Deutsche Suppe mit Eierstich in Brühe Recipe
Eierstich sind zarte, eiige „Nockerl“, die im Wasserbad gegart, anschließend in Würfel oder Rauten geschnitten und in heißer Brühe serviert werden. In Deutschland tauchen sie oft in festlichen Suppen oder als eleganter Zusatz zur klaren Brühe auf. Im Geschmack erinnern sie an ein sehr zartes Omelett aus dem Dampfgarer, nur dass sie in Form kleiner Stückchen in der Suppe schwimmen.
Eierstich in klarer Brühe ist ein sehr klassisches Element deutscher Fest- und Sonntagssuppen und wird oft anstelle von Nudeln oder Eierstichklößchen serviert. Die zarte, seidige Eiermasse mit einem Hauch Muskatnuss macht aus einer einfachen Brühe etwas deutlich Eleganteres – fast wie in der Hotelküche. Das Gericht verbindet die Schlichtheit der Zutaten mit einem restaurantreifen Effekt auf dem Teller, besonders wenn die „Eierklößchen“ sauber in Würfel oder Rauten geschnitten sind.
Tipps vom Koch
Das Wichtigste ist, die Eiermasse nicht zu stark aufzuschlagen – rühre sie ruhig mit dem Schneebesen und siebe sie unbedingt durch, dann wird der Eierstich glatt wie Pudding. Das Wasserbad darf nicht heftig kochen; wenn das Wasser sprudelnd kocht, wird die Masse löchrig und kann gerinnen. Also lieber etwas länger bei niedrigerer Temperatur garen, als das Ganze erzwingen zu wollen. Nach dem Garen der Eiermasse ein paar Minuten Zeit zum Abkühlen geben – lauwarm, aber nicht heiß, lässt sie sich viel leichter aus der Form lösen und sauber schneiden.
Serviervorschläge
Diese Suppe eignet sich hervorragend für festliche Essen – vom Osterbraten mit Brühe bis zum eleganten Abendessen mit Gästen, wenn du mehr als nur einfache Nudeln in der Brühe servieren möchtest. Reiche sie in vorgewärmten tiefen Tellern oder Suppentassen, mit reichlich frischem Schnittlauch und einer Scheibe knusprigem Baguette oder hausgemachtem Brot. Dazu passt ein leichtes Weißwein wie ein halbtrockener Riesling oder einfach gutes Mineralwasser mit Zitrone, wenn du die Suppe als ersten Gang eines größeren Menüs servierst.
Zutaten
- Geflügel- oder Rinderbrühe klar - 1.5 l
- Ei - 4 Stück
- Milch oder Sahne 10–12 % für einen volleren Geschmack - 150 ml
- Salz für die Eiermasse, plus zum Abschmecken der Brühe - 0.5 Teelöffel
- weißer Pfeffer oder schwarzer, fein gemahlen - 0.25 Teelöffel
- Muskatnuss gerieben, optional - 0.25 Teelöffel
- Butter zum Ausfetten der Form - 5 g
- Schnittlauch gehackt, zum Servieren - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine ofenfeste Form (z.B. Kastenform) vorbereiten, die in ein größeres Blech mit Wasser gestellt werden kann.
- Die Form gründlich mit einer dünnen Schicht Butter ausfetten, damit die Eiermasse nicht anhaftet.
- In einer Schüssel Eier mit Milch (oder Sahne) verquirlen, Salz, Pfeffer und Muskatnuss zugeben. Mit dem Schneebesen vorsichtig verrühren und dabei möglichst wenig Luft einarbeiten, damit nicht zu viel Schaum entsteht.
- Die Eiermasse durch ein feines Sieb in die vorbereitete Form gießen – so wird der Eierstich besonders glatt.
- Die Form mit der Eiermasse in ein größeres Blech oder eine Form stellen und heißes Wasser einfüllen, sodass es etwa bis zur Hälfte der Höhe der Eierform reicht.
- Alles in den Ofen schieben und im Wasserbad 20–25 Minuten garen, bis die Masse gestockt ist. Bei Berührung mit dem Finger soll sie sich wie Pudding elastisch anfühlen, ohne flüssigen Kern.
- Die Form aus dem Ofen nehmen und einige Minuten abkühlen lassen. Dann den gestockten Eierstich vorsichtig mit einem Messer vom Rand lösen, aus der Form stürzen und auf ein Brett legen.
- Den Eierstich in Würfel, Streifen oder Rauten schneiden.
- Die Brühe im Topf erhitzen und bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn sie heiß ist, die geschnittenen Eierstich-Stücke zugeben und 1–2 Minuten erhitzen, ohne stark zu kochen.
- Die Suppe auf Teller verteilen, mit gehacktem Schnittlauch bestreuen und sofort servieren.
Aufbewahrung
Reste vom Eierstich in etwas Brühe im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen; zum Servieren kurz in heißer, aber nicht kochender Brühe erwärmen.