nicht alle schon am ersten Tag aufgegessen werden.

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