Chinesische Reiskuchen gebraten mit Ei und Spinat Recipe
Gebratene Reiskuchen mit Ei und Spinat sind ein einfaches Gericht aus Südchina, wo Reisklöße so beliebt sind wie bei uns Kopytka. Hier kommen sie mit Ei, Knoblauch und frischem Spinat in die Pfanne und ergeben ein schnelles, fleischloses Mittag- oder Abendessen. Die Konsistenz der Reiskuchen ist angenehm elastisch, und das Ganze erinnert ein wenig an eine Mischung aus Pasta und schlesischen Klößen in asiatischer Version.
Gebratene Reiskuchen sind in Shanghai und im Süden Chinas als schnelles Haus- oder Streetfood beliebt und werden häufig mit Kohl, Pak Choi oder – wie hier – mit Ei kombiniert.
Gebratene Reiskuchen sind die Quintessenz des Streetfoods aus Südchina – elastisch, leicht zäh mit einem angenehmen Biss, ganz anders als Nudeln. Die Kombination aus Ei, Knoblauch und frischem Spinat ergibt etwas zwischen chinesischem Stir-fry und unseren heimischen Bratklößen. Dieses fleischlose Gericht macht so satt wie ein ordentliches Mittagessen und bleibt dabei überraschend leicht.
Warum diese Version funktioniert
- Das Einweichen oder Abspülen der Reiskuchen vor dem Braten verhindert, dass sie in der Pfanne verkleben oder austrocknen.
- Das getrennte Braten der Eier sorgt für weiche, cremige Stückchen in der Sauce statt für trockenes Rührei, das am Pfannenboden ansetzt.
- Etwas Wasser in der Sauce hilft den Reiskuchen, von innen weich zu werden, statt nur außen anzurösten.
- Der Spinat wird erst zum Schluss zugegeben, behält so seine Farbe und verwässert die Sauce nicht zu früh.
Tipps vom Koch
Reiskuchen am besten kurz mit heißem Wasser abspülen oder kurz blanchieren und dann gut abtropfen lassen, damit sie beim Braten nicht zusammenkleben. Pfanne oder Wok müssen wirklich stark erhitzt sein – die Reiskuchen zuerst bei hoher Hitze hineingeben und erst danach Ei und Spinat hinzufügen, sonst wird alles zu einer Masse. Spinat ganz zum Schluss nur kurz zum Zusammenfallen hinzufügen, damit er seine Farbe behält und nicht zu viel Wasser abgibt.
Serviervorschläge
Direkt aus der Pfanne in einer tiefen Schüssel servieren, mit Schnittlauch oder Sesam bestreut – typisches „Bowl Food“, das man mit Löffel oder Stäbchen vor dem Computer oder einem Buch isst. Dazu passt grüner Tee oder etwas scharfes Kimchi aus dem Kühlschrank als Kontrast zum milden Spinat. Eine tolle Idee für ein schnelles, warmes Mittagessen zu Hause, wenn du nur 20–25 Minuten zwischen Online-Meetings hast.
Worauf man achten sollte
- Zu langes Braten der trockenen Reiskuchen bei hoher Hitze macht sie hart und brüchig statt federnd-elastisch.
- Wenn du die gesamte Sauce zu noch harten Reiskuchen gibst und kein Wasser dazugibst, können sie die Flüssigkeit ungleichmäßig aufsaugen und teilweise trocken bleiben.
Ersatzzutaten
- Austernsauce kannst du durch Pilzsauce oder eine vegane „Oyster Sauce“ ersetzen, um das Umami zu erhalten.
- Frischen Spinat kannst du durch Grünkohl oder jungen Weißkohl ersetzen – in feine Streifen schneiden und etwas länger braten.
- Reiskuchen lassen sich durch breite Reisnudeln ersetzen; dabei die Bratzeit um 1–2 Minuten verkürzen.
