Chinesischer Salat aus Pak-Choi mit Ingwer und Sesam Recipe
Ein leichter, knackiger Salat aus Pak-Choi mit Ingwer und Sesam ist die chinesische Antwort auf unseren klassischen Krautsalat. Er wird oft als Beilage zum Mittag- oder Abendessen serviert, um reichhaltigere Gerichte geschmacklich aufzulockern. Er ist schnell gemacht, frisch und passt hervorragend zu Reis, Nudeln oder einfach zu gegrilltem Fleisch.
In chinesischen Haushalten erscheinen ähnliche rohe oder leicht eingelegte Salate aus Kohl und Blattgemüse häufig als sogenannte Liangcai – kalte Vorspeisen, die zu heißen Wokgerichten serviert werden. Diese Version verwendet leicht erhältlichen Pak-Choi anstelle der eher lokalen Sorten von Senfkohl.
Der chinesische Pak-Choi-Salat mit Ingwer und Sesam begeistert durch Kontraste: knackige Blätter, frische Säure im Dressing und die leicht scharfe Note des Ingwers. Er ist die asiatische Antwort auf Krautsalat, aber deutlich leichter und aromatischer dank Sesam und Sojasauce. In chinesischen Menüs sorgen solche Salate dafür, dass frittierte oder stark gebratene Gerichte ausgeglichen werden und reinigen zwischendurch den Gaumen.
Warum diese Version funktioniert
- Dünne Streifen vom weißen Teil des Pak-Choi nehmen das Aroma der Sauce schnell auf und bleiben nicht hart.
- Eine kurze „Massage“ des Kohls hilft, das Dressing einzuarbeiten, während die Blätter ihre Knackigkeit behalten.
- Gerösteter Sesam, der erst zum Schluss zugegeben wird, verstärkt das Aroma, ohne bitter zu werden.
- Eine Sauce ohne Wasserzusatz ist konzentriert, sodass der Salat nicht sofort wässrig wird.
Tipps vom Koch
Schneide den Pak-Choi erst kurz vor dem Servieren und trockne ihn gründlich – sind die Blätter zu nass, verwässert das Dressing und verliert an Intensität. Die Möhre solltest du raspeln oder in sehr feine Stifte schneiden, damit sie das Dressing schnell aufnimmt und die Textur nicht dominiert. Ingwer nach und nach zugeben und das Dressing unbedingt probieren – frischer Ingwer kann sehr scharf sein, und man überwürzt leicht, besonders wenn der Salat nur eine Beilage und nicht der Hauptdarsteller auf dem Teller ist.
Serviervorschläge
Serviere den Salat zu Wok-Gerichten, gegrilltem Fleisch oder einfachem gedämpftem Reis – er durchbricht perfekt den Geschmack von allem, was in Öl gebraten ist. Für sommerliche Grillabende kann er den klassischen Mayonnaise-Salat ersetzen – er ist leichter und als Erstes aus der Schüssel verschwunden. Er passt gut zu leichtem Bier, Jasmin-Grüntee oder Wasser mit Zitrone und Ingwer.
Worauf man achten sollte
- Gib die Sauce nicht auf nasse Blätter – trockne sie gründlich, sonst wird das Dressing verwässert.
- Ingwer kann sehr scharf sein; fang mit einer kleineren Menge an, probiere die Sauce und gib erst dann den Rest dazu.
- Den Kohl nicht zu lange kneten – sobald die Blätter sehr schlaff und matt werden, geht die Knackigkeit verloren.
Ersatzzutaten
- Pak-Choi kannst du durch jungen Chinakohl ersetzen, den du sehr fein schneidest.
- Reisessig lässt sich durch Apfelessig ersetzen, mit einer Prise Zucker für mehr Milde.
- Sesamöl kannst du durch neutrales Pflanzenöl plus einen Esslöffel Tahini für das Sesamaroma austauschen.
