Chinesische Suppe mit Tofu, Pilzen und Reisnudeln Recipe
Eine zarte, aber sättigende Suppe mit weichem Tofu, Pilzen und Reisnudeln. In China stehen solche Suppen oft als eines von mehreren Gerichten auf dem Tisch – sie wärmen, ohne zu beschweren. Eine gute Alternative zur klassischen Brühe, besonders für alle, die fleischlose Gerichte bevorzugen.
In vielen chinesischen Haushalten steht eine leichte Suppe mit Tofu und Gemüse neben ein paar einfachen Wok-Gerichten auf dem Tisch. Sie soll wärmen und befeuchten, aber nicht so schwer und sättigend sein wie die dicken europäischen Suppen, die oft als Hauptmahlzeit dienen.
Die chinesische Suppe mit Tofu, Pilzen und Reisnudeln verbindet die Zartheit von Tofu mit dem tiefen Aroma von Shiitake-Pilzen und der leichten Sättigung durch die Nudeln. Dieses Gericht steht in China oft als eines von mehreren auf dem Tisch – es wärmt, ohne zu beschweren, sodass man noch andere Speisen genießen kann. Das Umami aus Pilzen und Sojasauce sorgt dafür, dass die Suppe trotz fehlendem Fleisch geschmacklich sehr befriedigend ist.
Warum diese Version funktioniert
- Das Anbraten von Knoblauch, Ingwer und Pilzen, bevor Flüssigkeit zugegeben wird, verleiht der Suppe einen ausgeprägten, brühenähnlichen Geschmack.
- Der Tofu wird erst gegen Ende der Kochzeit zugegeben, damit er nicht zerfällt und seine zarte Struktur behält.
- Die separat zubereiteten Nudeln ziehen nicht die ganze Brühe auf und werden nicht zu weich.
- Die Aufteilung des Kohls in harte und weiche Teile sorgt dafür, dass er gleichmäßig gar wird.
Tipps vom Koch
Wenn du getrocknete Shiitake verwendest, sie mindestens 20–30 Minuten in warmem Wasser einweichen und dieses Einweichwasser als Teil der Brühe nutzen – das gibt der Suppe mehr Tiefe. Schneide das Tofu in relativ große Würfel und gib es erst gegen Ende der Garzeit dazu, damit es beim Umrühren nicht zerfällt. Reisnudeln am besten separat bissfest garen und erst danach in die Suppe geben, sonst saugen sie zu viel Flüssigkeit auf und die Suppe wird zu dick.
Serviervorschläge
Die Suppe in großen Schalen servieren, mit gehacktem Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln und etwas Sesamöl für mehr Aroma. Dazu passt ein einfacher Gurken- oder Chinakohlsalat und zum Trinken Jasmintee oder ein Aufguss aus geröstetem Buchweizen. Eine gute Option für ein ruhiges, vegetarisches Mittagessen unter der Woche oder ein Abendessen nach einem Spaziergang, wenn man Lust auf etwas Warmes, aber Leichtes hat.
Worauf man achten sollte
- Die Nudeln nicht lange in der Suppe kochen – es reicht, sie nur zu erwärmen, sonst quellen sie stark auf und beginnen zu zerreißen.
- Achte darauf, den Knoblauch nicht zu stark zu bräunen; verbrannter Knoblauch wird schnell dunkel und gibt der Suppe einen bitteren Beigeschmack.
Zutaten
- naturbelassenes festes Tofu - 250 g
- Reisnudeln - 120 g
- frische Shiitake-Pilze oder Champignons - 150 g
- Möhre - 1 Stück
- Chinakohl oder Pak Choi - 150 g
- Knoblauch - 2 Zehen
- frischer Ingwer - 10 g
- Sojasauce - 3 Esslöffel
- Pflanzenöl - 1 Esslöffel
- Wasser oder leichte Gemüsebrühe - 1.5 l
- Salz
- Pfeffer
- Schnittlauch - 2 Esslöffel
Zubereitung
- Reisnudeln mit heißem Wasser übergießen und 8–10 Minuten (oder nach Packungsanweisung) einweichen, bis sie weich sind. Abgießen und beiseitestellen.
- Tofu in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Pilze putzen. Frische Shiitake oder Champignons in dünne Scheiben schneiden. Wenn du getrocknete Shiitake verwendest, sie vorher mindestens 20 Minuten in heißem Wasser einweichen und dann schneiden.
- Möhre schälen und in dünne Halbscheiben schneiden. Chinakohl oder Pak Choi in Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden oder fein hacken.
- In einem großen Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Knoblauch und Ingwer zugeben und 1 Minute unter Rühren braten, bis sie duften, aber nicht bräunen.
- Pilze und Möhre hinzufügen. 3–4 Minuten unter Rühren braten, bis die Pilze leicht weich sind.
- Wasser oder Brühe angießen, Sojasauce hinzufügen und zum Kochen bringen. Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und 8–10 Minuten köcheln lassen, bis die Möhre weich ist.
- Tofu und Kohl hinzufügen. Weitere 3–4 Minuten kochen, bis der Kohl weich ist und das Tofu heiß ist.
- Zum Schluss die abgetropften Reisnudeln zugeben, vorsichtig umrühren und noch 1–2 Minuten erhitzen, bis die Nudeln warm sind.
- Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Heiß servieren und mit gehacktem Schnittlauch bestreuen.
Aufbewahrung
Die Suppe in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Beim Aufwärmen eventuell etwas Wasser oder Brühe hinzufügen, da die Nudeln Flüssigkeit aufnehmen können. Reisnudeln am besten separat lagern und erst beim Erwärmen in die Suppe geben.
Ich koche diese Suppe meistens, wenn jemand zu Hause beschließt, eine „Woche ohne Fleisch“ einzulegen und man etwas Sättigenderes als Brote mit Hummus braucht. Oft nehme ich sie auch in einem Schraubglas mit zur Arbeit und wärme sie in der Mikrowelle auf – nach einem ganzen Tag am Computer wirkt sie besser als Kaffee.