Zutaten
- chinesische Reiskuchen (Rice Cakes) Scheiben aus Reismehl, frisch oder getrocknet - 250 g
- Eier - 2 Stück
- frischer Spinat (Babyspinat kann ebenfalls verwendet werden) - 150 g
- Knoblauch (fein gehackt) - 3 Zehen
- Frühlingszwiebel (in schräge Stücke geschnitten) - 2 Stück
- Sojasauce - 2 Esslöffel
- Austernsauce (für Vegetarier ersetzbar durch 1 Teelöffel Sojasauce und 1 Teelöffel Misopaste) - 1 Esslöffel
- Wasser (zum Angießen der Reiskuchen) - 80 ml
- Öl - 2 Esslöffel
- Pfeffer - 0.25 Teelöffel
Zubereitung
- Wenn du getrocknete Reiskuchen verwendest, übergieße sie mit heißem, aber nicht kochendem Wasser und lasse sie 30–40 Minuten einweichen, bis sie weich und in den Fingern elastisch sind. Abgießen und behutsam trocken tupfen. Frische Reiskuchen mit warmem Wasser abspülen und vorsichtig auseinanderlösen.
- Eier in einer Schüssel mit einer Prise Salz verquirlen, bis sich Eiweiß und Eigelb vollständig verbinden. Knoblauch fein hacken, Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und weiße von den grünen Teilen trennen. Spinat waschen, gründlich trocknen und größere Blätter halbieren.
- In einer großen Pfanne oder einem Wok 1 Esslöffel Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Eier hineingeben und unter sanftem Rühren vom Pfannenboden lösen, bis ein weiches, noch leicht feuchtes Rührei ohne braune Stellen entsteht. Auf einen Teller geben.
- In derselben Pfanne den zweiten Esslöffel Öl bei starker Hitze erhitzen. Knoblauch und die weißen Teile der Frühlingszwiebel zugeben und 30–40 Sekunden braten, bis sie intensiv duften und leicht glasig werden, aber nicht bräunen.
- Reiskuchen hinzufügen. 2–3 Minuten bei hoher Hitze braten, vorsichtig schwenken oder mit einem breiten Pfannenwender wenden, bis die Stücke an den Rändern leicht Farbe annehmen. Wenn sie stark anhaften, 2–3 Esslöffel Wasser dazugeben und zügig umrühren.
- Sojasauce, Austernsauce und den Großteil des Wassers zugießen. 1–2 Minuten rühren, bis die Sauce leicht köchelt, etwas eindickt und die Reiskuchen gleichmäßig überzieht; beim Durchschneiden sollten sie innen weicher geworden und außen glänzend sein.
- Spinat und die grünen Teile der Frühlingszwiebel hinzufügen. 2–3 Minuten unter häufigem Rühren braten, bis die Blätter zusammenfallen, aber kräftig grün bleiben und die Reiskuchen weich, jedoch noch federnd im Biss sind.
- Das gebratene Ei dazugeben, mit Pfeffer würzen und behutsam unterheben, sodass das Ei sich zwischen den Reiskuchen verteilt. Abschmecken und bei Bedarf noch etwas Sojasauce oder Wasser zugeben, falls die Sauce zu dick ist. Sofort servieren, solange die Reiskuchen heiß und elastisch sind.
Aufbewahrung
Reste können im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 1 Tag aufbewahrt und in der Pfanne mit einem Schluck Wasser vorsichtig wieder erhitzt werden. Die Reiskuchen werden beim Abkühlen fester, daher beim Aufwärmen etwas mehr Flüssigkeit zugeben.
Am häufigsten mache ich diese Reiskuchen in der Pause zwischen zwei längeren Zoom-Meetings – ich setze Wasser auf, taue die Reiskuchen auf und bevor der nächste Call vorbei ist, kühlt das Essen schon auf der Arbeitsplatte ab. Abends nach dem Training gebe ich mir gern noch etwas scharfe Chilisauce auf die Portion.