Zutaten
- Pak-Choi kleine Köpfe oder 1 großer - 2 Stück
- Möhre mittelgroß - 1 Stück
- Schnittlauch oder Frühlingszwiebel gehackt - 2 Esslöffel
- weißer Sesam in der Pfanne trocken geröstet - 1.5 Esslöffel
- Sojasauce helle Sojasauce - 1.5 Esslöffel
- Reisessig kann durch Apfelessig ersetzt werden - 1.5 Esslöffel
- Sesamöl für das Aroma, es kann auch weniger verwendet werden - 1 Esslöffel
- Pflanzenöl (z.B. Rapsöl) neutral, pflanzlich - 1 Esslöffel
- frischer Ingwer Stück ca. 2 cm, fein gerieben - 10 g
- Knoblauch fein gehackt oder gerieben - 1 Zehe
- Zucker gleicht den Geschmack aus - 0.5 Teelöffel
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Pak-Choi an der Basis der Blätter gründlich waschen, wo sich oft Sand sammelt, und in einer Salatschleuder oder auf Küchenpapier gut trocknen. Die Blätter sollten matt sein und nicht glänzend nass, damit die Sauce nicht verwässert.
- Die Enden abschneiden, die weißen Teile in etwa 0,5 cm dünne Streifen, die grünen Blätter etwas breiter (1–1,5 cm) schneiden. Die Fasern sollten sichtbar durchtrennt sein, damit der Kohl unter dem Einfluss der Sauce schneller weich wird.
- Die Möhre schälen und grob raspeln oder in sehr feine, biegsame, aber noch knackige Stifte schneiden. Schnittlauch oder Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
- Sesam in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten rösten, dabei die Pfanne schwenken, bis die Samen leicht bräunen und intensiv nussig duften. Sofort in eine Schüssel umfüllen, damit sie nicht zu dunkel werden und bitter schmecken.
- In einer großen Schüssel Pak-Choi, Möhre und den Großteil des Schnittlauchs bzw. der Frühlingszwiebel mischen, etwas zum Bestreuen zurückbehalten. Das Gemüse sollte höchstens bis zu 3/4 der Höhe der Schüssel reichen, damit es sich gut mischen lässt.
- In einer kleinen Schüssel helle Sojasauce, Reisessig, Sesamöl und neutrales Öl, fein geriebenen Ingwer, gepressten Knoblauch und Zucker verrühren. Rühren, bis sich die Zuckerkristalle vollständig gelöst haben und die Sauce homogen und leicht sämig ist.
- Das Gemüse mit der Sauce übergießen und mit den Händen oder 2 Löffeln mischen, den Kohl dabei 30–60 Sekunden sanft durchkneten. Die Blätter sollten leicht weicher und elastischer werden und von der Sauce glänzen, beim Kauen aber noch deutlich knackig sein.
- Den Salat probieren und bei Bedarf mit einer Prise Salz (an die Salzigkeit der Sojasauce denken) und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Wer es schärfer mag, gibt etwas fein gehackten Ingwer oder eine Prise Chiliflocken dazu und mischt erneut.
- Den Salat mit dem gerösteten Sesam und dem beiseitegelegten Schnittlauch bestreuen, einen Teil der Samen als Topping obenauf lassen. Sofort servieren oder 10–15 Minuten stehen lassen, bis die Blätter leicht weicher werden und sich am Boden eine dünne Schicht aromatischer Sauce sammelt.
Aufbewahrung
Reste in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1 Tag verzehren. Der Salat wird mit der Zeit weicher, bleibt aber aromatisch – vor dem Servieren kurz durchmischen und bei Bedarf mit etwas Sojasauce oder Essig auffrischen.
Ich mache diesen Salat am häufigsten im Sommer, wenn es auf dem Markt frischen Pak-Choi gibt und wir ein abendliches Grillen auf dem Balkon planen. Ich bereite immer die doppelte Menge zu, denn am nächsten Tag landet er in Lunchboxen für die Arbeit, zusammen mit einer Portion Reis oder Reisnudeln.